Simona Dobrescu – Verdammt.Verliebt

Das letzte Buch, dass ich mir für die #5weeks5books-Lesechallenge rausgesucht hatte, war leider so gar nicht mein Fall. Verdammt.Verliebt von Simona Dobrescu ist verdammt lang und zieht sich wie Kaugummi.

 

Inhalt

Nachdem ihre Eltern und ihre kleine Schwester bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen, zieht Mimi zu ihrer Tante Maddy nach Kalifornien. Dort ist sie heimisch, denn sie hat jeden Sommer dort verbracht. Ihre beiden besten Freunde Drew und Abby wohnen in dem kleinen Ort und versuchen sie aufzufangen. Das gelingt ihnen erst nicht so gut, doch mit dem neuen Schuljahr traut sich Mimi auch in die Schule und trifft dort sehr schnell auf Morgan, der Mädchenschwarm und gefeierte Quaterback des Football-Teams.

Doch irgendetwas stimmt nicht, denn sie erlebt furchtbares, sobald Morgan in ihrer Nähe ist. Höllische Hunde verfolgen sie und sie erleidet unglaubliche Schmerzen. Doch alles scheint nur in ihrem Kopf zu passieren, keiner ihrer Freunde bemerkt es. Erst ein Gespräch mit Morgans Schwester Brooke schafft Klarheit, denn Morgan und sie kommen sozusagen direkt aus der Hölle, denn ihr Vater ist Luzifer persönlich.

Schnell wird klar, dass Mimi die Frau an Morgans Seite ist und so lässt sie sich auf ihn und sein verschwenderisches Leben ein. Sie trainiert hart, um die Nachfolgerin von Morgans Mutter zu werden, vergisst dabei aber völlig wer ihre Freunde sind und wer sie eigentlich ist.

 

Meine Meinung

Dass das erste Kapitel sehr zäh werden würde, hatte ich schon vor dem Lesen in einigen Amazon-Rezensionen erfahren. Und es war zäh, ich hab ganze zwei Abende gebraucht es zu lesen und am zweiten meinem Mann vorgejammert, wie schrecklich es ist, ich es aber nicht weglegen will, weil so viele Leute immer wieder schreiben, dass es ein gutes Buch ist. Ich persönlich finde es einen sehr unglücklichen Start, der sicherlich den ein oder anderen Leser vergraulen wird.

Für meinen Geschmack wurde es auch anschließend nicht besser. Mimi ist oberflächlich, Morgan noch viel mehr. Es geht nur um Schönheit und Geld, Frauen sind Weibchen, die sich aufhübschen, aber sonst nicht viel können. Männer sind stark und überlegen. So ein richtig klassisches, ätzendes Rollenbild.

Dass ich Morgan nicht mag, kann sich wahrscheinlich jeder denken. Aber auch Mimi fand ich einfach nur ätzend. Sie gibt alles für Morgan auf und verrät alle ihre Freunde, die ihr in jeder Lebenslage zur Seite standen und von denen sie noch ein paar Seiten vorher behauptet, dass sie für sie die wertvollsten Menschen überhaupt sind.

Auch der Schreibstil sagt mir nicht zu. Simona Dobrescu hat Literatur studiert und scheint das in ihren Büchern einfliesen lassen zu wollen. Die Sätze sind verschachtelt und kompliziert geschrieben. Manchmal bekommt man das Gefühl. sie versucht ein Fremdwort zu finden, damit es besser klingt oder sie mehr Wörter produzieren kann. Störend auch, die langen Dialoge, die die Handlung überhaupt nicht voran gebracht haben.

 

Fazit

Schade, die Idee des Buches war gut, das Buch hingegen war so gar nicht mein Geschmack. So ist es auch kein Wunder, dass ich für die knapp 800 Seiten fast fünf Wochen gebraucht habe und somit an dieser Lesechallenge gescheitert bin.

 

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Daphne Unruh – Regenbogenamsel

Als ich mir Regenbogenamsel von Daphne Unruh ausgeliehen hatte, dachte ich nicht, dass es mir so gut gefallen würde. Ich hatte die Zauber der Elemente-Reihe gelesen und war nicht von allen Teilen begeistert, mochte sie aber genug, um mir ein weiteres Buch von ihr auszuleihen. Ich bin absolut kein Computerspieler (nur mit einem verheiratet) und kann deswegen Spielen wie Lost City nichts abgewinnen. Dass das für das Buch relativ egal ist habe ich aber schnell gemerkt. Vorab, es hat mir wirklich gut gefallen.

Yuma hat grade ihr Abitur gemacht und möchte nun so schnell wie möglich zu ihrem Ferienjob an den Atlantik in Frankreich. Weg von daheim, wo sie Tür an Tür mit ihrem Stiefbruder Linus lebt, der ununterbrochen Computer spielt und nach Yumas Meinung ein Suchtproblem hat. Plötzlich taucht bei ihm auch noch Amon auf, ein zwielichtiger Typ, dem Yuma nicht traut. Sie ist sich sicher, dass die beiden irgendetwas illegales vor haben und spioniert Linus hinterher.

