Daphne Unruh – Regenbogenamsel

Als ich mir Regenbogenamsel von Daphne Unruh ausgeliehen hatte, dachte ich nicht, dass es mir so gut gefallen würde. Ich hatte die Zauber der Elemente-Reihe gelesen und war nicht von allen Teilen begeistert, mochte sie aber genug, um mir ein weiteres Buch von ihr auszuleihen. Ich bin absolut kein Computerspieler (nur mit einem verheiratet) und kann deswegen Spielen wie Lost City nichts abgewinnen. Dass das für das Buch relativ egal ist habe ich aber schnell gemerkt. Vorab, es hat mir wirklich gut gefallen.

Yuma hat grade ihr Abitur gemacht und möchte nun so schnell wie möglich zu ihrem Ferienjob an den Atlantik in Frankreich. Weg von daheim, wo sie Tür an Tür mit ihrem Stiefbruder Linus lebt, der ununterbrochen Computer spielt und nach Yumas Meinung ein Suchtproblem hat. Plötzlich taucht bei ihm auch noch Amon auf, ein zwielichtiger Typ, dem Yuma nicht traut. Sie ist sich sicher, dass die beiden irgendetwas illegales vor haben und spioniert Linus hinterher.

Doch so richtig illegal ist es nicht, denn Amon will Linus Zugang zu Lost City verschaffen, dem realen nicht dem Computerspiel. Doch Yuma fängt das Päckchen an Linus mit einem speziellen Armband ab und so landet sie an seiner statt in dem Spiel und ist erstmal in Gefahr. Doch Amon hilft ihr, obwohl er das gar nicht darf und gibt ihr dadurch eine Chance zu überleben. Schnell findet sich Yuma in der für sie völlig fremden Welt zurecht und schließt sich einer Gruppe an. Doch eigentlich will sie zu Amon, denn sie merkt, dass zwischen ihnen so viel mehr ist. Amon jedoch ist der Feind.

Die Idee, Menschen in ein Computerspiel zu bringen, ist nicht neu und trotzdem hier wirklich gut gemacht. Ich bin beim Lesen mit Yuma durch die Straßen von Lost City gelaufen und hatte ein genaues Bild der Stadt vor meinen Augen. Ihr Unwissen hat mir geholfen in die Geschichte und auch das Spiel reinzukommen.

Das Buch ist eine absolute Empfehlung, meinen Mann werde ich wohl drängen es zu lesen, denn das könnte ihm gut gefallen. Es geht zwar auch um Liebe, aber es geht auch um das Spiel, wie es sich verändert und wie es auf die echten Menschen reagiert.

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Virginia Fox – Rocky Mountain Crime

Virginia Fox hat mit Rocky Mountain Crime bereits den 11. Band ihrer Rocky Mountain-Reihe veröffentlicht. Das tolle ist, dass sie ständig weiter schreibt und der nächste Band schon angekündigt ist.

In diesem Band erzählt sie die Geschichte von Valentina und Big A. Wer alle Bände gelesen hat kennt die beiden bereits aus der Geschichte um Cole und Avery, denn die beiden sind deren Geschäftspartner und gute Freunde, die mit ihnen nach Independence gehen um dort die Sicherheitsfirma zu eröffnen.

Valentina und Big A sind auch Freunde und Mitbewohner und manchmal eben auch mehr. Jedoch nur manchmal und gerade Big A scheint seine Geheimnisse zu haben, denn er verschwindet immer wieder spät Abends und will Valentina nicht sagen, was er tut. Sie ist sich sicher, dass er zu einer anderen Frau geht und ihr nicht genügt. Also beschließt sie Nägel mit Köpfen zu machen und zieht aus. Aber Big As Geheimnis lässt ihr keine Ruhe, vor allem nicht, nachdem sie entdeckt hat, dass sie auch ein ziemlich großes Geheimnis hat. Und so spioniert sie ihm nach und gerät dabei selbst sehr schnell in Gefahr.

Dieser Band gehört definitiv zu meinen Lieblingen, denn ich mag Valentina. Sie ist eine erwachsene Frau, die mitten im Leben steht und genau weiß was sie will. Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Natürlich ist sie irgendwann ziemlich leichtsinnig in ihren Aktionen, aber das gehört irgendwie zu dieser Geschichte dazu. Gut gefallen hat mir auch, dass es kein großes Drama gibt, sondern Big A und Valentina eine Beziehung auf Augenhöhe führen und nicht lange rumschmollen.

Auch hier erhält man wieder einen Einblick in das Leben der Bewohner von Independence und trifft sogar Luna-Maie wieder, was ich besonders toll fand. Ich bin gespannt, ob sie im nächsten Teil vielleicht eine etwas größere Rolle spielen wird.