Kerstin Gier – Die Mütter-Mafia

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Viel zu schnell habe ich Die Mütter-Mafia von Kerstin Gier ausgelesen. Das ist eines der

Bücher, die ich einfach so weglesen kann und die mich absolut begeistern. Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich schon etwas von Kerstin Gier gelesen habe und weiß jetzt, dass ich sehr gerne noch mehr von ihr lesen möchte. Der Schreibstil ist toll, die Protagonisten sympathisch (naja, hier nicht alle) und liebevoll gezeichnet.

Die Mütter-Mafia erzählt wie es Constanze ergeht, nachdem ihr Mann Lorenz sie vom einen auf den anderen Tag verlässt und in das Haus seiner kürzlich verstorbenen Mutter abschiebt. Dort hat er, außer einer neuen Heizung, nichts gemacht, so dass Constanze und ihre beiden Kinder Nelly und Julius nun mitten in einem Mahagoni-Albtraum leben. Doch zum Glück gibt es die patente Nachbarin Mimi und ihren Mann Ronnie, die den dreien sofort unter die Arme greifen. Doch nicht alle Nachbarn im neuen Wohnviertel sind nett, so muss Constanze sich mit den klagefreudigen direkten Nachbarn rumärgern und mit den anderen Müttern, die natürlich alle Über-Mütter sind, die intelligentesten Kinder unter der Sonne besitzen und die Weisheit mit Löffeln gefressen haben.

In einigen Rezensionen, die ich zu diesem Buch gelesen habe, wurde geschrieben, dass Constanze sehr naiv ist. Ja, das mag sein, vielleicht ist sie es auch ein bisschen zu sehr. Aber genau das macht diesen Charakter ja so liebenswert und die ganze Geschichte würde nicht mehr funktionieren wenn es anders wäre.

Zu Anfang eines jeden Kapitels kann man einige Einträge aus dem Forum der Mütter-Society, dem Zusammenschluß der Super-Mütter lesen. Das schöne oder auch traurige daran, genau solche Einträge findet man sicherlich in jedem Mütter-Forum. Hier wird zwischen den Zeilen gegen die anderen gestichelt, jeder preist das eigene Kind an und natürlich hat jede die ultimative Idee, den besten Mann, das schönste Haus und so weiter.

Ich lege diesen Roman jeder Mutter ans Herz, denn er regt zum Nachdenken an. Hierzu schreibt auch Kerstin Gier im Nachwort einige Zeilen:

Ich finde, es wird höchste Zeit, dass wir aufhören, uns gegenseitig unsere vermeintlichen Verfehlungen unter die Nase zu reiben, denn davon werden wir selber ja keine besseren Mütter. Stattdessen sollten wir anfangen, uns gegenseitig für das zu schätzen, was wir besonders gut können.

Das kann ich so unterschreiben, habe ich doch in den wenigen Monaten meines Mutterseins so einiges erlebt. Wie wertvoll ist es, wie Constanze auch, Freunde zu haben, die einen so schätzen und mögen wie man ist, die einem unter die Arme greifen wenn es notwendig ist, die ihre Meinung sagen ohne zu verletzen und die einem auch einfach mal sagen, dass man etwas besonders gut kann.

 

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Jörg Mühle – Nur noch kurz die Ohren kraulen

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Es entwickelt sich zu einem Abendritual, das Kind und ich lesen jeden Abend Nur noch kurz die Ohren kraulen von Jörg Mühle. Es ist ein tolles Buch, das auch einem Kind mit etwas mehr als einem halben Jahr große Freude bereitet. Natürlich kann sie noch nicht alles, was in diesem Buch zu tun ist um das Hasenkind ins Bett zu bringen, aber dazu hat man ja Mama. Denn ich führe die Hand, sage Simsalabim oder klatsche in die Hände.

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Das Hasenkind ist niedlich gezeichnet und hat gewisse Ähnlichkeit zu unserem Schnullerhasi, einer der wichtigsten Freunde des Kindes. Denn auch das Hasenkind hat ein langes abstehendes und ein wenig kürzers Ohr. Das kleine Hasenkind macht eigentlich alles, was ein kleines Kind Abends vorm Schlafengehen auch so macht, es putzt die Zähne, es zieht den Schlafanzug an und dann macht es es sich bequem.

