J. Vellguth – Der Duft von Büchern und Kaffee

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Wer Bücher und Kaffee mag wird Der Duft von Büchern und Kaffee von J. Vellguth mögen und schon beim Lesen des Titels diesen besonderen Duft in der Nase haben. So zumindest ging es mir, als ich diesen Titel entdeckt hatte und so musste ich mir das Buch ausleihen. Gelesen habe ich es auf dem Kindle, also komplett ohne Bücherduft.

Amy arbeitet in einer Buchhandlung und ist sehr glücklich darüber diesen Job bekommen zu haben. Sie hat keine besonders schöne Vergangenheit und versucht diese auch zu vergessen. Das einzige, dass sie aus ihrer Vergangenheit mitbringt ist ihr Hund, der sie treu überall hin begleitet. Amy fühlt sich in dem Buchladen wohl, sie liebt Bücher und besonders deren Duft. Außerdem hofft sie, dass sie irgendwann den Laden von der älteren Dame übernehmen darf, die ihn führt.

Doch dann taucht Ryan auf, der Enkel der Ladenbesitzerin und mit ihm ein merkwürdiger Brief. Derjenige, der die bessere Idee für den Laden hat, soll ihn bekommen. Ryan hat auch direkt eine Idee, er ist Musiker und möchte aus dem Laden eine Pianobar machen. Amy bekommt es mit der Angst zu tun, erinnert Ryans Outfit mit der zerissenen Hose und der Lederjacke doch zu sehr an die Männer aus ihrer Vergangenheit.

Doch ganz kann sich Amy nicht gegen Ryans Charme verwehren, vor allem nicht, weil er eine Kaffeemaschine und einen Milchschäumer im Gepäck hat und einen wundervollen Kaffee zaubern kann. Bald schon riecht es in dem Buchladen nicht mehr nur noch nach Büchern, sondern auch nach Kaffee und das lockt zusätzliche Kundschaft an. Doch Amy ist das nicht wirklich recht, sie möchte den Laden so behalten wie er ist.

Langsam nähern sich aber Ryan und sie an und es kommt wie es eben in solchen Büchern kommen muss, sie landen zusammen im Bett. Doch hinterher ist nicht alles toll, denn beide werden von ihrer Vergangenheit eingeholt. Während Amy beschließt sich zu öffnen und mit ihrer Vergangenheit abzuschließen, verheimlicht Ryan ihr seine Probleme und plötzlich sind sie sich wieder völlig fremd.

Es ist ein Liebesroman wie es viele dieser Art gibt, jedoch ist er schnell und angenehm zu lesen. Ryan und Amy sind mir nicht unbedingt sympathisch, aber ich mag Buchhandlungen und ich mag Menschen, die Bücher mögen. Außerdem mag ich Kaffee und so hatte das Buch doch für mich eine super Mischung.

Natürlich möchte man oft schreien und sagen: „Jetzt reißt euch doch mal zusammen und seid ehrlich miteinander“, aber genau das geht nicht und macht ja auch das Buch aus. Und wer weiß, wie man selbst in solchen Situationen reagieren würde.

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Michelle Schrenk – Weihnachtswünsche und andere Katastrophen

img_5836In Weihnachtswünsche und andere Katastrophen lässt Michelle Schrenk Marie ihre ganz persönliche Weihnachtsgeschichte erzählen. Marie mag Weihnachten nicht mehr, schon in ihrer Kindheit war es nie schön, da der Weihnachtsmann ihr keine Wünsche erfüllt hat. Dabei handelte es sich bei ihr meist nicht um Materielles, sondern um zwischenmenschliches. Eltern, die sie lieben und wahrnehmen zum Beispiel. Doch in diesem Jahr ist alles noch viel schlimmer, denn das Christkind hat ihr den Mann ausgespannt, mit dem sie alt werden wollte.Natürlich nicht das echte Christkind, sondern nur die Frau, die in diesem Jahr in Nürnberg das Christkind verkörpert.

