Michelle Schrenk – Strandküsse und ander Turbulenzen

Ich mag die Bücher von Michelle Schrenk sehr gerne und so war klar, dass ich im Rahmen der #5weeks5books-Lesechallenge ihr neuestes Buch Strandküsse und andere Turbulenzen lese. Dieses Buch spielt diesmal nicht in Nürnberg, wie sonst ihre anderen Bücher, sondern in Cuxhaven an der Nordsee. Denn dorthin reist Rike in einen zweiwöchigen Sommerurlaub, den sie eigentlich mit ihrem besten Freund Thomas machen wollte. Doch es kommt alles anders als geplant. Thomas lässt sie kurzfristig hängen, denn er hat die Liebe seines Lebens gefunden und kann nicht weg. Also steigt Rike schlecht gelaunt alleine in den Zug und trifft dort auf einen gut aussehenden Mann, der aber erstmal so gar nicht freundlich ist und sich von den ständigen Plings ihres Handys gestört fühlt.

Da der Mann auch nach Cuxhaven reist und ihr wie ein Schatten an den Fersen hängt, setzt sie sich mit ihm auseinander, vor allem als er ihr ihr Handy wiederbringt, welches sie beim Umstieg ins Taxi verloren hatte. Ohne Handy ist Rike ein Niemand, denn sie checkt ständig die sozialen Netzwerke und kann auch im Urlaub nicht aufhören zu arbeiten. Und Ablenkung und Kontakt mit ihren Freunden hat sie dringend nötig, denn auch die schöne Pension entpuppt sich als der absolute Reinfall, denn sie ist überhaupt nicht mehr so schön wie auf den Fotos im Internet, auch wenn sie die Pensionsbesitzerin die größte Mühe gibt Rike den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

Rike ist kurz davor den Urlaub abzubrechen, doch ihre Freundin Jana schlägt ihr vor eine Liste mit Dingen zu machen, die sie im Urlaub abarbeiten kann. Alles schöne Dinge, wie eine Schifffahrt oder eine Wattwanderung. Oder eben einen Strandkuss. Rike lässt sich auf diese verrückte Idee ein und beginnt eine Liste. Sie abzuarbeiten ist gar nicht so schwer, denn auch der Mann aus dem Zug taucht wieder auf.

Wie auch schon die anderen Bücher von Michelle Schrenk ist dieses ein kurzweiliges Buch, bei dem man sich an manchen Stellen ein Lachen nicht verkneifen kann. Natürlich ist schnell klar, worauf es hinausläuft, aber genau das gehört doch bei dieser Art Buch dazu. Für mich ein gelungener Sommerroman, der Lust auf eine Reise ans Meer macht.

Marah Woolf – FederLeicht. Wie das Wispern der Zeit

Im zweiten Band FederLeicht. Wie das Wispern der Zeit führt Marah Woolf die Geschichte um Eliza und die Elfen weiter. Eliza ist frustriert, weil die Elfenwelt für sie für immer verschlossen bleibt. Und sie ist verliebt, in Cassian, der doch eigentlich so arrogant ist und den sie eigentlich gar nicht mögen dürfte. Zum Glück hat sie aber noch ihre Großmutter und Sky. Und dann ist da auch noch Frazer, der mittlerweile zu einem guten Freund geworden ist.

Doch auch die Elfen vergessen Eliza nicht und schicken den Troll Quirin zu ihr. Sie brauchen Elizas Hilfe bei der Suche nach der alten Königin Elisien, von der sie vermuten, dass sie von der neuen Königin entführt worden ist. Eliza kann den Wunsch ihrer Elfenfreunde nicht abschlagen und macht sich gemeinsam mit Quirin auf den Weg in den verbotenen Wald. Dort lauern so einige Gefahren, doch Quirin hat Eliza eingeschärft, dass ihr nichts passieren kann, so lange sie auf den Wegen bleibt. Das ist leichter gesagt als getan, vor allem für einen so neugierigen und vielleicht auch naiven Menschen wie Eliza. Es kommt wie es kommen muss, sie bringt sich in Gefahr, wird aber von ihr wohlgesonnenen Wesen gerettet. Und dann ist da ja auch noch Cassian, der sofort loseilt, als er erfährt, dass Eliza im verbotenen Wald unterwegs ist.

Gemeinsam mit Cassian begibt sich Eliza dann auch auf die weitere Suche nach der verschwundenen Königin und durchlebt mit ihm einige Hochs und Tiefs. Sie gibt sich ihm hin, wenn er es zulässt und genießt jede Minute mit ihm, auch wenn sie sich dafür in Lebensgefahr begeben muss.

Der zweite Teil der Saga hat im Vergleich zum ersten etwas nachgelassen, denn es ging fast die ganze Zeit nur um das Gejammer von Eliza, dass sie in Cassian verliebt ist, der aber ein ganz fieser Kerl ist. Das ständige hin und her hat mich irgendwann genervt und ehrlichgesagt war sie mir auch etwas zu naiv. Obwohl das Buch nicht übermäßig viele Seiten hat, habe ich sehr lange dran gelesen und bin nicht so richtig voran gekommen. Jetzt bin ich sehr unschlüssig, ob ich die weiteren Bände auch lesen möchte.

Marah Woolf – FederLeicht. Wie fallender Schnee

Mit FederLeicht. Wie fallender Schnee beginnt die FederLeichtSaga von Marah Woolf. Eliza lebt mit ihrem Zwillingsbruder Finn, ihrer Mutter und ihrer Großmutter etwas außerhalb von St. Andrews. Sie verbringt so viel Zeit wie möglich mit ihrer besten Freundin Sky und schwärmt für Frazer, von dem sie hofft ihm während der Proben für das Schultheaterstück näher zu kommen. Schließlich hat sie es geschrieben und er die männliche Hauptrolle. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und Eliza folgt dem Ruf der Elfen in deren Welt.

Eliza erfährt recht schnell, dass die Elfen sie nur geholt haben, damit sie ihnen einen Gefallen erweist. Eines ihrer magischen Artefakte, eine Schneekugel, ist verschwunden, wahrscheinlich gemeinsam mit dem Sohn der neuen Königin, welcher sich in der Menschenwelt versteckt. Eliza nimmt den Auftrag an nach der Kugel zu suchen und besucht regelmäßig die Elfenwelt. Immer an ihrer Seite ist Cassian, ein gut aussehender, blinder und vor allem ziemlich arroganter Elf. Und trotzdem hat er etwas das Eliza fasziniert, es kommt wie es kommen muss, sie verliebt sich in einen Elfen.

Die Idee der beiden Welten hat mir gut gefallen. Eigentlich gibt es da ja noch sehr viel mehr Parallelwelten, welche Eliza aber nicht kennenlernt, von denen sie nur erzählt bekommt. Auch die Darstellung der Elfen gefällt mir, denn sie sind hier, nicht wie in vielen andern Büchern, eben mal nicht perfekt. Aber sie sind nahe dran und vor allem alle bildhübsch.

Ich war mit Sicherheit nicht die Zielgruppe dieses Buches, bin ich wahrscheinlich doch zu alt. Trotzdem hat es mir gut gefallen und mich motiviert auch den Folgeband zu lesen.