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Das Kissen klopft das Kind besonders gerne zurecht. Manchmal wird aber auch Hasenkind versohlt, das kann passieren, macht doch das aufs Buch hauen einfach so viel Spaß.

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Das Kraulen der Ohren hat das Kind noch nicht so ganz verstanden, auch hier wird manchmal gehauen oder eben schon geküsst. Doch nachdem wir das Buch nun schon seit ein paar Wochen fast jeden Abend lesen, weiß sie genau, dass es auf dieser Doppelseite um die Ohren geht.

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Bevor dann das Licht ausgeschaltet wird bekommt das Hasenkind noch einen Kuss, so wie das Kind ja auch jeden Abend. Den Kuss findet sie besonders lustig, wahrscheinlich ist es einfach nur lustig, wenn ich ihr das Buch ganz dicht vors Gesicht halte.

Mit Sicherheit versteht das Kind nicht im Detail, was genau wir da treiben und worum es geht. Das Buch wird vom Hersteller für Kinder im Alter von 24 Monaten bis 4 Jahren empfohlen. Ich kann mir aber vorstellen, dass ein 4-jähriges Kind das Buch doch schon etwas zu langweilig findet und lieber etwas mehr Inhalt hätte. Ich kann es auf jeden Fall auch schon für ganz kleine Leser empfehlen, die Spaß an ein wenig Action vor dem Schlafengehen haben.

Lesemonat September

Mein letzter Elternzeitmonat ist auch einer in dem ich nicht wirklich viel gelesen habe, zumindest sagt mir das mein Gefühl. Dafür waren wirklich tolle Bücher dabei. Im einzelnen waren das

Sejal Badani – Der Weg heim (E-Book)

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Ein Buch, dass ein schweres Thema behandelt, Missbrauch von Kindern. Und ein Buch das zeigt, dass die Erlebnisse aus der Kindheit sehr prägend sein können. Ich kann noch immer nicht sagen, ob ich es gerne gelesen habe oder nicht. Es ist definitiv kein Buch, das mich in seinen Bann gezogen hat und das ich ein zweites Mal lesen muss. Es ist aber ein Buch, das zum Nachdenken anregt.

 

Adriana Popescu – 5 Tage Liebe (E-Book)

Ein Buch über die Liebe, geschrieben aus der Sicht eines Mannes. Mir hat es dann schlußendlich doch recht gut gefallen, nachdem ich anfänglich skeptisch war. Zwar bin ich mit Maya nicht wirklich warm geworden und hätte fast auf die Liebesgeschichte zwischen Maya und Jonas verzichten können. Für mich ist definitiv die Geschichte der Freundschaft zwischen Jonas und Patrick das Besondere dieses Buchs.

Eve Harris – Die Hochzeit der Chani Kaufman (TB)

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Ein Buch, dass einen Einblick in eine mir fremde Welt gibt, eine Welt in der Jungen und Mädchen unaufgeklärt in jungen Jahren verheiratet werden. Es erzählt aber auch die Geschichte einer starken Frau, die den Mut findet ihren eigenen Weg zu gehen. Es ist ein Buch, dass längere Zeit auf meinem SuB lag und das ich beinahe vergessen hätte, hätte meine Mutter nicht gefragt, ob sie es ausleihen könnte. Ich bin froh es gelesen zu haben, denn es hat mir sehr gut gefallen.

 

Charlie N. Holmberg – Der Papiermagier (E-Book)

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Der Papiermagier hätte ein tolles Buch sein können, das Cover gefiehl mir gut und auch der Klappentext las sich super, dazu viele positive Rezensionen. Leider war ich dann von dem wenigen, was man über die dort erdachte magische Welt erfahren konnte enttäuscht. Auch die Figuren waren mir zu flach, die Hauptprotagonistin unsympathisch. Die Folgebände werde ich wahrscheinlich nicht lesen.