Doch so richtig illegal ist es nicht, denn Amon will Linus Zugang zu Lost City verschaffen, dem realen nicht dem Computerspiel. Doch Yuma fängt das Päckchen an Linus mit einem speziellen Armband ab und so landet sie an seiner statt in dem Spiel und ist erstmal in Gefahr. Doch Amon hilft ihr, obwohl er das gar nicht darf und gibt ihr dadurch eine Chance zu überleben. Schnell findet sich Yuma in der für sie völlig fremden Welt zurecht und schließt sich einer Gruppe an. Doch eigentlich will sie zu Amon, denn sie merkt, dass zwischen ihnen so viel mehr ist. Amon jedoch ist der Feind.

Die Idee, Menschen in ein Computerspiel zu bringen, ist nicht neu und trotzdem hier wirklich gut gemacht. Ich bin beim Lesen mit Yuma durch die Straßen von Lost City gelaufen und hatte ein genaues Bild der Stadt vor meinen Augen. Ihr Unwissen hat mir geholfen in die Geschichte und auch das Spiel reinzukommen.

Das Buch ist eine absolute Empfehlung, meinen Mann werde ich wohl drängen es zu lesen, denn das könnte ihm gut gefallen. Es geht zwar auch um Liebe, aber es geht auch um das Spiel, wie es sich verändert und wie es auf die echten Menschen reagiert.

Virginia Fox – Rocky Mountain Crime

Virginia Fox hat mit Rocky Mountain Crime bereits den 11. Band ihrer Rocky Mountain-Reihe veröffentlicht. Das tolle ist, dass sie ständig weiter schreibt und der nächste Band schon angekündigt ist.

In diesem Band erzählt sie die Geschichte von Valentina und Big A. Wer alle Bände gelesen hat kennt die beiden bereits aus der Geschichte um Cole und Avery, denn die beiden sind deren Geschäftspartner und gute Freunde, die mit ihnen nach Independence gehen um dort die Sicherheitsfirma zu eröffnen.

Valentina und Big A sind auch Freunde und Mitbewohner und manchmal eben auch mehr. Jedoch nur manchmal und gerade Big A scheint seine Geheimnisse zu haben, denn er verschwindet immer wieder spät Abends und will Valentina nicht sagen, was er tut. Sie ist sich sicher, dass er zu einer anderen Frau geht und ihr nicht genügt. Also beschließt sie Nägel mit Köpfen zu machen und zieht aus. Aber Big As Geheimnis lässt ihr keine Ruhe, vor allem nicht, nachdem sie entdeckt hat, dass sie auch ein ziemlich großes Geheimnis hat. Und so spioniert sie ihm nach und gerät dabei selbst sehr schnell in Gefahr.

Dieser Band gehört definitiv zu meinen Lieblingen, denn ich mag Valentina. Sie ist eine erwachsene Frau, die mitten im Leben steht und genau weiß was sie will. Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Natürlich ist sie irgendwann ziemlich leichtsinnig in ihren Aktionen, aber das gehört irgendwie zu dieser Geschichte dazu. Gut gefallen hat mir auch, dass es kein großes Drama gibt, sondern Big A und Valentina eine Beziehung auf Augenhöhe führen und nicht lange rumschmollen.

Auch hier erhält man wieder einen Einblick in das Leben der Bewohner von Independence und trifft sogar Luna-Maie wieder, was ich besonders toll fand. Ich bin gespannt, ob sie im nächsten Teil vielleicht eine etwas größere Rolle spielen wird.

Marion Zimmer-Bradley – Die Nebel von Avalon

IMG_6116Es ist eines der Bücher, von dem viele sagen, dass man es gelesen haben muss, Die Nebel von Avalon von Marion Zimmer-Bradley. Bisher hatte ich es noch nicht gelesen und so habe ich die Gelegenheit genutzt und es aus dem offenen Bücherregal im Bahnhof mitgenommen. Und seitdem habe ich es zur Arbeit und wieder zurück geschleppt und mich auf meiner fast 90-minütigen Bahnfahrt durch die Seiten gequält. Irgendwann hatte ich so weit gelesen, dass ich es nicht abbrechen wollte, das mache ich sowieso sehr ungern. Außerdem hatte ich immer noch die Hoffnung, dass der spannende Teil nun endlich kommen mag.

Zimmer-Bradley erzählt in diesem Buch die Artussage aus Sicht seiner Halbschwester Morgaine. Diese ist Priesterin von Avalon, Anhängerin der alten Naturreligion und wird im Laufe des Buches eine wichtige Ratgeberin sowohl für Artus als auch seine Königin Gwenwhyfar. Doch Morgaine ist durchtrieben und verfolgt ihre eigenen Pläne, sie kämpft gegen das Christentum und gegen die Christianisierung von Britannien. Erscheint sie am Anfang noch jung und naiv wird sie im Verlauf des Buches immer hartherziger und skrupelloser, das macht sie nicht gerade sympathischer.

