Mella Dumont – Isle of Seven

Von Mella Dumont habe ich die Colors of Life-Reihe gelesen und mochte die Bücher recht gerne, auch wenn mir nicht immer alle Charaktere sympathisch waren. Isle of Seven und auch der zweite Band der Siebenstern-Dystopie Isle of Us hörten sich vom Klappentext nach einer ganz anderen Welt an, aber nicht weniger spannend.

 

Inhalt

Falah ist eine junge Frau, die immer erst an andere denkt, bevor sie an sich denkt. So bringt sie sich in unglaubliche Schwierigkeiten als sie ihrem Nachbarn und Ziehvater Punkte für den Zahltag zuschummelt, damit dieser nicht unter die Linie gerät und ein sogenannter Red Ball wird. Doch anstatt einen Prozess und am Ende die Abstufung zu Red Ball zu durchlaufen, wird Falah auf die Akademie der Siebensterne berufen und erhält Platinstatus, den höchsten Status in ihrer Gesellschaft.

Auf dem Weg zur Akademie lernt sie Markus kennen und freundet sich recht schnell mit ihm an. Markus ist durch und durch Techniker und möchte herausfinden, was es mit der Insel der Siebensterne und dem Mythos um sie auf sich hat. Er weiht Fallah in seine Pläne ein und gemeinsam planen sie, wie sie die Geheimisse aufdecken können.

Falah wird schnell zu einer Symbolfigur in einer aufkommenden Revolution, denn sie ist das hilfsbereite Mädchen der Massen, dass es geschafft hat die Wahrheit aufzudecken. Doch für sie ist das alles nicht unbedingt gut, denn sie erkennt, dass sie mit ihrem Handeln nicht immer nur für Gutes gesorgt hat.

 

Meine Meinung

Die Idee dieser Utopie finde ich sehr spannend. Es gibt keine genauen Angaben wann dieses Buch spielt, jedoch deutet vieles darauf hin, dass wir uns ca. im Jahr 2100 befinden, nach einem Ölkrieg und in einer Welt mit unglaublicher Ressourcenknappheit. England hat sich vom Rest der Welt abgespalten und ein eigenes Wertesystem eingeführt. Die Reichen profitieren, die Armen werden oft noch ärmer und müssen um ihr Überleben kämpfen.

Um den Menschen Mut zu machen wird ein Mythos um die Siebensterne aufrecht erhalten, der aber unglaublich viele Lügen und Intriegen enthält. Siebensterne sind Wissenschaftler, die das Land voranbringen, aber ohne Verbindung zur restlichen Welt auf einer einsamen Insel leben und arbeiten.

Falah ist mir sympathisch und besonders gut gefällt mir, dass sie auch mal scheitert und nicht die glänzende Symbolfigur ist. Sie ist eine normale junge Frau, die vielleicht etwas zu neugierig ist, manchmal etwas naiv und die vor allem einen unglaublich ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat.

Ein wenig erinnert mich Falah an Katniss aus den Tributen von Panem und doch ist sie wieder ein ganz anderer Typ. Auch das Punktesystem und die Zonen erinnern an die Welt von Katniss.

 

Mein Fazit

Meiner Meinung nach ist diese Reihe die bisher beste von Mella Dumont. Mich hat sie mit der Geschichte und der Welt die sie erschaffen hat absolut überzeugt. Für Leser, die die Tribute von Panem mochten, ist dieses Buch auf jeden Fall empfehlenswert.

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Simona Dobrescu – Verdammt.Verliebt

Das letzte Buch, dass ich mir für die #5weeks5books-Lesechallenge rausgesucht hatte, war leider so gar nicht mein Fall. Verdammt.Verliebt von Simona Dobrescu ist verdammt lang und zieht sich wie Kaugummi.

 

Inhalt

Nachdem ihre Eltern und ihre kleine Schwester bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen, zieht Mimi zu ihrer Tante Maddy nach Kalifornien. Dort ist sie heimisch, denn sie hat jeden Sommer dort verbracht. Ihre beiden besten Freunde Drew und Abby wohnen in dem kleinen Ort und versuchen sie aufzufangen. Das gelingt ihnen erst nicht so gut, doch mit dem neuen Schuljahr traut sich Mimi auch in die Schule und trifft dort sehr schnell auf Morgan, der Mädchenschwarm und gefeierte Quaterback des Football-Teams.