 

Kerstin Gier – Die Mütter-Mafia (TB)

img_5679Das ist sicherlich das beste Buch des Monats. Ich musste mehrmals bei der Lektüre herzlich lachen und habe so viel wiedererkannt. Natürlich wird übertrieben und die Personen sind überzeichnet, aber genau das macht das Buch aus. Traurig ist es schon, dass Mütter so miteinander umgehen anstatt sich gegenseitig unter die Arme zu greifen. Dieses Buch bekommt von mir ganz klar eine Leseempfehlung, vor allem für alle Mütter. Ich freue mich schon auf die Nachfolgebände.

Gelesen habe ich im September natürlich auch einige Bilderbücher gemeinsam mit dem Kind. Besonders gerne lesen wir zur Zeit Nur noch kurz die Ohren kraulen von Jörg Mühle, immer Abends vorm ins Bett gehen. Das Mama-Ritual wie mein Mann es nennt, damit ich Abends was schönes mit dem Kind habe, wenn ich von der Arbeit komme.

Charlie N. Holmberg – Der Papiermagier

img_5675Es ist endlich beendet, Der Papiermagier von Charlie N. Holmberg. Ich habe mir mit dem Buch doch sehr schwer getan, es zog sich für mich wie Kaugummi und nahm einfach kein Ende. Dabei hat es wirklich nicht viele Seiten und man kann es wahrscheinlich schnell lesen.

Ceony kommt nach ihrer Ausbildung an der Tagis-Praff-Schule für magisch Begabte zur weiteren Ausbildung zu Magier Thane. Magier Thane ist ein Papiermagier, die schwächste Form der Magier und eine Magie, die Ceony überhaupt nicht lernen will. Doch sie fügt sich ihrem Schicksal und fängt an von Magier Thane zu lernen. Sie hat eine hohe Auffassungsgabe, ja sogar ein fotographisches Gedächtnis, so dass ihr das Lernen leicht fällt. Schnell wird ihr Magier Thane sympathisch und so dringt sie immer weiter in sein Privatleben vor. Doch er hält so einiges vor Ceony geheim, vor allem seine Vergangenheit. Und die holt die beiden dann ein und überrollt sie quasi. Plötzlich muss Ceony auf sich allein gestellt Magier Thanes Leben retten.

Zwischendrin hatte ich tatsächlich mit dem Gedanken gespielt das Buch abzubrechen. Schon von der ersten Seite war mir Ceony nicht sympathisch. Sie hält sich für etwas besseres und ist unglaublich neugierig, ja sogar schon penetrant. Sie schnüffelt direkt in den Sachen des Magiers herum und mischt sich in alle seine Angelegenheiten ein, ohne wirklich Ahnung zu haben um was es geht.

In einigen Rezensionen hatte ich gelesen, dass das Buch nach ungefähr der Hälfte viel besser und vor allem spannender wird. Das hat mich motiviert weiterzulesen, vor allem weil es so viele positive Rezensionen gibt. Spannend wurde es aus meiner Sicht dann nicht, denn der Show-Down am Ende ist doch sehr kurz gehalten und es löst sich alles sehr schnell, für meinen Geschmack fast schon zu schnell, auf.

Schade, ich hatte auf ein tolles Buch mit vielen neuen Ideen gehofft. Neue Ideen stecken hier sicherlich drin, jedoch wird die Welt der Magier überhaupt nicht beschrieben, ja zu Beginn des Buches ist es mir schwergefallen einzuordnen in welcher Zeit das Buch spielt. Es wäre wirklich toll gewesen mehr über diese Welt zu erfahren und auch, was die einzelnen Magier mit ihren Magien machen und warum sie das überhaupt tun. Wissen alle anderen Menschen von der Magie? Wird sie im Alltag genutzt?

Eine Sache gibt es noch, die mich gestört hat, die andere sicherlich als Kleinigkeit abtun würden. Die Bezeichnung Magier/Magierin wurde mit Mag. abgekürzt. Das hat meinen Lesefluss sehr gestört und teilweise war so nicht klar, ob es sich bei der Person um eine Frau oder einen Mann handelt.

Ich kann das Buch nicht empfehlen, vor allem nicht, wenn man eine Geschichte ähnlich Harry Potter erwartet.