Aus meiner Sicht erfährt man in diesem Buch nicht viel über Artus, seine Tafelrunde und deren Taten, welche ja eigentlich die Sage um ihn und die Runde ausmachen. Viel mehr wird hier lang und breit der Kampf zwischen Naturreligion und Christentum ausgebreitet. Die Charaktere bleiben alle sehr flach und sind sehr stereotyp. Das ist schade, denn man hätte sicherlich mehr aus den einzelnen Personen machen können bzw. die Geschichte auf die wesentlich wichtigen Personen beschränken können.

Positiv aufgefallen ist mir, dass Morgaine immer wieder betont, dass alle Götter ein Gott sind und dass die große Mutter-Göttin und der christliche Gott einer sind. Das ist heute eine wichtige Botschaft und eine, die mir gefällt. Denn aus meiner Sicht sind auch heute alle Götter ein Gott, nur dass ich meinen Gott vielleicht anders anspreche und bezeichne, als andere Menschen in anderen Kulturen und Religionen es tun.

Was mich aber leider am meisten an dem Buch gestört hat ist das viele Blabla, anders kann ich es nicht bezeichnen. Für mich las sich das Buch an vielen Stellen nicht flüssig und ich musste mich sehr oft auf das lesen konzentrieren. Ich weiß nicht wie oft meine Gedanken abgeschweift sind, weil ich das Gefühl hatte, dass sich doch wieder alles wiederholt und Morgaine mal wieder über die gleichen Dinge philosophiert. Ich lese wirklich gerne dicke Bücher und habe auch erstmal kein Problem, wenn ein Buch über 1000 Seiten hat. Hier habe ich aber den Eindruck gewonnen, dass man das wesentlich kürzer hätte fassen können.

Ich bin ein wenig enttäuscht, dass mir das Buch so schlecht gefallen hat, hatte ich doch viel mehr erwartet. Ich habe nach der Lektüre nicht das Gefühl wirklich viel mehr über Artus und die Tafelrunde zu wissen, das ist schade.

Einzig die Widmung, die ich in dem Buch gefunden habe, fand ich sehr toll. Da fragt man sich gleich wer denn die beiden Personen sind, also derjenige dem das Buch geschenkt wurde und die schenkende Tante (Bild folgt).

Lesemonat Januar

Und wieder ist ein Monat rum und ich habe einiges gelesen. Auch in diesem Monat waren es sechs Bücher, die ich komplett gelesen habe. Von einem siebten habe ich immerhin die ersten knapp dreihundert geschafft, ich glaube 1000 kommen noch, dazu aber dann mehr wenn ich es ausgelesen habe.

img_5965Mit Mella Dumont – Lindenmond setzt sich die Colors of Life-Reihe fort. Auch wenn mir in diesen Bänden die Hauptpersonen Valerie und Lukas wesentlich sympathischer sind, hat sich der Band sehr gezogen, denn es passierte gefühlt eigentlich gar nichts bzw. nicht wirklich sonderlich viel. Deswegen bin ich jetzt sehr gespannt, wie Mella Dumont alles auflösen möchte, denn der nächste Band soll auch der Band sein, der die Reihe abschließen wird.

 

 

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Michelle Schrenk – Der Zauber des ersten Schnees ist eine nette Liebesgeschichte, die zwischendrin wirklich sehr traurig wird. Das Buch ist zwar recht kurz, länger hätte man die Geschichte aber auch nicht ausschmücken dürfen. Besonders schön finde ich auch die Botschaft: Lebe so, wie du es für richtig hälst. Mach das, worauf du Lust hast. Sei du selbst.

 

 

 

img_5954Immer wieder habe ich von Simon Beckett gehört und so musste ich irgendwann ein Buch von ihm lesen. Simon Beckett – Die Chemie des Todes habe ich durch Zufall im offenen Bücherregal entdeckt und so war dieser erste Band von ihm auch mein erstes Buch, das ich von ihm gelesen habe. Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen, da er nicht so gruselig war wie ich es erwartet hatte und sich sehr gut lesen lies. Nur das Ende hat mich doch sehr enttäuscht, das war irgendwie ein bisschen zu viel des guten.

 

 

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Mit Virginia Fox – Rocky Mountain Lion ist mittlerweile der neunte Band der Rocky Mountain-Reihe erschienen. Und es soll nicht der letzte sein, was mich besonders freut, denn ich lese die Bücher von Virginia Fox wirklich sehr gerne. Dieser Band ist außerdem auch wieder einer der stärkeren der Reihe. Schade ist hier nur, dass Anna und Donovan keinen eigenen Band bekommen haben sondern ihre Liebesgeschichte so nebenher erzählt wurde.