Doch irgendetwas stimmt nicht, denn sie erlebt furchtbares, sobald Morgan in ihrer Nähe ist. Höllische Hunde verfolgen sie und sie erleidet unglaubliche Schmerzen. Doch alles scheint nur in ihrem Kopf zu passieren, keiner ihrer Freunde bemerkt es. Erst ein Gespräch mit Morgans Schwester Brooke schafft Klarheit, denn Morgan und sie kommen sozusagen direkt aus der Hölle, denn ihr Vater ist Luzifer persönlich.

Schnell wird klar, dass Mimi die Frau an Morgans Seite ist und so lässt sie sich auf ihn und sein verschwenderisches Leben ein. Sie trainiert hart, um die Nachfolgerin von Morgans Mutter zu werden, vergisst dabei aber völlig wer ihre Freunde sind und wer sie eigentlich ist.

 

Meine Meinung

Dass das erste Kapitel sehr zäh werden würde, hatte ich schon vor dem Lesen in einigen Amazon-Rezensionen erfahren. Und es war zäh, ich hab ganze zwei Abende gebraucht es zu lesen und am zweiten meinem Mann vorgejammert, wie schrecklich es ist, ich es aber nicht weglegen will, weil so viele Leute immer wieder schreiben, dass es ein gutes Buch ist. Ich persönlich finde es einen sehr unglücklichen Start, der sicherlich den ein oder anderen Leser vergraulen wird.

Für meinen Geschmack wurde es auch anschließend nicht besser. Mimi ist oberflächlich, Morgan noch viel mehr. Es geht nur um Schönheit und Geld, Frauen sind Weibchen, die sich aufhübschen, aber sonst nicht viel können. Männer sind stark und überlegen. So ein richtig klassisches, ätzendes Rollenbild.

Dass ich Morgan nicht mag, kann sich wahrscheinlich jeder denken. Aber auch Mimi fand ich einfach nur ätzend. Sie gibt alles für Morgan auf und verrät alle ihre Freunde, die ihr in jeder Lebenslage zur Seite standen und von denen sie noch ein paar Seiten vorher behauptet, dass sie für sie die wertvollsten Menschen überhaupt sind.

Auch der Schreibstil sagt mir nicht zu. Simona Dobrescu hat Literatur studiert und scheint das in ihren Büchern einfliesen lassen zu wollen. Die Sätze sind verschachtelt und kompliziert geschrieben. Manchmal bekommt man das Gefühl. sie versucht ein Fremdwort zu finden, damit es besser klingt oder sie mehr Wörter produzieren kann. Störend auch, die langen Dialoge, die die Handlung überhaupt nicht voran gebracht haben.

 

Fazit

Schade, die Idee des Buches war gut, das Buch hingegen war so gar nicht mein Geschmack. So ist es auch kein Wunder, dass ich für die knapp 800 Seiten fast fünf Wochen gebraucht habe und somit an dieser Lesechallenge gescheitert bin.

 

Daphne Unruh – Regenbogenamsel

Als ich mir Regenbogenamsel von Daphne Unruh ausgeliehen hatte, dachte ich nicht, dass es mir so gut gefallen würde. Ich hatte die Zauber der Elemente-Reihe gelesen und war nicht von allen Teilen begeistert, mochte sie aber genug, um mir ein weiteres Buch von ihr auszuleihen. Ich bin absolut kein Computerspieler (nur mit einem verheiratet) und kann deswegen Spielen wie Lost City nichts abgewinnen. Dass das für das Buch relativ egal ist habe ich aber schnell gemerkt. Vorab, es hat mir wirklich gut gefallen.