Gemeinsam Lesen #7 – Die Dienstagsfragen von Schlunzen-Bücher

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Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die von Asaviel’s Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Die Aktion findet wöchentlich immer Dienstags bei Steffi & Nadja von Schlunzen-Bücher statt.

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1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese zur Zeit Die Mütter-Mafia von Kerstin Gier und bin dort auf Seite 306. Meine Abendlektüre ist zur Zeit Auszeit in Neuseeland von Rosalind James und dort bin ich bei 21%. Mit dem Kind bin ich nicht wirklich weitergekommen in Erich Kästners Erzählungen, wir sind jetzt auf Seite 27.
 
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
„Die Mütter-Mafia“: Ein süßes Lockenköpfchen.
„Auszeit in Neuseeland“: Was meinst du?
„Erich Kästner erzählt“: Einmal war Till mit seiner Mutter in einem Nachbardorf zur Kirchweih.
 
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
„Die Mütter-Mafia“ gefällt mir ausgesprochen gut, weil es einfach so viel Wahres enthält. Natürlich ist alles sehr überspitzt dargestellt und die Figuren sind überzeichnet, aber man trifft im wahren Leben tatsächlich auf solche Menschen. In einigen Rezensionen wurde kritisiert, dass Constanze, die Hauptprotagonistin, zu naiv ist, das mag sein, macht aber den Charme des Buchs aus.
„Auszeit in Neuseeland“ scheint ein typischer Liebesroman zu sein, mir gefällts und es lässt sich Abends vorm einschlafen gut lesen.
 
4. In welchen regelmäßigen Abständen besuchst du Bücherläden und Bibliotheken? (Frage von KiraNear)
In sehr unregelmäßigen Abständen leider oder zum Glück. Denn in Buchläden könnte ich arm werden. Und jetzt wo es noch einen Leser mehr hier daheim gibt wird es noch schwieriger. Das Kind hat schon unglaublich viele Bücher, aber jedesmal wenn ich in einer Buchhandlung bin kaufe ich ihr noch eins.
In einer Bibliothek war ich schon sehr lange nicht mehr, jedoch leihe ich mir online Bücher aus, das ist ja sozusagen auch eine Bibliothek. Und da stöbere ich gerne und sehr viel, aber eben nicht regelmäßig sondern immer dann wenn ich Zeit habe und neuen Lesestoff brauche.

Eve Harris – Die Hochzeit der Chani Kaufman

img_5670Ein Buch, bei dem ich einen Moment brauchte um in die Geschichte hereinzukommen war Die Hochzeit der Chani Kaufman von Eve Harris. Ich glaube, ich war zu Beginn von den Zeitsprüngen etwas irritiert und habe nicht ganz verstanden was genau die Lebensgeschichte der Rebbetzin mit der von Chani zu tun hatte. Im Laufe der Zeit ging es mir aber auf, dass beide eine gegenläufige Entwicklung durchgemacht haben.

Chani wächst als Chassidim, also streng gläubige Jüdin, auf. Mit knapp 20 ist sie schon fast eine alte Jungfer, doch sie ist für die Verhältnisse ihrer Welt sehr wählerisch, was den richtigen Partner angeht. Als Baruch Interesse an ihr bekundet und die beiden über die Heiratsvermittlerin zueinander gebracht werden, entschließt sie sich doch zu heiraten.

Auf dem Weg zur Hochzeit wird Chani von der Rebbetzin, also der Frau des zuständigen Rabbis, begleitet. Diese hält einen speziellen Unterricht mit ihr ab und erklärt ihr, in sehr blumigen Worten, was von ihr als Ehefrau erwartet wird. Doch Chani will mehr wissen, vor allem will sie wissen wie das mit dem Sex funktioniert und wie man es verhindert ein Kind zu zeugen. Antworten auf diese Fragen bekommt sie keine.

Doch es wird nicht nur Chanis und somit auch Baruchs Geschichte erzählt, sondern man erfährt auch, wer die Rebbetzin ist, wer sie war und warum sie heute so handelt wie sie handelt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Vor allem gibt es einen Einblick in eine Welt, die für mich fremd ist. Mir ist es unbegreiflich, wie man seine Kinder so unaufgeklärt aufwachsen lassen kann und sie dann einfach aufeinander loslässt. Da ist es kein Wunder, dass die jungen Mädchen, und sicher auch die jungen Männer, sich ihre ganz eigenen Gedanken und Sorgen machen.