 

 

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Julia Dibbern – Wenn ich dich nicht erfunden hätte habe ich im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde gelesen. Das war eine ganz andere Art ein Buch zu lesen und hat mir wirklich Spaß gemacht. Leider konnte ich mich nur nicht ganz so an der Runde beteiligen, wie ich es gewollt hätte. Das Buch hat mir recht gut gefallen, auch wenn man durch den Klappentext etwas ganz anderes erwartet hätte.

 

 

 

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Anfang März werde ich den ersten Teil des artgerecht-Coach absolvieren und so war es klar, dass ich nun endlich auch dieses Buch lesen muss. Nicola Schmidt – artgerecht enthält eigentlich alle Informationen, die Eltern benötigen um ein glückliches und zufriedenes Baby zu haben (außer es ist so ein Brülläffchen wie unseres, aber selbst dann hilft dieses Buch einiges zu verstehen bzw. ermutigt Dinge anders und gelassener anzugehen). Das Buch erklärt warum unsere Babys getragen werden wollen und bei den Eltern schlafen wollen, es führt in Windelfrei ein und ermutigt so lange zu stillen wie es für Mutter und Kind gut und richtig ist.

Nicola Schmidt – artgerecht

Endlich, endlich, endlich habe ich es auch gelesen, Nicola Schmidts artgerecht – Das andere Babybuch. Der Untertitel (natürliche Bedürfnisse stillen, gesunde Entwicklung fördern, naturnah erziehen) sagt eigentlich schon alles über das Buch aus. Eine echte Grundlage für alle Eltern, aber vor allem für die, die krampfhaft versuchen ihr Steinzeitbaby in eine von der Uhr vorgegebene Tagesschablone zu pressen.

Nicola Schmidt zeigt in ihrem Buch, dass unsere Babys echte Steinzeitbabys sind, wenn sie auf die Welt kommen. Sie versucht uns zu erklären, wie wir unsere Babys verstehen können und wie sie ticken, denn unsere Babys wissen noch nicht, dass es eine Uhr gibt, dass wie die Haustür abschließen können und sicher sind, oder dass es auch bei fremden Menschen gut und sicher sein kann.

Besonders wichtig bei der artgerechten Erziehung, wie Nicola Schmidt sie propagiert, ist der Clan oder das Dorf. Bindungsorientierte Erziehung ist eine super Sache, nur leider nicht immer gut für die Eltern, wenn sie ganz alleine mit ihrem Kind sind. Gerade Mütter neigen dazu sich aufzuopfern und geben sich in den ersten Jahren komplett auf. Das ist weder für das Baby noch für die Eltern gut und richtig. Nicola Schmidt ermutigt die Eltern dazu Kontakte zu anderen Eltern aufzubauen und zu schauen, wer ähnliche Interessen und Erziehungsansätze hat. Oder eben auch die Großeltern, Nachbarn oder Freunde mit einzubeziehen. Keine Angst zu haben um Hilfe zu bitten und das Kind ermutigen eine gute Beziehung zu anderen Menschen aufzubauen.

Gegliedert ist das Buch dabei in einzelne Abschnitte, die sich mit den wichtigsten Themen beschäftigen. Es beginnt mit einem Kapitel über eine artgerechte Schwangerschaft, in welcher wir nicht eine rundum Betreuung durch Ärzte und Krankenhäuser brauchen, sondern Ruhe und Zeit und eine tolle Hebamme. Im nächsten Kapitel geht es um die artgerechte Geburt und das Ankommen in unserer Welt. Wo findet man den richtigen Ort für die Geburt, wer soll und darf dabei sein, wie kann man mit Schmerz umgehen, welche Rolle spielt der Vater und wie kann ein Kaiserschnitt artgerecht sein.

Ist das Kind da kommt sehr schnell die Frage nach der Ernährung, im Kapitel über artgerechte Ernährung schreibt Nicola Schmidt viel über das Stillen, dass ja bekanntlich das Beste für das Kind ist. Auch dieses Buch ermutigt nicht aufzugeben, wenn es von Anfang an nicht klappen mag.

Besonders wichtig finde ich die nächsten beiden Kapitel, in denen es um den artgerechten Schlaf und das Tragen geht. Denn das beieinander schlafen und das Tragen sind in unserer Gesellschaft leider immer noch viel zu sehr verpönt. Viele behaupten, dass die Kinder so nur verwöhnt werden, niemals im eigenen Bett schlafen können werden und auch nie laufen lernen. Das ist völliger Quatsch und genau mit diesen Vorurteilen wird in den beiden Kapiteln aufgeräumt. Es ist so unglaublich wichtig für das kleine Menschenkind, dass es Mama und Papa ganz nah bei sich hat und spürt, dass gerade diese beiden immer für es da sind. Das ist kein verwöhnen, dass ist lediglich das Stillen von Bedürfnissen. Und wie heißt es am Ende des Buchs so schön:

Gestillte Bedürfnisse verschwinden, unerfüllte Bedürfnisse tauchen ein Leben lang immer wieder auf.