Marie ist frustriert und auch verbittert. Und deswegen kommt sie auf die nicht gerade schlaue Idee eine ganze Flasche Wein alleine zu trinken und sich danach auf die Straße zu legen. Zum Glück kommt ein junger Mann vorbei, der sie dort aufsammelt. Er hat ein schönes Gesicht, wie ein Lebkuchen, Marie nennt ihn den Lebkuchenmann. Und dem begegnet sie plötzlich wieder, als sie in ein kleines Weihnachtsdorf reist um die Biografie von einem Herrn Klaus zu schreiben.

Doch schnell stellt sich raus, der Lebkuchenmann Niklas ist ein echter Weiberheld und so nimmt Marie schnell Abstand von ihm. Dazu kommt, dass Herr Klaus nie Zeit für sie hat und sie so noch nicht mal arbeiten kann. Doch dann begegnet sie einem netten älteren Herren, der ihr sagt, dass man für seine Wünsche selbst verantwortlich ist.

Das Buch ist ein schönes Weihnachtsmärchen, auch wenn es erstmal nicht nach einem Märchen klingt. Marie erscheint oft ein bisschen naiv und urteilt sehr schnell über Menschen. Das ist etwas schade, passt aber so zu der Geschichte. Es wäre auch alles viel zu einfach, wenn sie nicht immer alles überstürzen würde. In gewisser Weise macht sie das sogar liebenswert.

Ich habe mir erst ein wenig schwer mit den „Märchenelementen“ getan, welche erwachsene Frau glaubt noch an den Weihnachtsmann (mal davon abgesehen, dass der eine Erfindung eines großen Getränkeherstellers ist und doch jedes Weihnachten für die Kinder das Christkind kommt). Aber vielleicht ist es auch richtig, dass man auch als Erwachsener noch ein wenig an den Zauber glauben kann, den eine Zeit wie Weihnachten mit sich bringt. Das ist etwas, dass das Weihnachtsfest, neben der frohen Botschaft, zu etwas besonderem macht.

Behind the Screens #3

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Behind the Screens ist eine Aktion von Book Walk und soll bewirken, dass man etwas mehr über den Menschen hinter dem Blog erfährt.

Wie war deine Woche?

Meine Woche fing leider nicht so toll an, Montag Morgen musste ich im Büro feststellen, dass ich mich bei irgendwem mit Magen-Darm angesteckt hatte und bin nach nur einem halben Arbeitstag wieder nach Hause gefahren. Ich glaube, das war die längste Heimfahrt meines Lebens, immer mit der Angst mich gleich übergeben zu müssen. Ist aber zum Glück alles gut gegangen.

Zum Glück war ich recht schnell wieder auf den Beinen und konnte so Ende der Woche auf die Weihnachtsfeier meines Arbeitgebers. Ich mag diese Weihnachtsfeier, man darf seine Familie mitbringen und im Firmengebäude gibt es auf allen Etagen und vor der Tür lauter Köstlichkeiten. Da kann man sich wie die Raupe Nimmersatt durchfressen und genau das machen wir jedes Jahr, meistens gemeinsam mit meiner sehr netten finnischen Kollegin und ihrem Mann.

Das Wochenende brachte dann das erste Krippenspiel für die Tochter, fand sie so semi-interessant. Es ging auch wirklich lange, eine Dreiviertelstunde, war sicher auch der großen Anzahl an Kindern „geschuldet“, die dort mitgemacht haben. Ich fands klasse, jeder durfte was sagen oder singen. Gerade bei den allerkleinsten ist das sehr süß. Ich muss jetzt schon heulen, wenn ich darüber nachdenke, dass die Tochter auch irgendwann bei sowas mitmacht. Und die wird sich dann unendlich für mich schämen, so wiederholt sich eben die Geschichte.

Welches Buch passt für dich zum Winter?

Für mich passen viele Bücher zum Winter, ich glaube da gibt es gar kein spezielles. Ich kann auch im Winter ein Buch lesen, dass im Sommer spielt und in dem es um Wärme, Strand und schönes Wetter geht. Natürlich ist es ganz nett vor Weihnachten ein paar Bücher mit genau diesem Thema zu lesen, oder irgendein Buch als Adventskalender zu lesen. Einige Jahre haben wir als Kinder in der Vorweihnachtszeit gemeinsam mit meiner Mutter Hilfe, die Herdmanns kommen von Barbara Robinson gelesen. Das ist ein tolles Buch.