Für mich ist es völlig unvorstellbar, dass ich einen Mann heirate, den ich von ein paar Treffen kenne. Im Besten Fall kommt er aus der gleichen Gemeinde und man weiß ein wenig mehr über ihn. Chani formuliert das sehr treffend:

Wir kennen uns gar nicht, aber von uns wird erwartet, dass alles in einer Nacht von null auf hundert geht. Das ist absurd!

(Seite 442)

Absurd mag es uns erscheinen, gelebt wird es heute immer noch.

Spannend war für mich auch die Geschichte der Rebbetzin. Erst zu erfahren, wie sie zu einer Chassidin wurde und dann zu sehen, wie sie sich weiterentwickelte und welchen Einfluss die Schicksalsschläge auf sie und ihren Glauben hatten. Sie ist eine mutige Frau, die den Chanis dieser Glaubensgemeinschaft ein Vorbild sein kann.

Empfehlen kann ich das Buch auf jeden Fall. Jedoch sollte man es nicht, so wie ich, immer mal wieder stückchenweise lesen. Das hat mich immer wieder rausgebracht und durcheinandergebracht, da ich mich an manche Dinge nicht erinnern konnte.

Gemeinsam Lesen #6 – Die Dienstagsfragen von Schlunzen-Bücher

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Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die von Asaviel’s Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Die Aktion findet wöchentlich immer Dienstags bei Steffi & Nadja von Schlunzen-Bücher statt.

img_56661. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade Der Papiermagier von Charlie N. Holmberg und bin bei 44%. Neu beginnen werde ich heute Die Mütter-Mafia von Kerstin Gier und bin somit auf Seite 7. Mit dem Kind lese ich gerade Erich Kästner erzählt und zwar Münchhausen, Gullivers Reisen, Till Eulenspiegel, die Schildbürger und Don Quichotte. Dort sind wir auf Seite 24, mitten in der Geschichte von Till Eulenspiegel

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
„Der Papiermagier“: Ein regelmäßiger Trommelschlag im Dreitakt umgab Ceony und ließ den Boden selbst erzittern.
„Die Mütter-Mafia“: Willkommen auf der Homepage der Mütter-Society, dem Netzwerk für Frauen mit Kindern.
„Till Eulenspiegel“: Erst wollten sie nicht recht.
 
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
„Der Papiermagier gefällt mir nicht wirklich gut. Irgendwie ist mir nicht ganz klar, in was für einer Welt die Geschichte spielt. Auch mit dem Schreibstil komme ich persönlich nicht zurecht. Schade, dass Cover hatte mir gut gefallen und manchmal reicht das ja schon für ein gutes Buch.
Till Eulenspiegel kenne ich zwar vom hören, jedoch habe ich noch nie wirklich die Geschichten über ihn gelesen. Natürlich ist das Kind mit seinen sieben Monaten noch viel zu klein das zu verstehen, aber es hilft sie mal ein bisschen zur Ruhe zu bringen und sie findet es spannend, wenn ich in unterschiedlichen Stimmen spreche. So haben wir beide was von.
 
4. Auf welches Hobby würdest du ausweichen, wenn es morgen plötzlich keine Bücher mehr gäbe, und deine vorhandenen auch alle nicht mehr da wären?
Das wäre ziemlich grässlich, weil ich nicht wüsste, was ich vorm einschlafen tun sollte. Bliebe nur die Möglichkeit einen Fernseher ins Schlafzimmer zu stellen, was ich eigentlich nicht gut finde.
Sollte es gar keine Bücher mehr geben, würde ich wahrscheinlich endlich wieder mehr Zeit in Postcrossing investieren und wieder anfangen Karten zu schreiben. Das kommt durch das Kind eindeutig zu kurz, was eigentlich echt schade ist. Wahrscheinlich würde ich aber in der Tat viel mehr Fernsehn schauen als es mir lieb ist.