Yuma hat grade ihr Abitur gemacht und möchte nun so schnell wie möglich zu ihrem Ferienjob an den Atlantik in Frankreich. Weg von daheim, wo sie Tür an Tür mit ihrem Stiefbruder Linus lebt, der ununterbrochen Computer spielt und nach Yumas Meinung ein Suchtproblem hat. Plötzlich taucht bei ihm auch noch Amon auf, ein zwielichtiger Typ, dem Yuma nicht traut. Sie ist sich sicher, dass die beiden irgendetwas illegales vor haben und spioniert Linus hinterher.

Doch so richtig illegal ist es nicht, denn Amon will Linus Zugang zu Lost City verschaffen, dem realen nicht dem Computerspiel. Doch Yuma fängt das Päckchen an Linus mit einem speziellen Armband ab und so landet sie an seiner statt in dem Spiel und ist erstmal in Gefahr. Doch Amon hilft ihr, obwohl er das gar nicht darf und gibt ihr dadurch eine Chance zu überleben. Schnell findet sich Yuma in der für sie völlig fremden Welt zurecht und schließt sich einer Gruppe an. Doch eigentlich will sie zu Amon, denn sie merkt, dass zwischen ihnen so viel mehr ist. Amon jedoch ist der Feind.

Die Idee, Menschen in ein Computerspiel zu bringen, ist nicht neu und trotzdem hier wirklich gut gemacht. Ich bin beim Lesen mit Yuma durch die Straßen von Lost City gelaufen und hatte ein genaues Bild der Stadt vor meinen Augen. Ihr Unwissen hat mir geholfen in die Geschichte und auch das Spiel reinzukommen.

Das Buch ist eine absolute Empfehlung, meinen Mann werde ich wohl drängen es zu lesen, denn das könnte ihm gut gefallen. Es geht zwar auch um Liebe, aber es geht auch um das Spiel, wie es sich verändert und wie es auf die echten Menschen reagiert.

Virginia Fox – Rocky Mountain Crime

Virginia Fox hat mit Rocky Mountain Crime bereits den 11. Band ihrer Rocky Mountain-Reihe veröffentlicht. Das tolle ist, dass sie ständig weiter schreibt und der nächste Band schon angekündigt ist.

In diesem Band erzählt sie die Geschichte von Valentina und Big A. Wer alle Bände gelesen hat kennt die beiden bereits aus der Geschichte um Cole und Avery, denn die beiden sind deren Geschäftspartner und gute Freunde, die mit ihnen nach Independence gehen um dort die Sicherheitsfirma zu eröffnen.

Valentina und Big A sind auch Freunde und Mitbewohner und manchmal eben auch mehr. Jedoch nur manchmal und gerade Big A scheint seine Geheimnisse zu haben, denn er verschwindet immer wieder spät Abends und will Valentina nicht sagen, was er tut. Sie ist sich sicher, dass er zu einer anderen Frau geht und ihr nicht genügt. Also beschließt sie Nägel mit Köpfen zu machen und zieht aus. Aber Big As Geheimnis lässt ihr keine Ruhe, vor allem nicht, nachdem sie entdeckt hat, dass sie auch ein ziemlich großes Geheimnis hat. Und so spioniert sie ihm nach und gerät dabei selbst sehr schnell in Gefahr.

Dieser Band gehört definitiv zu meinen Lieblingen, denn ich mag Valentina. Sie ist eine erwachsene Frau, die mitten im Leben steht und genau weiß was sie will. Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Natürlich ist sie irgendwann ziemlich leichtsinnig in ihren Aktionen, aber das gehört irgendwie zu dieser Geschichte dazu. Gut gefallen hat mir auch, dass es kein großes Drama gibt, sondern Big A und Valentina eine Beziehung auf Augenhöhe führen und nicht lange rumschmollen.

Auch hier erhält man wieder einen Einblick in das Leben der Bewohner von Independence und trifft sogar Luna-Maie wieder, was ich besonders toll fand. Ich bin gespannt, ob sie im nächsten Teil vielleicht eine etwas größere Rolle spielen wird.

