Michelle Schrenk – Wann immer ich die Sonne sehe

Michelle Schrenk hat mit Wann immer ich die Sonne sehe wieder einen neuen und sehr berührenden Roman geschrieben. Es gelingt ihr mal wieder Trauer und Glück zu verbinden und zu zeigen, dass nach Regen immer wieder Sonnenschein kommt.

 

Inhalt

Mia ist traurig und vergräbt sich in ihrer Wohnung. Das Leben ist ungerecht, denn es hat ihr ihre große Liebe Kai genommen. Kai, der so lebenslustig war und immer das positive gesehen hat. Bevor er gestorben ist hat er ihr einen Sonnenanhänger geschenkt. Dieser soll sie daran erinnern, dass er immer besonders dann bei ihr ist, wenn Mia die Sonne sieht.

Doch dann kommt es noch schlimmer, Mia verliert ihren Job und der Vermieter kündigt ihr die Wohnung wegen Eigenbedarf. Ihren Freundinnen gelingt es nicht mehr Mia aufzufangen. Doch dann begegnet sie Hannes, immer wieder wie durch Zufall. Ständig ist er genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Doch Mia will sich nicht auf Hannes einlassen. Denn das bedeutet für sie auch Kai loszulassen, ja es fühlt sich fast wie ein Verrat an Kai an.

Doch Hannes bleibt ein Teil von Mias Leben und reicht ihr immer wieder die Hand. Dazu hat sie zwei wunderbare Freundinnen, die in jeder Lebenslage für sie da sind, ihr den nötigen Tritt in den Hintern verpassen, sie aber auch immer wieder auffangen. Und die sie in ihrer Trauer begleiten.

 

Meine Meinung

Ich mag die Bücher von Michelle Schrenk sowieso sehr gerne, so dass es hier leicht war mich wieder zu überzeugen. Es gelingt ihr in dem Buch ein so sensibles Thema wie den Verlust des geliebten Partners zu thematisieren, ohne extrem kitschig zu werden oder ein riesengroßes Drama zu inszenieren. Sie zeigt, dass Trauer Raum und Zeit braucht und auch, dass sich Trauer verändert mit der Zeit.

Natürlich möchte man als Leser immer wieder schreien und Mia sagen, dass sie sich doch jetzt einfach mal nur zusammenreißen muss, denn das Leben schenkt ihr so viele wunderbare Chancen. Doch genau das ist für einen trauernden Menschen gar nicht so leicht zu sehen. Und so ist es toll, dass Mia wundervolle Freundinnen haben, die sie tragen. Solche Freunde braucht ein jeder.

 

Fazit

Ein tolles Buch über Liebe und Freundschaft und über die Chancen, die einem das Leben schenkt. Und ein Buch, dass uns zeigt, dass nach Regen immer wieder Sonnenschein kommt, wenn wir die Sonne denn auch sehen wollen.

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Hannah Siebern – Barfuß durchs Leben

Hannah Siebern hat mit Barfuß durchs Leben ihre Barfuß-Reihe fortgesetzt, was mich sehr freut, denn ich lese ihre Bücher sehr gerne. Diesmal erzählt sie die Geschichte von Jannas kleinem Bruder Max, sowie von Jacky, Saskias Pflegekind. Aber auch die Geschichte von Saskia und Matze, die die beiden Hauptfiguren im vorherigen Band waren, wird weitererzählt und ist natürlich eng mit Jackys Geschichte verbunden.

 

Inhalt

Jackys Freund macht (mal wieder) per Telefon mit ihr Schluss. Doch diesmal ist es noch schlimmer, denn Jacky hat einen Haufen Probleme am Hals, ziemlich schwerwiegende Probleme. Und was macht eine völlig überforderte Jugendliche, wenn sie nicht mehr weiter weiß und sowieso in ihrem Leben kaum Unterstützung erfahren hat? Sie versucht den ganzen Mist zu beenden. Doch so weit kommt es gar nicht, denn sie trifft vorher auf Max, den kleinen Bruder von Janna, die die Hauptperson im ersten Band der Reihe ist und in den Folgebänden immer wieder eine Rolle spielt.

Max ist eigentlich gar nicht der Typ, der sich für andere interessiert. Am Liebsten hat er seine Ruhe und lebt sehr zurückgezogen in einer Hütte mitten im Wald. Etwas schrullig für einen jungen Mann, doch Max ist endlich glücklich mit seinem Leben. Doch Jacky löst irgendwas in ihm aus und so bietet er ihr seine Hilfe an.