Adriana Popescu – 5 Tage Liebe

Schon gestern habe ich 5 Tage Liebe von Adriana Popescu beendet und muss sagen, dass es mir dann doch ganz gut gefallen hat. Das Buch ist aus der Sicht von Jonas geschrieben, alleine die Idee finde ich schon ganz spannend, denn so wird die Liebesgeschichte mal nicht von der Frau oder aus Sicht der Frau erzählt. Jonas ist Dauersingle, der einzige Mensch, der ihn schon sein ganzes Leben begeleitet ist sein bester Freund Patrick. Und dieser heiratet nun seine Jugendliebe Melanie. Und wie es sich für einen Junggesellenabschied wohl gehört, engagiert Jonas für Patrick eine Stripperin. Doch schnell ist Jonas klar, dass Maya für ihn nicht nur eine Stripperin ist, sondern die Frau, bei der sein Herz schneller schlägt. Doch Maya, die sich als Stripperin Lucy nennt, geht nicht nur dieser Beschäftigung nach. Nein, Lucy schläft auch für Geld mit Männern. Natürlich gefällt das Jonas nicht, auch wenn er zuerst so tut, als würde ihn das nicht stören.

Auch Maya ist von Jonas angezogen, jedoch gibt sie ihm schnell zu verstehen, dass aus ihnen beiden kein Paar werden kann. Maya ist überzeugt, dass jede Liebesgeschichte nach 5 Tagen endet. Das will Jonas nicht akzeptieren und setzt alles daran Maya zu überzeugen. Doch Tag sechs kommt und somit auch das Ende der Beziehung, zumindest für Maya.

Lange war ich davon ausgegangen, dass ich ein Buch ohne Happy End lese, was mich überhaupt nicht gestört hätte. Ja, vielleicht hätte mir das Buch dann sogar noch besser gefallen. Doch wie es sich für eine richtige Liebesgeschichte gehört, es geht gut aus. Doch bis dahin ist es ein langer Weg, den Jonas aber immer mit Patrick an seiner Seite geht. Und genau das ist es, was für mich das Besondere in diesem Buch ist, die Freundschaft zwischen den beiden Männern. Ob Männer wirklich so eng befreundet sein können weiß ich nicht, manche Männer behaupten ja, dass es Freundschaften zwischen Männern gar nicht gibt. Hier gibt es sie aber und die beiden stehen bedingungslos füreinander ein. Daran kann sich der ein oder andere ein gutes Beispiel nehmen. Außerdem zeigt es, dass Freunde vielleicht noch wichtiger sind, als ein Partner.

Leider enthält das Buch noch sehr viele Fehler. Sätze ergeben teilweise keinen Sinn oder hören mittendrin auf. Oft sind auch einfach noch Rechtschreibfehler vorhanden. Es ist nicht so schlimm, dass man aus dem Lesefluss kommen würde, jedoch bin ich an der ein oder anderen Stelle darüber gestolpert. Hier sollte dringend noch einmal nachgearbeitet werden.

Gemeinsam Lesen #5 – Die Dienstagsfragen von Schlunzen-Bücher

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Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die von Asaviel’s Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Die Aktion findet wöchentlich immer Dienstags bei Steffi & Nadja von Schlunzen-Bücher statt.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
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Ich lese gerade Die Hochzeit der Chani Kaufman von Eve Harris und bin dort auf Seite 248 von 453. Und Abends im Dunkeln neben dem Kind lese ich 5 Tage Liebe von Adriana Popescu und bin dort bei 70%.
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Die Hochzeit der Chani Kaufman: Die Rebbetzin ging zügig, ihre Füße schlugen einen schnellen Takt auf dem rutschigen Bürgersteig.
5 Tage Liebe: Mayas Mutter Elke sieht ihr ähnlich, nur ist sie etwas kleiner.
 
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Letzte Woche hatte ich ja geschrieben, dass ich noch etwas Schwierigkeiten hatte in „Die Hochzeit der Chani Kaufman“ reinzukommen. Ich glaube so langsam, nachdem ich jetzt auch mal einen Abend etwas mehr am Stück gelesen habe, komme ich doch recht gut in die Geschichte rein. Manchmal machen mir die Zeitsprünge zu schaffen, weil ich eben mit großen Abständen lese.
„5 Tage Liebe“ ist ein Liebesroman, wie es viele gibt. Er lässt sich einfach runterlesen. Interessant finde ich, dass dieser aus der Sicht des Mannes geschrieben ist.
 