Was war dein Wochenhighlight?

Das ist schwer zu beantworten, die Woche ging doch recht schnell rum und floss eigentlich so vor sich hin. Schön war es auf jeden Fall, dass ich durch die Krankheit mehr Zeit mit Mann und Tochter verbringen konnte, als Wochenhighlight würde ich das nicht bezeichnen. Vielleicht gibt es in dieser Woche gar kein Highlight sondern einfach nur ein paar schöne Momente. Aber das ist auch völlig in Ordnung, die kommende Woche mit dem Weihnachtsfest wird sicherlich noch aufregend genug.

Katrin Koppold – Zimtzauber

img_5846Meine Lieblingsautorin Katrin Koppold hat ein Weihnachtsbuch geschrieben. In Zimtzauber erzählt sie die Geschichte von Elisa, der Schwester von Tom, den wir aus Mondscheinblues kennen. Elisa arbeitet in einer kleinen Buchhandlung und ist damit glücklich. Jedoch macht ihr ihre Chefin zu schaffen, denn die mag die Buchhandlung gar nicht und ist eigentlich nur auf Gewinn aus. Und genau an dem Tag als die Chefin vorbeischaut verirrt sich eine Taube in den Kamin, die einzige verlässliche Wärmequelle des Ladens. Schnell muss ein Schornsteinfeger her, der die Taube dort herausholt. Der Schornsteinfeger kommt und bringt Elisa leider überhaupt kein Glück, sondern haufenweise Pech. Und das alles nur, weil sie ihn versehentlich mit einem Besen ko geschlagen hat.

Auf der Scheidungsparty ihrer Kollegin Elke sagt ihr eine Wahrsagerin schließlich voraus, dass sie so lange vom Pech verfolgt wird, bis sie dem armen Mann etwas gutes getan hat. Und so macht sich Elisa auf den Weg herauszufinden wer der Schornsteinfeger ist und wo der sich gerade aufhält. So kommt es, dass sie ihn in seinem Weihnachtsurlaub überfällt und mit aller Macht versucht einen Gefallen zu tun. Natürlich will das nicht gelingen und Mark, der Schornsteinfeger, ist von der aufdringlichen Fremden mehr als nur genervt.

Leider ist das Buch sehr kurz geworden, ich hätte mir ein paar Seiten mehr gewünscht, vor allem auch, weil ich den Schreibstil von Katrin Koppold so gerne mag. Schön war es zumindest Nina und Tom in dem Buch wiederzutreffen, ich hätte aber nichts dagegen gehabt auch die Schwestern aus der Sternschnuppen-Reihe wiederzutreffen. Aber vielleicht kommt das ja in einem der nächsten Bücher, denn das kündigt Katrin Koppold schon in den Danksagungen an. Ich bin gespannt und hoffe, dass sie ganz schnell weiterschreibt und uns noch viele tolle Bücher schenkt. Ich verschenke jetzt erstmal zwei ihrer Bücher zu Weihnachten.

Nicholas Drayson – Kleine Vogelkunde Ostafrikas

img_5849Ich liebe Vögel und so hat mich dieser Buchtitel doch sehr gelockt. Und tatsächlich erfährt man in Kleine Vogelkunde Ostafrikas von Nicholas Drayson auch so allerhand über die dort heimische Vogelwelt. Doch viel mehr geht es um Mr. Malik, ein älterer Herr, der sein geregeltes Leben liebt. Er ist älteren Semsters, hat sich zur Ruhe gesetzt und die Geschäfte seiner Tochter Petula überlassen. Jeden Dienstag Vormittag nimmt er an der Vogelwanderung teil, welche von Rose Mbakwa geleitet wird. Und in Rose ist Mr. Malik verschossen, doch das kann er kaum sich selbst gegenüber zugeben. Und so himmelt er Rose nur aus der Ferne an und überlegt immer wieder, wie er eine Einladung zu einem Ball formulieren kann.