Fortan hat Max Jacky „an der Backe“, sie wirbelt sein Leben ordentlich durcheinander und sieht zu, dass er sich aus dem Haus traut und wieder unter Menschen geht. Aber auch Max tut Jacky gut und hilft ihr all ihre Probleme anzugehen, auch wenn er sie nicht für sie lösen kann. Nur eins möchte Max auf keinen Fall, sich in Jacky verlieben.

 

Meine Meinung

Wie eingangs bereits geschrieben, bin ich ein Fan von Hannah Siebern und ihrer Barfuß-Reihe und so konnte sie mich auch mit diesem Band überzeugen. Jacky war mir noch im Vorgängerband unsympathisch, auch wenn ich Mitleid mit ihr und ihrer Situation hatte. In diesem Band hat sie aber sehr an Tiefe gewonnen und der Leser hat einen tiefen Einblick hinter die Fassade bekommen.

Auch Max ist auf den ersten Blick ein komischer Vogel, kein Mensch mit dem man sich länger beschäftigen möchte. Und doch lernt der Leser ihn im Verlauf des Buches sehr zu schätzen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass Hannah Siebern mit diesem Buch auf Menschen aufmerksam macht, die es nicht so leicht haben im Leben und die im ersten Moment auf uns abstoßend wirken, weil wir uns nicht mit fremden Problemen belasten wollen. Ein Blick hinter die Fassade lohnt aber in vielen Fällen. Es ist so wichtig einen Menschen nicht wegen seines Aussehens oder seines oberflächlichen Auftretens zu verurteilen.

 

Fazit

Definitiv ein Buch für die „Gerne gelesen“-Kategorie, denn Hannah Siebern schreibt wunderbare Bücher, die tiefe Einblicke in das Leben von Menschen ermöglichen. Und die uns die Augen öffnen.

Nicholas Drayson – Kleine Tierkunde Ostafrikas

In Kleine Tierkunde Ostafrikas erzählt Nicholas Drayson die Geschichte von Rose Mbikwa und Mr. Malik weiter. Und natürlich aller anderer Menschen, die man im ersten Buch kennengelernt hat und schnell mit ihren teilweise recht schrulligen Eigenarten ins Herz geschlossen hat.

 

Inhalt

Rose Mbikwa kehrt nach dem Tod ihres Vaters nach Nairobi zurück, Mr. Malik ist immer noch genauso verliebt in sie, wie vor ihrer Abreise. Doch auch Harry Khan ist wieder in der Stadt und macht Rose schöne Augen. Mr. Malik weiß eigentlich, dass er gegen Harry Khan keine Chance hat.

Doch es scheint als wäre da sein kleinstes Problem, denn in Nairobi läuft einiges schief, was nicht zuletzt an den sehr korrupten Politikern liegt. So erstaunt es nicht, dass Mr. Maliks Kollumne nicht weiter erscheinen darf und die ganze Zeitung sogar ihre Zulassung verlieren soll. Doch dann verschwindet auch noch die Zulassungsurkunde des Assadi Clubs, Mr. Maliks zweiter Heimat. Dem Club droht die Schließung, das Gebäude soll abgerissen werden. Harry Khan versucht die Mitglieder zu trösten, ihm ist das Land rund um den Club angeboten worden, um dort ein riesiges Einkaufszentrum zu bauen. In diesem könne er den Mitgliedern des Assadi Clubs sicherlich einen kleinen Bereich zur Verfügung stellen. Mr. Malik setzt alles daran, dass dies nicht passiert.

Man könnte meinen, dass er damit schon ausgelastet genug ist, doch nebenbei organisiert er noch die jährliche Clubsafari inklusive Überraschung und versucht die Hochzeit seiner Tochter zu organisieren. Die kann sich aber nicht wirklich festlegen, vor allem nicht auf den zukünftigen Bräutigam.

 

Meine Meinung

Wie auch schon der erste Band plätschert die Geschichte so vor sich hin, ist dabei aber nie langweilig. Selbst die Diskussionen im Club zwischen Mr. Maliks Freunden sind diesmal recht unterhaltsam und interessant.