In einem weiteren Kapitel schreibt Nicola Schmidt über artgerechte Sauberkeit. Sie erklärt wie windelfrei funktioniert und wie man für sich den besten Weg finden kann. Und ganz wichtig, es gibt hier nicht den einen richtigen Weg, jeder ist gut, solange es sich für Kind und Eltern gut anfühlt.

Im Kapitel über artgerechte Betreuung schreibt Nicola Schmidt über die unterschiedlichen Betreuungsformen und wie gut sie für ein Kind sein können. Definitiv ein Kapitel, dass mich sehr zum Nachdenken angeregt hat, da wir auf die Betreuung in der Kita angewiesen sind. Betruungsplatzmangel macht es leider notwendig, dass man sein Kind ggf. in eine Situation bringt, die für alle nicht optimal ist. Aber auch hier zeigt das Buch, wie man damit umgehen kann und auch wir werden den Kitastart meistern.

In einem letzten Kapitel geht es um artgerechtes Leben und vor allem darum, dass wir aufhören sollen unsere Kinder als „schwierig“ einzustufen, wenn sie mehr brauchen als wir manchmal geben können. Denn dass Kinder manchmal viel fordern ist ganz normal, sicherte es doch in der Steinzeit oder auch heute noch bei den Naturvölkern ihr überleben.

Ich bin, das muss ich zugeben, ein Fan der artgerecht Bewegung und habe dieses Buch deswegen sehr gerne gelesen, auch wenn mir viel schon bekannt war und wir sehr viel auch jetzt schon so leben. artgerechter Umgang miteinander macht glücklich, das Buch hilft den richtigen Weg für die eigene Familie zu finden und gibt Ideen.

Und hier noch ein besonders schönes Zitat aus dem Buch, dass argumentiert warum es dieses Buch geben muss und das ich so unterschreiben kann:

Wir sind auf dem besten Weg, unseren Planeten zu zerstören. Das ist doof – es ist der einzige mit Schokolade. Ich denke: Es ist noch nicht zu spät. Aber wir brauchen starke und kreative Menschen. Und wir finden sie direkt in unseren Armen. Wenn unsere Kinder lernen, dass die Welt ein wunderbarer, freundlicher Ort ist, werden sie alles dafür tun, um sie zu schützen. Deshalb ist es Zeit für ein artgerecht-Babybuch. Es ist an der Zeit, etwas zu verändern: Schritt für Schritt, Baby für Baby. Die Blauwale können nicht nochmal 300 Jahre warten.

Virginia Fox – Rocky Mountain Lion

Mit Rocky Mountain Lion hat Virginia Fox bereits den neunten Band ihrer Rocky Mountain Reihe veröffentlicht. So wie es aussieht gehen ihr die Ideen auch nicht aus und die Einwohner von Independence werden uns noch eine ganze Weile begleiten. Das freut mich sehr, denn ich mag ihre Bücher sehr gerne.

In diesem Band wird die Geschichte von Quinn und Archer erzählt. Quinn stammt aus Independence, ist Wildtierbiologin und hat lange Jahre in Alaska gelebt und gearbeitet. Sie kennt sich in der Wildnis aus und beobachtet die Tiere gerne in ihrem natürlichen Lebensraum. Da kommt es ihr gerade Recht, dass Lara auf der Lone Wolf Ranch eine Wildtierstation einrichtet und eine Biologin sucht, denn Quinn muss wegen ihrer pflegebedürftigen Eltern nach Independence zurückkehren.

Quinn ist nicht die einzige, die von Lara angestellt wird. Neben ihr arbeitet in der Wildtierstation noch der sehr schusselige Biologe Archer. Quinn ist misstrauisch, irgendetwas stimmt mit Archer nicht. Als sich schließlich Wilderer in der Gegend herumtreiben und es besonders auf das um die Lone Wolf Ranch lebende Pumaweibchen abgesehen haben, verdächtigt Quinn zuerst Archer einer der Wilderer zu sein. Als die beiden dann aber schließlich auf einen der echten Wilderer treffen und gerade noch so mit dem Leben davon kommen stellt sich heraus, dass Archer und Quinn auf derselben Seite stehen. Schnell wird den beiden auch klar, dass sie nicht nur gut zusammen arbeiten können, sondern auch so gut zueinander passen. Doch leider hat es der Wilderer auf die beiden abgesehen.

Nebenher erfährt man, wie es mit Anna und Donovan weiter geht, die schon im vorherigen Band miteinander angebändelt haben. Schade, dass die beiden keine eigene Geschichte bekommen haben, darauf hatte ich mich schon gefreut. Da hätte es bestimmt auch einiges zu erzählen gegeben. Aber vielleicht überlegt es sich Virginia Fox ja noch und erzählt auch diese Geschichte noch weiter.