Doch plötzlich wird er zum Handeln gezwungen, denn sein alter Freund oder Feind aus Schultagen, Harry Khan, taucht in Nairobi auf und beginnt Rose zu umwerben. Und auch er möchte Rose zu dem Ball einladen. Schnell ist klar, es kann nur einer eine Einladung aussprechen, denn sonst würde Rose in Verlegenheit gebracht werden. Im Club findet sich eine Lösung für dieses Problem, ein Wettstreit wird ausgerufen. Der Gewinner darf Rose zum Ball einladen.

Und so beginnen Mr. Malik und Harry Khan Vögel zu zählen, denn genau darum geht es in dem Wettstreit. Von jeder Art wird ein Exemplar gewertet, es geht also darum möglichst viele Arten zu finden. Die Regeln sind streng, keine Hilfsmittel erlaubt. Mr. Malik geht relativ gelassen an die Sache ran, ja vielleicht sogar etwas naiv. So kommt es auch, dass ihm im Verlauf des Buches sein Auto gestohlen wird und kaum das er es wieder hat von Verbrechern die Scheibe und die Reifen zerschossen werden.

Es ist ein kurzweiliges Buch um einen netten Protagonisten. Mr. Malik ist eigen, aber auf eine ganz besondere Art. Manchmal möchte man fast schreien, weil er sich so wenig Mühe gibt den Wettstreit zu gewinnen. Aber genau das ist seine Art und genau das muss man als Leser akzeptieren.

Nebenbei erfährt man einiges über die Vogelwelt Ostafrikas. Mir war überhaupt nicht bewusst was für schöne Vögel dort leben und in welch eine Vielzahl sie dort vorkommen. Eigentlich hatte ich immer vor mal in den Amazonas oder nach Australien zu reisen um Papageien oder Nymphensittiche in freier Wildbahn zu sehen. Jetzt hätte ich noch ein Ziel mehr, die Vögel dort sind sicherlich auch eine Reise wert.

Rafael Eigner – Kammerflimmern und Klabusterbeeren

img_5847Noch ein Buch, mit dem ich mir etwas schwer getan habe, war Kammerflimmern und Klabusterbeeren von Rafael Eigner. Eigentlich ist es eine schöne Geschichte, die er dort erzählt und auch der Einblick in das Leben eines Notarztes in der Notaufnahme ist spannend, doch so ganz warm bin ich mit den beiden Protagonisten Benny und Ricky nicht geworden.

Benny wacht nach einer Nacht mit zu viel Alkohol in seinem Bett mit einer frisch genähten Wunde an der Stirn auf. In seinem Bad findet er eine blutige Slipeinlage, seine Klamotten liegen ordentlich gefaltet auf einem Stuhl, das letzte Kaffeepad ist verbraucht und sein Buch ist weg. Außerdem findet er einen kurzen Brief von einer Ricky, kann sich aber auf nichts einen Reim machen, da er sich an nichts mehr erinnern kann. Seine Vermieterin und sein Freund Dobro, die beide in den Wohnungen unter ihm wohnen, können ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Doch Benny erfährt erst nach einigen Wochen was genau passiert ist, denn so lange dauert es bis Ricky sich bei ihm meldet.

Aus einem ersten langen Telefonat mitten in der Nacht und mit zu viel Alkohol entspinnt sich zwischen den beiden eine Liebesgeschichte. Doch die beiden sind nicht an einem Ort, denn Ricky ist erst vor kurzem von Stuttgart nach Mallorca gezogen. So telefonieren die beiden und tauschen fast dauerhaft Nachrichten aus, Benny hat eigentlich nur noch sein Handy in der Hand.

Nebenbei erfährt man einiges über Bennys Leben als Arzt in der Notaufnahme. Manchmal finde ich es ein wenig grenzwertig, wie er mit den Patienten umgeht. Wahrscheinlich braucht es aber eine gehörige Portion Humor um dort zu arbeiten. Nicht unbedingt wegen der schlimmen Fälle sondern wegen all der Menschen, die nicht mehr erkennen, dass ihr Wehwehchen kein Fall für die Notaufnahme ist.