Mr. Malik ist ein Mensch, von dem sich jeder eine Scheibe abschneiden kann. Er hat eine unglaublich positive Lebenseinstellung und ist völlig selbstlos. Dass seine Tochter gefühlt alle drei Minuten ihre Meinung zu ihrer Hochzeit ändert nimmt er genauso hin, wie das Ende seiner Kollumne oder die ewig unerreichbare Rose Mbikwa. Er beklagt sich selten und versinkt nicht in Selbstmitleid, sondern versucht der gesamten Situation etwas positives abzugewinnen und eine, für alle Beteiligten, gute Lösung zu finden.

Diesmal ist es nicht die Vogelwelt, sondern, wie der Titel schon verrät, die Tierwelt Ostafrikas, die der Autor in der Geschichte dem Leser näher bringt. Dabei geht es nicht unbedingt um die Big Five (hier sind sich die Assadi Club Mitglieder auch uneinige, welche nun dazu gehören und welches das gefährlichste ist), sondern auch um kleine und unscheinbare Wesen, die der Leser vielleicht vorher noch gar nicht kannte.

 

Fazit

Ein Buch, dass sich gut und schnell lesen lässt über einen Menschen, der das Leben so nimmt, wie es kommt. Nebenbei gibt es noch einen Einblick in die Tierwelt Ostafrikas und in die Politik in Nairobi.

Simone Glueck – Alien Parenting – Das völlig verrückte Leben mit High-Need-Kindern: Schatz du musst noch die Enten holen

Auf das Buch Alien Parenting von Simone Glueck bin ich über die Schreibaby-Gruppe auf Facebook aufmerksam geworden, denn Simone ist dort selbst Mitglied und schreibt von ihren Erfahrungen. Solche Bücher machen mich neugierig, denn ich will wissen, wie es anderen Eltern mit Schreibabys erging. Doch das ist gar nicht so richtig Thema dieses Buches, auch das Thema High-Need kommt für mich nur versteckt vor, denn mir erscheint ihr Sohn Julian als ein ganz normales Kind. Das mag nun vielleicht daran liegen, dass ich selbst so einen Wirbelwind daheim habe.

Zu Beginn hat mich das Buch etwas verärgert, denn Simone Glueck schreibt lang und breit über ihre Erfahrungen in Pekip- und ähnlichen Kursen. Sie war immer der Alien, die Mutter, die es anders gemacht hat. Denn alle anderen Mütter haben natürlich ab dem vierten Monat Brei gefüttert, kaum oder gar nicht gestillt, nicht getragen und windelfrei fanden die alle doof. Auch die Kursleiterinnen sind unsensibel und kennen sich mit all diesen Themen nicht aus. Es mag sein, dass sie wirklich solche Erfahrungen gemacht hat, ich finde sie aber sehr übertrieben und sehr abwertend geschrieben gegenüber Müttern, die es anders machen. Vielleicht machen sie es grade anders, weil sie es nicht besser wissen. Oder einfach, weil sie denken, dass dies der beste Weg für sie ist.

 

Inhalt

Simone Glueck erzählt unzusammenhangslos Anekdoten aus ihrem Alltag mit zwei Kindern. Ihr Sohn Julian ist bei der Geburt seiner Schwester Lotta drei Jahre alt und manchmal immer noch sehr fordernd, eben typisch High-Need-Kind und ehemaliges Schreikind. Doch Lotta ist zum Glück ganz anders, ein ruhiges und ausgeglichenes Kind, welches bei einer schönen Hausgeburt zur Welt kam. Auch der Geburtsbericht findet Platz in diesem Buch und passt wunderbar hinein.

Doch auch viele andere lustige Geschichten finden in dem Buch Platz. So wird das Abholen der Nummernschilder zu einem wahren Kraftakt bei dem am Ende nicht nur die Mutter, sondern auch die Oma nass geschwitzt sind und das gesamte Amt sich wahrscheinlich wünscht, Familie Glueck möge nie wieder ein Auto anmelden.

Meine absolute Lieblingsgeschichte ist die von der Nuss in der Nase. So tragisch die Situation wahrscheinlich zwischendrin war, Simone Glueck gelingt es ruhig zu bleiben und es hinterher mit einem zwinkernden Auge zu erzählen.

 

Meine Meinung

Leider ist das Buch für meinen Geschmack sehr wirr geschrieben, doch genau so scheint Simone Glueck zu sein, chaotisch und immer auf der Suche nach etwas neuem. Das macht sie zwar sympathisch, das Buch dadurch aber nicht einfacher zu lesen. Vor allem wenn sich Geschichten wiederholen.