Dieser Band hat mir mal wieder sehr gut gefallen, denn es wurde am Ende wirklich richtig spannend. Natürlich geht es gut aus, wie in jedem der Bücher. Ich denke da verrate ich auch nicht zu viel, denn das gehört einfach dazu. Und wie immer ist es schön die ganzen anderen Bewohner von Independence „wiederzusehen“ und zu erfahren, wie es ihnen ergangen ist oder wie es mit der ersten großen Liebe weitergegangen ist. Ich freue mich schon sehr auf Band 10, der mit einer sich etwas selbstüberschätzenden Apothekerin, die in diesem Band schon eine kleine Rolle spielte, sicherlich sehr unterhaltsam werden.

Leserunde: Julia Dibbern – Wenn ich dich nicht erfunden hätte

Lovelybooks veranstaltet eine Leserunde zu Julia Dibberns erstem Roman Wenn ich dich nicht erfunden hätte und da war es klar, dass ich teilnehme. Ich mag Julias Einstellung zum Leben mit Kindern und habe einen Teil ihrer Sachbücher bereits verschlungen. Deswegen war ich sehr gespannt auf den Roman und inwiefern ihre Einstellung dort zu finden ist.

Vielen Dank auch an dieser Stelle an das Team von inkRebels, die es ermöglicht haben, dass 6 Teilnehmer der Leserunde ein E-Book gewinnen konnten. Ich hatte Glück und wurde aus dem Lostopf gezogen.

In diesem Beitrag werde ich nach und nach meine Gedanken, so wie ich sie auch in der Leserunde mitteile, aufführen. Deswegen sollten alle, die dieses Buch noch lesen möchten, nicht weiterlesen. Eine Rezension werde ich noch erstellen, sobald ich das Buch ausgelesen habe.

 

Kapitel 1-4

Ich mag Leo und kann ihr Handeln sehr gut verstehen. Die Wohnung ist grauenhaft und eigentlich nichts für so ein junges Mädchen, dass sie das aber ihren Eltern nicht sagen mag ist verständlich, will sie doch beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen kann. Zum Glück hat sie ja eine Freundin, die ihr den Kopf wäscht und ihr hilft sich selbst zu helfen.

Ob ich Loris mag weiß ich nicht, er ist auf den ersten Blick nicht unbedingt sympathisch. Ich mag Raucher nicht, die keine Rücksicht nehmen und einfach überall rauchen. Ich bin gespannt, welche Geschichte er mit seinem Verhalten versteckt. Ich bin gespannt, was er alles hinter seiner harten Schale versteckt. Warum er seinen Kumpels so feindselig gegenüber tritt? Warum er mit seiner Mutter so auf Kriegsfuß steht, sich aber doch von ihr einspannen lässt. Und wer ist Theresa?

Ich bin auch gespannt, wie es mit Leo und Loris weitergeht. Die beiden sind so verschieden und sich doch sympathisch. Welche Ähnlichkeiten zu den Helden aus ihren Geschichten wird Leo noch entdecken?

 

Kapitel 5-8

Die Geschichte um Leo und Loris nimmt ja jetzt echt Fahrt auf und vieles bestätigt sich, was man bereits vermutet hat. Ich weiß mit Loris immer noch nichts anzufangen. Einerseits ist er mir extrem unsympathisch durch das Rauchen, den Drogenkonsum und die Frauengeschichten. Andererseits merkt man sehr deutlich, dass er versucht damit etwas zu kompensieren, so dass er einem fast leid tun kann. Hoffentlich erfährt man bald etwas mehr über ihn. In Leos Gegenwart lässt er ja schon ein wenig sein wahres Ich durchblitzen.

Leo möchte ich manchmal echt nur noch schütteln. Klar, viele Mädchen in dem Alter stehen auf die „bösen“ Jungs, aber Leo ist mir teilweise zu naiv. Warum vernachlässigt sie sowohl Uni wie auch ihr neuen Freunde, nur um Zeit mit Loris zu verbringen und Dinge zu tun, die so gar nicht zu ihr passen, wie das Rauchen und der Alkohol. Ich hoffe, dass Kimo sie ein wenig umwirbt und ihr zeigt wer die echte Leo ist.

Gut gefallen mir auch die Szenen bei Leo daheim. Ihre Eltern sind liebevoll und nehmen Leo so wie sie ist. Ihre Mutter freut sich mit ihr, als sie erzählt, dass sie jemanden kennengelernt hat und hinterfragt es nicht. Ich glaube hier lässt Julia ihre wundervolle Einstellung einfließen, die sie in ihren Sachbüchern den Menschen ans Herz legt.