Leider bin ich mit Benny und Ricky und vor allem dem Humor der beiden nicht so richtig warm geworden. Benny hat auch zwei sehr widersprüchliche Seiten. Zum einen ist er der lustige Clown, der jedem einen blöden Spruch reindrückt. Zum anderen ist er aber sehr sentimental, liest viel, spielt romantische Lieder auf der Gitarre und singt. Das passt manchmal nicht so ganz zusammen.

Alles in allem ist es ein nettes Buch, das durch die vielen Textnachrichten ein bisschen länglich geworden ist. Mir hat es eindeutig zu lange gedauert, bis Rafael Eigner auf den Punkt gekommen ist. Viele der Nachrichten hätten auch nicht sein müssen. Sicherlich gibt es aber viele Menschen, denen gerade das gefällt, ich gehöre eher nicht dazu.

Petra Dalquen – Küssen Inder anders?

img_5848Ein Buch, an dem ich wirklich lange gelesen habe war Küssen Inder anders? von Petra Dalquen. Ich hatte etwas ganz anderes erwartet anhand des Klappentextes, mir war nicht klar, dass es um Frauen geht, die schon in Rente sind. Finde ich an sich nicht schlimm, gibt dem Buch aber eine ganz andere Richtung. Nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich sehr junge Frauen erwartet.

Doch ganz so schlecht war das Buch nicht, ich brauchte nur eine Weile um hereinzukommen und das hat gedauert. Anscheinend lese ich langsamer, wenn mir ein Buch nicht gefällt, oder es fühlt sich langsamer an. Der erste Teil des Buches, in dem der Leser die Frauen kennenlernt und einiges über sie erfährt war auch sehr hölzern geschrieben. Die Damen wollten mir auf den ersten Blick nicht sympathisch werden.

Die sechs Freundinnen Babette, Leo, Joe, Anna-Marie, Francine und Bernarda treffen sich regelmäßig zum Karten spielen. Anscheinend spielen sie um Geld, das in eine gemeinsame Kasse fließt und es scheint einiges an Geld zu sein. Am Ende der Spielrunde wird das Geld auf den Kopf gehauen. Die letzte muss eine Aufgabe erfüllen und darf dann bestimmen, was mit dem Geld passiert. Diesmal ist es Francine und sie beschließt sich und dem Großteil der Gruppe einen großen Wunsch zu erfüllen, eine Yogarundreise durch Indien. Alle sind begeistert, nur Bernarda nicht.

Bernarda ist eine sehr unsympathische Frau, bei der man sich fragt, warum sie sich eigentlich mit Menschen umgibt, die sie absolut nicht leiden kann. Im Laufe des Buchs erfährt man schließlich was Bernarda in ihrem Leben passiert ist und sie ändert sich schlagartig. Für mich nicht ganz glaubwürdig. Trotzdem entwickelt sich ihre Geschichte zu einer der schönsten des Buches.

Auch Francine hat ein Geheimnis, das sie lange vor ihren Freundinnen geheim hält. Das ist ein bisschen schade, denn ich bin der Meinung, dass sie ihre guten Freundinnen schon viel früher viel intensiver an ihrer Seite gebraucht hätte. Leider haben aber viele Menschen mittlerweile solch eine Einstellung. Sie wollen alles mit sich alleine ausmachen und ja niemanden mit ihren Sorgen belasten oder gar um Hilfe bitten.

Alles in allem ist es ein nettes Buch an dem sicherlich Menschen, die selbst Yoga machen und sich in diesem Bereich auch etwas besser auskennen, ihren Spaß haben. Leider ist der Schreibstil etwas hölzern und die Figuren sind sehr stereotyp und bleiben flach. Das ist schade, man hätte sicherlich mehr aus der Geschichte machen können.

Lesemonat November

„Nur“ sechs Bücher habe ich im November gelesen. Das liegt zum einen daran, dass mein Mann mich öfter mal nach der Arbeit auf halbem Weg abgeholt hat und ich somit auch nur die halbe Lesezeit hatte. Zum anderen lese ich an den aktuellen zwei Büchern grade ewig herum, weil sie beide nur so mittelmäßig sind und dann brauche ich leider immer länger.