Ob die Welt nun genau auf dieses Buch gewartet hat wage ich zu bezweifeln. Trotzdem ist es eine kurzweilige Lektüre für alle Eltern mit Kindern, egal ob High-Need oder nicht. Denn in so vielen Situationen erkennt man sich wieder und kann mit Familie Glueck mitlachen.

Mir macht es vor allem Mut zu hören, dass das Leben mit einem High-Need-Kind und einem zweiten Baby durchaus meisterbar ist. Und ich lese furchtbar gerne über andere Kinder, die genau wie die Tochter kleine Persönlichkeiten sind, die genau wissen, was sie wollen.

 

Fazit

Wer kein Problem mit dem wirren Schreibstil hat und ein selbst bedürfnisorientiert mit den Kindern lebt, wird an diesem Buch viel Freude haben.

Daphne Unruh – Fliedertraum

Auch Fliedertraum von Daphne Unruh spielt in der magischen Welt, die sie schon in den Zauber der Elemente-Reihe geschaffen hat. Das Buch spielt völlig unabhängig von dieser Reihe, es fällt aber sicher leichter es zu lesen, wenn man die anderen Bücher kennt.

Inhalt

Laura ist in der magischen Blase von Köln zuhause und dort aufgewachsen. Sie kennt die reale Welt nur aus Erzählungen ihrer Mutter und anderer Bewohner, denn sie kann die Blase nicht verlassen. Leider hat sie bis heute keine magischen Fähigkeiten ausgebildet, sollte dies bis zu ihrem 20. Geburtstag nicht passieren, wird sie für immer in der Blase bleiben müssen und nie die reale Welt kennenlernen. Doch genau das wünscht sie sich so sehr.

Durch einen merkwürdigen Zufall gelingt es Laura in die reale Welt zu kommen. Doch dort ist nicht alles einfach, die Schwierigkeiten fangen erst an, denn sie erfährt, dass sie eine Zwillingsschwester hat und wer ihr Vater ist. Laura wird in eine Welt katapultiert, die ihr fremd ist und in der sie sich nur schwer zurecht findet. Und dann ist da ja auch noch Fabio, den sie so sympathisch findet, den aber ihre Zwillingsschwester so gar nicht ausstehen kann.

Als wenn das nicht alles schon kompliziert genug ist, gerät auch noch die magische Blase von Köln in Gefahr. Keiner weiß, wie die Blase zu retten ist und Laura droht ihre Welt und ihr Zuhause zu verlieren.

Meine Meinung

Dieses Buch ist ganz anders, als die anderen Bücher, die in der magischen Blase spielen und hat doch sehr viele Ähnlichkeiten. Mir gefällt die Kölner Blase wesentlich besser als die Berliner, da die Bewohner dieser Blase sehr viel sympathischer erscheinen und auch die Blase eine wundervolle Welt zu sein scheint.

Lauras Zerrissenheit kann ich gut nachvollziehen. Natürlich will sie dazu gehören und auch wie alle anderen zwischen den Welten reisen können. Ich verstehe auch ihre Neugier, nicht nur auf die reale Welt sondern auch auf ihre Herkunft. Schade finde ich nur, dass sie diese Welt in Gefahr bringt und sehr egoistisch handelt.

Fazit

Dieses Buch von Daphne Unruh ist eine schöne Ergänzung zu den Zauber der Elemente-Büchern und gibt einen anderen Blick auf die magische Welt, die sie erschaffen hat.

Mella Dumont – Isle of us

Mit dem zweiten Band der Siebenstern-Dystopie Isle of us kehrt der Leser gemeinsam mit Fallah an die Akademie der Siebensterne zurück.

Inhalt

Fallah versucht weiterhin gemeinsam mit Marcus die Wahrheit ans Licht zu bringen und die aktuelle Regierung zu stürzen. Doch damit löst sie die zweite rote Revolution aus, ein Bürgerkrieg tobt durch das Land. Für Fallah wird es immer schwieriger, weiß sie doch nicht, wer Freund und wer Feind ist. Immer mehr Verbündete tauchen auf, weitere Verbindungen werden aufgedeckt und Hinterhalte gelegt. Fallah, Marcus und die anderen Kandidaten geraten immer wieder in brenzlige Situationen, denn irgendwer versucht sie alle auszuschalten.