Kira Minttu – Me, without words

Buch Nummer vier für #5weeks5books war Me, without words von Kira Minttu. Eigentlich ein Jugendbuch, hat es mir doch sehr gut gefallen, auch wenn ich mich am Anfang noch gefragt habe, wann es denn nun endlich richtig losgehen mag. Aber genau diese Art zu schreiben, hat mich im Laufe des Buches gefesselt und begeistert.

Juli ist sechszehn und eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben. Sie ist mit Levin zusammen, den sie gerne mag und ihre beste Freundin Katinka mit dessen bestem Freund Jako. Das Leben könnte also so schön sein, wenn da nicht das ewige Schweigen ihrer Eltern wäre. Als dies kaum noch auszuhalten ist, erbrennt zwischen ihren Eltern ein schlimmer Streit in Folge dessen sie sich endgültig trennen. Julis Mutter zieht zu ihrem neuen Freund, Juli bleibt mit ihrem Vater in der Wohnung in Frankfurt zurück.

Ungefähr zu dieser Zeit trifft Juli Marc. Er ist gute fünf Jahre älter, wohnt in einer eigenen Wohnung und verdient anscheinend auf eine etwas zwielichte Art sein Geld, lebt aber vornehmlich vom Geld seines Vaters. Und er ist der einzige, der Juli versteht und sie in dieser schweren Zeit auffängt. Levin hört ihr nicht zu, er denkt immer nur daran den nächsten Schritt zu gehen. Und auch Katinka gelingt es nicht so für Juli da zu sein, wie sie es gebrauchen würde.

Wie bereits gesagt, gefühlt passiert eigentlich nichts und die Geschichte bekommt auch keinen Schwung. Deswegen habe ich mich zu Beginn gefragt, wann denn endlich etwas dramatisches passiert oder es eine unvorhergesehene Wendung gibt. Aber nichts passiert und genau das hat mir immer besser gefallen. Obwohl nichts nun auch nicht stimmt, denn in Julis Leben passiert sehr viel.

Mir gefällt, dass Juli nicht so naiv ist, wie es Mädchen sonst oft in diesem Alter in dieser Art von Büchern sind. Sie hinterfragt Marcs Handeln und will sich nicht damit zufrieden geben, dass er eben ein Bad Boy ist. Und sie lässt sich nur in gewissem Maße auf Abenteuer ein. Ihr ist es zu jedem Zeitpunkt wichtig, was ihre Eltern denken, auch wenn sie sich ab und an gegen sie stellt.

Ein gutes Jugendbuch, das mich streckenweise 15 Jahre zurückversetzt hat. Ich war zwar nie im Cave, kenne aber ähnliche Einrichtungen in Frankfurt und bin dort gerne mit meinen Freunden gewesen.

Juli Zeh – Unterleuten

Mit ihrem Roman Unterleuten zeichnet Juli Zeh die Hölle nach, die das Dorfleben mit sich bringen kann. Auf den ersten Blick wirkt Unterleuten wie ein ganz normales Dorf mitten in Brandenburg. Da gibt es die Alteingesessenen und die Zugezogenen, die sich skeptisch gegenüberstehen. Es gibt alte Rivalitäten und alte Freundschaften. Und es gibt den geheimen Handel, Ware gegen Dienstleistung. Alles scheint normal, zumindest auf den ersten Blick.

Doch die Ruhe trügt und der Plan einen Windpark in Unterleuten zu bauen, schürt nur noch mehr Unruhe und Hass zwischen den Dorfbewohnern. Da ist der Vogelschützer Gerhard, der mit seiner fast 20 Jahre jüngeren Frau am Rande des Dorfs wohnt und alles tut, damit die Anlage nicht gebaut wird. Da ist der Bürgermeister Arne, der gefühlt zwischen allen Stühlen sitzt, aus Sicht einiger aber sehr parteiisch ist. Da ist Linda Franzen, aus dem Westen zugezogen, die versucht Land zu gewinnen um ihren Traum von einem Pferdehof wahr zu machen. Da ist Bodo Schaller, der sich nach einem Unfall an nichts erinnern kann und sich von bestimmten Dorfbewohnern für ihre Zwecke vor den Karren binden lässt. Da ist Kron, einer der ältesten Dorfbewohner und ein verbitterter Mann, der versucht seine ehemaligen Genossen aktiv zu machen und dabei seine Tochter in unangenehme Lagen versetzt. Und dann ist da Grombrowski, derjenige, der sich die LPG damals unter den Nagel gerissen hat und nun Vorsitzender der Ökologica GmbH ist und außerdem Krons ärgster Feind.