4. Hast du schon Blogs gelesen bevor du selbst Blogger wurdest?
Ja, ich lese gerne Blogs und zwar querbeet. Seit ich Mama bin natürlich den ein oder anderen Mama-Blog, davor habe ich einige Strick-Blogs gelesen und manchmal auch welche in denen Leute über ihren Altag schreiben, also sogenannte Tagebuch-Blogs. Oft abonniere ich diese Blogs aber nicht, sondern lese in ihnen wenn ich darauf stoße, weil sie ein Thema behandeln, dass mich gerade interessiert. So habe ich in der Schreibaby-Phase vom Kind eben viele Blogs von Eltern gelesen, denen es genauso ging.
Seit ich diesen Blog habe entdecke ich die Welt der Buchblogger und bin begeistert. Es ist so toll zu sehen, dass es auch andere Menschen gibt, die solch eine Liebe zu Büchern haben, wie es bei mir der Fall ist.
Wie ist das bei euch, lest ihr viele andere Blogs? Seit ihr offen für neues oder lest ihr am Liebsten nur die vertrauten Blogs?

Sejal Badani – Der Weg heim

img_5578Erst jetzt komme ich dazu etwas zu Der Weg heim von Sejal Badani zu schreiben, ausgelesen habe ich das Buch schon am Wochenende. Ich kann gar nicht sagen, ob ich froh darüber bin es endlich beendet zu haben, oder ob ich doch gerne noch weitergelesen hätte. Wie ich in den Dienstags-Fragen schon geschrieben habe hat das Buch eine gewisse „Schwere“, die es nicht immer leicht macht es zu lesen.

Als der Vater ins Koma fällt versammeln sich Sonya, Trisha, Marin und ihre Mutter Ranee und erzählen nach und nach ihre Geschichte. Sonya, die direkt nach ihrem Studienabschluss aufgebrochen ist und durch die Welt gereist ist, nur um vom Vater und der Familie wegzukommen, ist wieder da. Doch so richtig ankommen mag sie gar nicht, fürchtet sie doch viel zu sehr, dass die Vergangenheit sie einholen wird. Sonya, ebenso wie ihre Schwester Marin und ihre Mutter wurden vom Vater geschlagen und leiden noch heute darunter. Marin geht aber ganz anders damit um, sie ist erfolgreich und strebsam, immer bemüht es dem Vater recht zu machen, auch jetzt noch, da er doch gar nichts mehr ausrichten kann. Doch ihre Strebsamkeit überträgt sie auf ihre Tochter, denkt sie doch, dass sie ihr so ein gutes Leben ermöglichen kann. Leider ist das überhaupt nicht der Fall, denn die Vergangenheit holt sie ein. Und nicht nur sie, auch Trisha hat viel aufzuarbeiten, was ihr bis zu diesem Moment nicht klar war.

Wie schon geschrieben, fällt das Buch für mich unter schwere Kost. Es lässt sich nicht einfach so weglesen, manchmal musste ich es zur Seite legen und über das gelesene nachdenken. Ich finde es gut und richtig einen Roman zu schreiben, der ganz klar beleuchtet, wie Kinder und Erwachsene mit Gewalt innerhalb der Familie umgehen. Mir gefällt gut, dass Sejal Badani das Thema nicht in den Vordergrund stellt und auch kein Mitleid für die drei Töchter erzeugen möchte, sondern einfach beschreibt, wie Menschen mit solch einer Geschichte leben und wie es ihr Erwachsenenleben und auch das ihrer Kinder und Parner beeinflusst.

Leider ist mir das Lesen manchmal schwer gefallen, ich bin über Sätze gestolpert. Nicht, weil sie so verkehrt geschrieben waren, oder weil das Buch voller Fehler ist. Eher hatte ich manchmal das Gefühl keinen richtigen Lesefluss zu bekommen. Das mag aber vielleicht auch daran liegen, dass ich das Buch trotz allem nicht so besonders spannend fand und immer wieder in Gedanken abgeschweift bin.