Doch Fallah und auch Marcus sowie Jace geben nicht auf und kämpfen weiter für ein gerechteres Leben für alle. Unverhoffte Hilfe bekommen sie dabei von Menschen, von denen sie es nie gedacht haben. Andere dagegen fallen ihnen in den Rücken.

Fazit

Mella Dumont gelingt es eine Fortsetzung zu schreiben, die noch rasanter ist, als der erste Teil. Immer mehr Verbindungen und Verstrickungen tun sich auf. Irgendwann weiß selbst der Leser nicht mehr, wer nun zu den Guten gehört.

Das Ende hat mich jedoch nicht wirklich zufrieden gestellt. Der letzte Kampf wurde viel zu einfach und zu schnell gewonnen und das ganze Land war plötzlich wieder friedlich.

Nachdenklich macht dieses Buch auf jeden Fall. Es zeigt, was passieren kann, wenn einzelne Personen ihre Macht ausüben. Und es zeigt auch, welche Macht die Masse haben kann.

Ganz klar eine Leseempfehlung.

Mella Dumont – Isle of Seven

Von Mella Dumont habe ich die Colors of Life-Reihe gelesen und mochte die Bücher recht gerne, auch wenn mir nicht immer alle Charaktere sympathisch waren. Isle of Seven und auch der zweite Band der Siebenstern-Dystopie Isle of Us hörten sich vom Klappentext nach einer ganz anderen Welt an, aber nicht weniger spannend.

 

Inhalt

Falah ist eine junge Frau, die immer erst an andere denkt, bevor sie an sich denkt. So bringt sie sich in unglaubliche Schwierigkeiten als sie ihrem Nachbarn und Ziehvater Punkte für den Zahltag zuschummelt, damit dieser nicht unter die Linie gerät und ein sogenannter Red Ball wird. Doch anstatt einen Prozess und am Ende die Abstufung zu Red Ball zu durchlaufen, wird Falah auf die Akademie der Siebensterne berufen und erhält Platinstatus, den höchsten Status in ihrer Gesellschaft.

Auf dem Weg zur Akademie lernt sie Markus kennen und freundet sich recht schnell mit ihm an. Markus ist durch und durch Techniker und möchte herausfinden, was es mit der Insel der Siebensterne und dem Mythos um sie auf sich hat. Er weiht Fallah in seine Pläne ein und gemeinsam planen sie, wie sie die Geheimisse aufdecken können.

Falah wird schnell zu einer Symbolfigur in einer aufkommenden Revolution, denn sie ist das hilfsbereite Mädchen der Massen, dass es geschafft hat die Wahrheit aufzudecken. Doch für sie ist das alles nicht unbedingt gut, denn sie erkennt, dass sie mit ihrem Handeln nicht immer nur für Gutes gesorgt hat.

 

Meine Meinung

Die Idee dieser Utopie finde ich sehr spannend. Es gibt keine genauen Angaben wann dieses Buch spielt, jedoch deutet vieles darauf hin, dass wir uns ca. im Jahr 2100 befinden, nach einem Ölkrieg und in einer Welt mit unglaublicher Ressourcenknappheit. England hat sich vom Rest der Welt abgespalten und ein eigenes Wertesystem eingeführt. Die Reichen profitieren, die Armen werden oft noch ärmer und müssen um ihr Überleben kämpfen.

Um den Menschen Mut zu machen wird ein Mythos um die Siebensterne aufrecht erhalten, der aber unglaublich viele Lügen und Intriegen enthält. Siebensterne sind Wissenschaftler, die das Land voranbringen, aber ohne Verbindung zur restlichen Welt auf einer einsamen Insel leben und arbeiten.

Falah ist mir sympathisch und besonders gut gefällt mir, dass sie auch mal scheitert und nicht die glänzende Symbolfigur ist. Sie ist eine normale junge Frau, die vielleicht etwas zu neugierig ist, manchmal etwas naiv und die vor allem einen unglaublich ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat.

Ein wenig erinnert mich Falah an Katniss aus den Tributen von Panem und doch ist sie wieder ein ganz anderer Typ. Auch das Punktesystem und die Zonen erinnern an die Welt von Katniss.

 

Mein Fazit

Meiner Meinung nach ist diese Reihe die bisher beste von Mella Dumont. Mich hat sie mit der Geschichte und der Welt die sie erschaffen hat absolut überzeugt. Für Leser, die die Tribute von Panem mochten, ist dieses Buch auf jeden Fall empfehlenswert.