 

 

Kapitel 9-12

Puh, was für eine Entwicklung. Ich hatte so sehr gehoffe, dass Leo nicht mit Loris schläft. Das erste Mal ist so fast weggeworfen. Andererseits passt es einfach zu ihr und ihrer Naivität. Sie zieht einfach konsequent weiter ihr Ding durch, ist davon überzeugt Loris schon immer zu kennen und mit ihm die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Dass sie dann den nächsten Schritt geht ist eigentlich nur klar. Ihr Liebesgeständnis finde ich fast schon ein bisschen zu viel, wie kann man so schnell sicher sein jemanden zu lieben. Aber immerhin reagiert Loris ganz anders als ich es erwartet hatte, er nimmt es einfach hin, findet es vielleicht sogar gut.

Immerhin sieht Leo endlich, dass Freunde gut und wichtig sind und lässt eine Freundschaft mit Sina zu. Das tut ihr sicherlich gut, denn nur immer Miri als Freundin, die nicht da ist, kann auf Dauer nicht gut sein. So kommt sie ein wenig raus und nimmt am Studentenleben teil. Und sie hat endlich jemanden gefunden mit dem sie über Loris und die ganze verrückte Geschichte sprechen kann.

Manchmal frage ich mich, warum Leo so naiv ist. Dann muss ich mir aber auch wieder in Erinnerung rufen, dass sie erst 18 ist und in einer sehr heilen Welt aufgewachsen ist. Sie hat ein behütetes Elternhaus, gute Freunde, ein tolles soziales Umfeld mit ihrem Orchester und einen netten Schwarm. Da glaubt man vielleicht gerne, dass Liebe wirklich so schnell entstehen kann. Immerhin erkennt sie, dass sie die andere Frau ist und das Loris Theresa mit ihr betrügt.

Ich werde aus Loris immer noch nicht schlau und weiß nicht, was Leo für ihn ist. Ist sie nur eine gute Freundin, mit der man auch mal ins Bett kann. Oder ist sie doch etwas besonderes, etwas was aber nicht in sein Leben passt weil da Theresa ist? Außerdem frage ich mich immer noch, warum er so viel mit sich machen lässt. Warum tut er seiner Mutter den Gefallen und will eine Frau heiraten, die so gar nicht zu ihm passt und die er anscheinend auch gar nicht mag?

Ich hoffe, dass sich hier in den nächsten Kapiteln so einiges löst und Loris sich für einen Weg entscheidet, mit Leo und komplett für sie da zu sein oder ganz ohne sie.

 

Kapitel 17-20

Das Ende des Buches hat mich doch überrascht und glücklicherweise meine Erwartungen nicht getroffen. Ich hatte ja bei den vorherigen Kapiteln schon geschrieben, dass ich befürchte, dass Loris und Leo wie Sarah und John enden, zum Glück nicht.

Als es zuerst so weiterging wie in den vorherigen Kapiteln war ich etwas verunsichert, wird Leo nie erkennen, dass sie den völlig falschen Weg einschlägt und sie so Loris nicht überzeugen kann aufzuhören sondern ihm noch mehr einen Grund nennt. Miri bringt es ganz gut auf den Punkt, als sie Leo darauf aufmerksam macht sich über Co-Abhängigkeit zu informieren. Ein Thema das viele, viele Menschen leider betrifft. In einer gewissen Weise ist ja nicht nur Leo von Loris Drogenkomsum co-abhängig, sondern auch seine Eltern, die sich seine Liebe erkaufen und ihm somit dieses Leben ermöglichen.

Zum Glück hat die letzte Partynacht mit dem verunreinigten Koks Leo die Augen geöffnet. Dass sie so schnell dann ausgezogen ist und es auch wirklich durchgezogen hat, hat mich doch erstaunt, da sie vorher ja extrem an Loris hing und alles für ihn getan hätte. Aber ich finde es auch gut. Bestimmt war es hier auch wichtig, dass sie in Sina eine Freundin gefunden hatte, die alles akzeptiert und unterstützt hat und sich nicht durch Leos Verhalten hat vergraulen lassen. Solche Freunde sind viel wert.

Das Leo Loris von früher kennt und er der Cousin von Kimo ist fand ich dann doch erstaunlich. Mich hat es gewundert, dass sich Leos Eltern nicht an ihn erinnert haben, das sie Kimo und seine Familie doch schon so lange kennen. Auch das Kimo nichts gesagt hat, fande ich schade. Denn anscheinend ist ihm Leo wichtig, so zumindest kommt es am Ende rüber. Ich hoffe auf jeden Fall, dass Leo nicht wieder rückfällig wird und ihre Geschichte mit Loris abschließen kann.

Lesemonat Dezember

Auch im Dezember habe ich „nur“ sechs Bücher gelesen. Aber es lagen ja auch Weihnachten und der Silvesterurlaub dazwischen, Tage in denen ich so gut wie gar nicht zum lesen gekommen bin.