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Begonnen habe ich diesen Monat mit Bill Bryson – Streifzüge durch das Abendland: Europa für Anfänger und Fortgeschrittene. Erwartet hatte ich einen lustigen Reisebericht, hatte vorher auch noch nie ein Buch von ihm gelesen, aber viel von ihm gehört. Leider war es das gar nicht. Viel mehr hatte man das Gefühl, dass ein gefrusteter Mann die Reise wiederholt, die er in seiner Jugend schon einmal gemacht hat. Nur diesmal findet er überall das Haar in der Suppe, außer in Rom vielleicht.

 

 

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In Ellin Carsta – Die heimliche Heilerin und der Medicus erfuhr man, wie das Leben von Madlen weiterging. Mir hatte der erste Band sehr gut gefallen, habe ich doch im Bereich historische Romane einen recht hohen Anspruch, als Fan von Rebecca Gablé. Jedoch war der zweite Teil sehr viel schwächer, die Geschichte blieb flach und die Figuren handelten alle sehr vorhersehbar. Gerade die Geschichte um Johannes hätte es nicht gebraucht. Viel spannender wäre es gewesen etwas mehr über die italienischen Medicus-Schulen zu erfahren, an welchen auch Frauen an Vorlesungen teilnehmen durften.

 

img_5805Mein Highlight diesen Monat, wenn nicht sogar diesen Jahres war Julia Dibbern und Nicola Schmidt – Slow Family. Es ist einfach ein wundervolles Buch, das nicht den Zeigefinger erhebt und uns vorschreibt wie wir mit unseren Kindern zu leben haben. Vielmehr ist es ein Buch, dass uns zeigt, dass es auch anders gehen kann und ganz viele Ideen für ein entschleunigtes und entspanntes Leben mit Kindern enthält. Ich nehme aus diesem Buch sehr viel mit, weiß auch, dass ich es bald noch einmal lesen muss, um alles aufzunehmen. Manchmal sind es einfach die kleinen Dinge, die das Leben besser machen. Dieses Buch schafft das auf jeden Fall.

 

img_5808-kopieVirginia Fox – Rocky Mountain Race erzählt die Geschichte von Becca und Adrian, aber auch die von Toby und Melissa. Man kehrt mal wieder nach Independence zurück, die liebenswerte Kleinstadt mitten in den Rocky Mountains. Die Geschichte von Becca und Adrian war vielleicht nicht die beste, aber Becca gefällt mir, Adrian weniger. Etwas schade fand ich, dass Melissa und Toby kein eigener Band gewidmet ist, man hätte aus ihrer Geschichte sicherlich noch so einiges machen können. Andererseits ist dies mal ein Paar, dass ohne viel Drama zusammengekommen ist und wahrscheinlich einfach nur glücklich sein darf.

 

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In Nele Neuhaus – Wer Wind sät ermittelt man endlich wieder zusammen mit Pia und Bodenstein. Diesmal verliert Bodenstein ein wenig den Boden unter den Füßen, aber das passt zu ihm und ist nur konsequent nach seiner unglücklichen Trennung. Ich mag die Bücher von Nele Neuhaus einfach nur gerne. Sie schreibt unheimlich gut, auch wenn mir diesmal etwas früher klar war, wer hier ein falsches Spiel spielt. Trotz allem könnte genau das so hier in der Nähe passieren. Ich bin schon sehr auf die nächsten Bände gespannt.

 

 

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Lea Streisand – Im Sommer wieder Fahrrad durfte ich vorablesen, obwohl ich festgestellt habe, dass es so spät zugesendet wurde, dass das vorab schon gar nicht mehr gestimmt hat. Lea Streisand schreibt in diesem Buch über ihre Krebserkrankung und das sehr offen und ehrlich. Und genau das ist auch gut so, denn es ist wichtig, dass die Betroffenen kein Blatt vor den Mund nehmen. Natürlich ist es für die Umwelt nicht leicht mit solch einer schlimmen Krankheit konfrontiert zu werden, es ist aber viel schlimmer für den Betroffenen. Gleichzeitig erzählt das Buch die Geschichte von Lea Streisands Großmutter, eine Frau, die sie sehr bewundert. Erstaunlicherweise passt das beides zusammen, so dass ein sehr rundes Buch entstand. Nur der Preis ist mir etwas zu hoch.