Juli Zeh erzählt die Geschichte nicht nur aus der Perspektive einer einzelnen Person, sondern wechselt mit jedem Kapitel die Perspektive. So ermöglicht sie dem Leser tiefe Einblicke in die Gefühlswelten der Protagonisten und sehr tiefe Einblicke in das Geschehen im Ort. Man blickt hinter die Fassade der heilen Welt in einen tiefen Abgrund aus Neid und Missgunst. Aber man kennt als Leser auch immer die Wahrheit und weiß, dass einige Figuren nicht nur ahnungslos tun, sondern es tatsächlich sind.

Auf den ersten Blick hätte ich gesagt, dass Unterleuten durchaus ein Ort ist, an dem man sich wohlfühlen kann und wo man gerne wohnen möchte, wenn man das Landleben liebt und bereit ist etwas für die Gemeinschaft zu tun und sich in dieser einzugliedern. Doch dieser erste Blick täuscht und nach einem Blick hinter die Kulissen bin ich froh dort zu wohnen, wo ich wohne.

Bisher hatte ich noch nichts von Juli Zeh gelesen und war von diesem Buch begeistert. Gefühlt plätschert die Handlung dahin, ist aber gleichzeitig wie ein Thriller, der einen gefangen hält. Ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen und hätte gerne auch im Büro weitergelesen, um zu wissen wie wer nun als nächstes vorgehen würde. Ganz klar eines meiner Highlights dieses Jahr.

An dieser Stelle ein dickes Danke an meine Mama, die mir dieses tolle Buch zum ersten Geburtstag der Tochter geschenkt hat.

Marnie Schaefers – Kein Leben ohne dich

Buch Nummer drei für die #5weeks5books-Lesechallenge war Kein Leben ohne dich von Marnie Schaefers, in welchem sie die Geschichte von Joah erzählt. Joah kommt mit seinem Vater in seine alte Heimat London, da sein Zwillingsbruder bei einer Mutprobe ums Leben gekommen ist. Nach der Beerdigung begegnet Joah Sue, die er während einer Irrfahrt mit dem Auto seiner Mutter aufliest. Sue schafft es, zu dem verschlossenen Jungen durchzudringen, doch als Joah herausfindet, dass sie die Schwester von Finn, einem der an der Mutprobe beteiligten Jugendlichen, ist, will er nichts mehr mit ihr zu tun haben.

Wenige Wochen später begegnen die beiden sich wieder, denn Joah hat beschlossen in London zu bleiben um herauszufinden wie genau sein Bruder zu Tode gekommen ist. Hinzu kommt, dass er das Gefühl hat von IHNEN verfolgt zu werden. Er glaubt, dass sein Leben nicht real ist und das ganze eigentlich nur eine Simulation darstellt. Trotz all dieser merkwürdigen Eigenheiten findet Sue ihn nett und bleibt hartnäckig an ihm dran. Und so kommt es, wie es kommen muss, die beiden verlieben sich ineinander. Es könnte alles gut sein, wären da nicht Joahs Ängste.

Als ich das Buch heruntergeladen habe war mir nicht klar, dass ich den ersten Band schon kenne, denn in Ein Leben mit dir ist nicht genug beschreibt Marnie Schaefers die Geschichte von Sues Bruder Finn und seiner großen Liebe Jill. Ich bin mir unsicher, ob es gut ist diesen Teil der Geschichte zu kennen oder ob es besser gewesen wäre gar nichts zu wissen. In jedem Fall habe ich mir sehr schwer getan in die Geschichte reinzukommen. Als es dann aber geschafft war, wollte ich unbedingt wissen, wie genau alles zusammen hängt. In welchem von Finns Leben die Geschichte spielt und wer genau SIE sind.