Simona Dobrescu – Verdammt.Verliebt

Das letzte Buch, dass ich mir für die #5weeks5books-Lesechallenge rausgesucht hatte, war leider so gar nicht mein Fall. Verdammt.Verliebt von Simona Dobrescu ist verdammt lang und zieht sich wie Kaugummi.

 

Inhalt

Nachdem ihre Eltern und ihre kleine Schwester bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen, zieht Mimi zu ihrer Tante Maddy nach Kalifornien. Dort ist sie heimisch, denn sie hat jeden Sommer dort verbracht. Ihre beiden besten Freunde Drew und Abby wohnen in dem kleinen Ort und versuchen sie aufzufangen. Das gelingt ihnen erst nicht so gut, doch mit dem neuen Schuljahr traut sich Mimi auch in die Schule und trifft dort sehr schnell auf Morgan, der Mädchenschwarm und gefeierte Quaterback des Football-Teams.

Doch irgendetwas stimmt nicht, denn sie erlebt furchtbares, sobald Morgan in ihrer Nähe ist. Höllische Hunde verfolgen sie und sie erleidet unglaubliche Schmerzen. Doch alles scheint nur in ihrem Kopf zu passieren, keiner ihrer Freunde bemerkt es. Erst ein Gespräch mit Morgans Schwester Brooke schafft Klarheit, denn Morgan und sie kommen sozusagen direkt aus der Hölle, denn ihr Vater ist Luzifer persönlich.

Schnell wird klar, dass Mimi die Frau an Morgans Seite ist und so lässt sie sich auf ihn und sein verschwenderisches Leben ein. Sie trainiert hart, um die Nachfolgerin von Morgans Mutter zu werden, vergisst dabei aber völlig wer ihre Freunde sind und wer sie eigentlich ist.

 

Meine Meinung

Dass das erste Kapitel sehr zäh werden würde, hatte ich schon vor dem Lesen in einigen Amazon-Rezensionen erfahren. Und es war zäh, ich hab ganze zwei Abende gebraucht es zu lesen und am zweiten meinem Mann vorgejammert, wie schrecklich es ist, ich es aber nicht weglegen will, weil so viele Leute immer wieder schreiben, dass es ein gutes Buch ist. Ich persönlich finde es einen sehr unglücklichen Start, der sicherlich den ein oder anderen Leser vergraulen wird.

Für meinen Geschmack wurde es auch anschließend nicht besser. Mimi ist oberflächlich, Morgan noch viel mehr. Es geht nur um Schönheit und Geld, Frauen sind Weibchen, die sich aufhübschen, aber sonst nicht viel können. Männer sind stark und überlegen. So ein richtig klassisches, ätzendes Rollenbild.

Dass ich Morgan nicht mag, kann sich wahrscheinlich jeder denken. Aber auch Mimi fand ich einfach nur ätzend. Sie gibt alles für Morgan auf und verrät alle ihre Freunde, die ihr in jeder Lebenslage zur Seite standen und von denen sie noch ein paar Seiten vorher behauptet, dass sie für sie die wertvollsten Menschen überhaupt sind.

Auch der Schreibstil sagt mir nicht zu. Simona Dobrescu hat Literatur studiert und scheint das in ihren Büchern einfliesen lassen zu wollen. Die Sätze sind verschachtelt und kompliziert geschrieben. Manchmal bekommt man das Gefühl. sie versucht ein Fremdwort zu finden, damit es besser klingt oder sie mehr Wörter produzieren kann. Störend auch, die langen Dialoge, die die Handlung überhaupt nicht voran gebracht haben.

 

Fazit

Schade, die Idee des Buches war gut, das Buch hingegen war so gar nicht mein Geschmack. So ist es auch kein Wunder, dass ich für die knapp 800 Seiten fast fünf Wochen gebraucht habe und somit an dieser Lesechallenge gescheitert bin.

 

Daphne Unruh – Regenbogenamsel

Als ich mir Regenbogenamsel von Daphne Unruh ausgeliehen hatte, dachte ich nicht, dass es mir so gut gefallen würde. Ich hatte die Zauber der Elemente-Reihe gelesen und war nicht von allen Teilen begeistert, mochte sie aber genug, um mir ein weiteres Buch von ihr auszuleihen. Ich bin absolut kein Computerspieler (nur mit einem verheiratet) und kann deswegen Spielen wie Lost City nichts abgewinnen. Dass das für das Buch relativ egal ist habe ich aber schnell gemerkt. Vorab, es hat mir wirklich gut gefallen.