J. Vellguth – Das Päckchen

Buch Nummer zwei im Rahmen der #5weeks5books-Lesechallenge war Das Päckchen von J. Vellguth. In diesem wird die Geschichte von Emma erzählt, die Bücher über alles liebt und diese Liebe zu ihrem Beruf gemacht hat, denn sie leitet die Kinderbücherei eines Verlages in Bonn. Außerdem hat sie einen youtube-Kanal, auf welchem sie über ihre Liebe zu Büchern spricht. Doch ein Wasserschaden in der Kinderbücherei stellt ihr Leben auf den Kopf. Die Bücherei wird bis auf weiteres geschlossen und Emma in das Archiv des Verlags versetzt. Das möchte sie nicht hinnehmen und so startet sie eine Spendensammlung über ihren Kanal.

Während sie noch mit ihrer besten Freundin überlegt, was sie als Anreiz für eine Spende verlosen kann, erreicht sie ein Paket. Dort drin liegen lauter einzeln verpackte Päckchen und ein Brief von einem ihr unbekannten Absender. Dieser schreibt ihr, dass sie jede Woche live in ihrem Kanal eines der Päckchen auspacken solle und den Inhalt verlosen. Wird sie dies tun, hilft er ihr bei der Spendenaktion. Emma ist hin und hergerissen, lässt sich aber auf dieses Experiment ein.

Und sie nimmt Kontakt zum Absender auf, ein gewisser Lukas, der sich ihr in Videotelefonaten aber nie ganz zeigen will. Während Emma noch rätselt wer Lukas ist, wird ihr Kanal durch ihn immer bekannter und das Spendenkonto wächst.

Dieses Buch hat zu Beginn dafür gesorgt, dass ich mich wirklich alt gefühlt habe, wusste ich doch nicht, was ein Hangout ist. Oder das es so etwas überhaupt gibt, wenn ich ein Videotelefonat mache, dann immer noch ganz klassisch über Skype. Ja, ich werde wohl wirklich alt…

Alles in allem ist das Buch nett und schnell gelesen. Leider wird dem Leser auch sehr schnell klar, wer Lukas ist, was vielleicht auch beabsichtigt ist. Ich fand es etwas schade, denn so hatte ich von Anfang an das Gefühl das Ende schon zu kennen und habe eigentlich nur darauf gewartet, dass er endlich mal sagt, was Sache ist. Gefühlt ist leider streckenweise auch nicht viel in dem Buch.

Ich kann zwar Emmas Fangehabe für ihren Lieblingsautor nicht nachvollziehen, aber ihre Liebe zu den Büchern, die finde ich toll. Ich mag Bücher über Bücher oder Bücherverrückte wie Emma sehr gerne, denn sie sind eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort. Und deswegen empfehle ich das Buch gerne an alle weiter, die eine leichte Lektüre suchen und genauso Buchverrückt sind wie Emma.

Michelle Schrenk – Strandküsse und ander Turbulenzen

Ich mag die Bücher von Michelle Schrenk sehr gerne und so war klar, dass ich im Rahmen der #5weeks5books-Lesechallenge ihr neuestes Buch Strandküsse und andere Turbulenzen lese. Dieses Buch spielt diesmal nicht in Nürnberg, wie sonst ihre anderen Bücher, sondern in Cuxhaven an der Nordsee. Denn dorthin reist Rike in einen zweiwöchigen Sommerurlaub, den sie eigentlich mit ihrem besten Freund Thomas machen wollte. Doch es kommt alles anders als geplant. Thomas lässt sie kurzfristig hängen, denn er hat die Liebe seines Lebens gefunden und kann nicht weg. Also steigt Rike schlecht gelaunt alleine in den Zug und trifft dort auf einen gut aussehenden Mann, der aber erstmal so gar nicht freundlich ist und sich von den ständigen Plings ihres Handys gestört fühlt.