Yuma hat grade ihr Abitur gemacht und möchte nun so schnell wie möglich zu ihrem Ferienjob an den Atlantik in Frankreich. Weg von daheim, wo sie Tür an Tür mit ihrem Stiefbruder Linus lebt, der ununterbrochen Computer spielt und nach Yumas Meinung ein Suchtproblem hat. Plötzlich taucht bei ihm auch noch Amon auf, ein zwielichtiger Typ, dem Yuma nicht traut. Sie ist sich sicher, dass die beiden irgendetwas illegales vor haben und spioniert Linus hinterher.

Doch so richtig illegal ist es nicht, denn Amon will Linus Zugang zu Lost City verschaffen, dem realen nicht dem Computerspiel. Doch Yuma fängt das Päckchen an Linus mit einem speziellen Armband ab und so landet sie an seiner statt in dem Spiel und ist erstmal in Gefahr. Doch Amon hilft ihr, obwohl er das gar nicht darf und gibt ihr dadurch eine Chance zu überleben. Schnell findet sich Yuma in der für sie völlig fremden Welt zurecht und schließt sich einer Gruppe an. Doch eigentlich will sie zu Amon, denn sie merkt, dass zwischen ihnen so viel mehr ist. Amon jedoch ist der Feind.

Die Idee, Menschen in ein Computerspiel zu bringen, ist nicht neu und trotzdem hier wirklich gut gemacht. Ich bin beim Lesen mit Yuma durch die Straßen von Lost City gelaufen und hatte ein genaues Bild der Stadt vor meinen Augen. Ihr Unwissen hat mir geholfen in die Geschichte und auch das Spiel reinzukommen.

Das Buch ist eine absolute Empfehlung, meinen Mann werde ich wohl drängen es zu lesen, denn das könnte ihm gut gefallen. Es geht zwar auch um Liebe, aber es geht auch um das Spiel, wie es sich verändert und wie es auf die echten Menschen reagiert.

Virginia Fox – Rocky Mountain Crime

Virginia Fox hat mit Rocky Mountain Crime bereits den 11. Band ihrer Rocky Mountain-Reihe veröffentlicht. Das tolle ist, dass sie ständig weiter schreibt und der nächste Band schon angekündigt ist.

In diesem Band erzählt sie die Geschichte von Valentina und Big A. Wer alle Bände gelesen hat kennt die beiden bereits aus der Geschichte um Cole und Avery, denn die beiden sind deren Geschäftspartner und gute Freunde, die mit ihnen nach Independence gehen um dort die Sicherheitsfirma zu eröffnen.

Valentina und Big A sind auch Freunde und Mitbewohner und manchmal eben auch mehr. Jedoch nur manchmal und gerade Big A scheint seine Geheimnisse zu haben, denn er verschwindet immer wieder spät Abends und will Valentina nicht sagen, was er tut. Sie ist sich sicher, dass er zu einer anderen Frau geht und ihr nicht genügt. Also beschließt sie Nägel mit Köpfen zu machen und zieht aus. Aber Big As Geheimnis lässt ihr keine Ruhe, vor allem nicht, nachdem sie entdeckt hat, dass sie auch ein ziemlich großes Geheimnis hat. Und so spioniert sie ihm nach und gerät dabei selbst sehr schnell in Gefahr.

Dieser Band gehört definitiv zu meinen Lieblingen, denn ich mag Valentina. Sie ist eine erwachsene Frau, die mitten im Leben steht und genau weiß was sie will. Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Natürlich ist sie irgendwann ziemlich leichtsinnig in ihren Aktionen, aber das gehört irgendwie zu dieser Geschichte dazu. Gut gefallen hat mir auch, dass es kein großes Drama gibt, sondern Big A und Valentina eine Beziehung auf Augenhöhe führen und nicht lange rumschmollen.

Auch hier erhält man wieder einen Einblick in das Leben der Bewohner von Independence und trifft sogar Luna-Maie wieder, was ich besonders toll fand. Ich bin gespannt, ob sie im nächsten Teil vielleicht eine etwas größere Rolle spielen wird.