Da der Mann auch nach Cuxhaven reist und ihr wie ein Schatten an den Fersen hängt, setzt sie sich mit ihm auseinander, vor allem als er ihr ihr Handy wiederbringt, welches sie beim Umstieg ins Taxi verloren hatte. Ohne Handy ist Rike ein Niemand, denn sie checkt ständig die sozialen Netzwerke und kann auch im Urlaub nicht aufhören zu arbeiten. Und Ablenkung und Kontakt mit ihren Freunden hat sie dringend nötig, denn auch die schöne Pension entpuppt sich als der absolute Reinfall, denn sie ist überhaupt nicht mehr so schön wie auf den Fotos im Internet, auch wenn sie die Pensionsbesitzerin die größte Mühe gibt Rike den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

Rike ist kurz davor den Urlaub abzubrechen, doch ihre Freundin Jana schlägt ihr vor eine Liste mit Dingen zu machen, die sie im Urlaub abarbeiten kann. Alles schöne Dinge, wie eine Schifffahrt oder eine Wattwanderung. Oder eben einen Strandkuss. Rike lässt sich auf diese verrückte Idee ein und beginnt eine Liste. Sie abzuarbeiten ist gar nicht so schwer, denn auch der Mann aus dem Zug taucht wieder auf.

Wie auch schon die anderen Bücher von Michelle Schrenk ist dieses ein kurzweiliges Buch, bei dem man sich an manchen Stellen ein Lachen nicht verkneifen kann. Natürlich ist schnell klar, worauf es hinausläuft, aber genau das gehört doch bei dieser Art Buch dazu. Für mich ein gelungener Sommerroman, der Lust auf eine Reise ans Meer macht.

Marah Woolf – FederLeicht. Wie das Wispern der Zeit

Im zweiten Band FederLeicht. Wie das Wispern der Zeit führt Marah Woolf die Geschichte um Eliza und die Elfen weiter. Eliza ist frustriert, weil die Elfenwelt für sie für immer verschlossen bleibt. Und sie ist verliebt, in Cassian, der doch eigentlich so arrogant ist und den sie eigentlich gar nicht mögen dürfte. Zum Glück hat sie aber noch ihre Großmutter und Sky. Und dann ist da auch noch Frazer, der mittlerweile zu einem guten Freund geworden ist.

Doch auch die Elfen vergessen Eliza nicht und schicken den Troll Quirin zu ihr. Sie brauchen Elizas Hilfe bei der Suche nach der alten Königin Elisien, von der sie vermuten, dass sie von der neuen Königin entführt worden ist. Eliza kann den Wunsch ihrer Elfenfreunde nicht abschlagen und macht sich gemeinsam mit Quirin auf den Weg in den verbotenen Wald. Dort lauern so einige Gefahren, doch Quirin hat Eliza eingeschärft, dass ihr nichts passieren kann, so lange sie auf den Wegen bleibt. Das ist leichter gesagt als getan, vor allem für einen so neugierigen und vielleicht auch naiven Menschen wie Eliza. Es kommt wie es kommen muss, sie bringt sich in Gefahr, wird aber von ihr wohlgesonnenen Wesen gerettet. Und dann ist da ja auch noch Cassian, der sofort loseilt, als er erfährt, dass Eliza im verbotenen Wald unterwegs ist.

Gemeinsam mit Cassian begibt sich Eliza dann auch auf die weitere Suche nach der verschwundenen Königin und durchlebt mit ihm einige Hochs und Tiefs. Sie gibt sich ihm hin, wenn er es zulässt und genießt jede Minute mit ihm, auch wenn sie sich dafür in Lebensgefahr begeben muss.

Der zweite Teil der Saga hat im Vergleich zum ersten etwas nachgelassen, denn es ging fast die ganze Zeit nur um das Gejammer von Eliza, dass sie in Cassian verliebt ist, der aber ein ganz fieser Kerl ist. Das ständige hin und her hat mich irgendwann genervt und ehrlichgesagt war sie mir auch etwas zu naiv. Obwohl das Buch nicht übermäßig viele Seiten hat, habe ich sehr lange dran gelesen und bin nicht so richtig voran gekommen. Jetzt bin ich sehr unschlüssig, ob ich die weiteren Bände auch lesen möchte.