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Angefangen habe ich den Monat mit Petra Dalquen – Küssen Inder anders? Ein Buch, dass nett war. Leider hatte ich wirklich Schwierigkeiten in die Geschichte hereinzukommen, denn der Schreibstil war etwas holprig und die Figuren doch recht flach. Bestimmt hätte man mehr aus der Geschichte machen können, denn die Idee an sich ist nicht schlecht gewesen. Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht die Richtige Zielgruppe gewesen.

 

 

 

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Wer gerne sinnlose SMS über Seiten liest, dem gefällt Rafael Eigner – Kammerflimmern und Klabusterbeeren sicherlich. Meins war es nicht, vor allem weil Benny in meinen Augen kein sympathischer Mensch ist. Er ist unglaublich überheblich und macht sich über jeden lustig. Leider sind seine Witze aber in meinen Augen nicht lustig und auch jemanden als autistisch zu betiteln wenn man meint, dass er blöd ist finde ich nicht in Ordnung.

 

 

 

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Nicholas Drayson – Kleine Vogelkunde Ostafrikas war endlich ein Buch im letzten Monat, dass mir gut gefallen hat. Mr. Malik ist ein netter älterer Herr, der sich auf eine Wette mit einem alten Freund aus Schultagen einlässt. Nebenher erfährt man einiges über die Vogelwelt Ostafrikas, was für mich als Vogelliebhaber besonders interessant gewesen ist. Ein Buch für alle, die mal nicht die klassische Liebesgeschichte lesen möchten.

 

 

 

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Endlich wieder ein Buch einer meiner Lieblingsautorinnen. Mit Katrin Koppold – Zimtzauber schreibt sie sozusagen die Geschichte aus Mondscheinblues weiter, denn hier geht es um Ninas Schwägerin Elisa. Diese hat haufenweise Pech, nachdem sie einen Schornsteinfeger in ihrem Laden zu Fall gebracht hat und dieser sich verletzt hat. Da ihr eine Wahrsagerin vorhersagt, dass sie so lange Pech haben wird, bis sie es wieder gut gemacht hat, reist sie dem armen Mann in seinen wohlverdienten Weihnachtsurlaub hinterher und macht es damit erst einmal noch schlimmer. Leider ist das Buch recht kurz geworden, aber deswegen nicht schlecht.

 

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Ein Weihnachtsmärchen, mit dem ich erst warm werden musste war Michelle Schrenk – Weihnachtswünsche und andere Katastrophen. Marie erzäht in diesem Buch ihre ganz eigene Weihnachtsgeschichte. Sie begegnet nicht nur ihrer großen Liebe, sondern auch dem Weihnachtsmann. Und genau hier war das Buch erst etwas schwierig für mich, bis ich einfach hinnehmen konnte, dass es sich wohl eher um ein Märchen handelt.

 

 

 

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Allein der Titel von J. Vellguth – Der Duft von Büchern und Kaffee fordert mich förmlich dazu auf das Buch zu lesen. Ich liebe Kaffee und ich liebe Bücher und ich mag die klassische Liebesgeschichte. Und von allem habe ich etwas in diesem Buch gefunden. Natürlich sind die beiden erstmal „verfeindet“ und mögen sich nicht, aber das gehört wahrscheinlich einfach zu solch einer Geschichte dazu.

Michelle Schrenk – Weihnachtswünsche und andere Katastrophen

img_5836In Weihnachtswünsche und andere Katastrophen lässt Michelle Schrenk Marie ihre ganz persönliche Weihnachtsgeschichte erzählen. Marie mag Weihnachten nicht mehr, schon in ihrer Kindheit war es nie schön, da der Weihnachtsmann ihr keine Wünsche erfüllt hat. Dabei handelte es sich bei ihr meist nicht um Materielles, sondern um zwischenmenschliches. Eltern, die sie lieben und wahrnehmen zum Beispiel. Doch in diesem Jahr ist alles noch viel schlimmer, denn das Christkind hat ihr den Mann ausgespannt, mit dem sie alt werden wollte.Natürlich nicht das echte Christkind, sondern nur die Frau, die in diesem Jahr in Nürnberg das Christkind verkörpert.

Marie ist frustriert und auch verbittert. Und deswegen kommt sie auf die nicht gerade schlaue Idee eine ganze Flasche Wein alleine zu trinken und sich danach auf die Straße zu legen. Zum Glück kommt ein junger Mann vorbei, der sie dort aufsammelt. Er hat ein schönes Gesicht, wie ein Lebkuchen, Marie nennt ihn den Lebkuchenmann. Und dem begegnet sie plötzlich wieder, als sie in ein kleines Weihnachtsdorf reist um die Biografie von einem Herrn Klaus zu schreiben.

Doch schnell stellt sich raus, der Lebkuchenmann Niklas ist ein echter Weiberheld und so nimmt Marie schnell Abstand von ihm. Dazu kommt, dass Herr Klaus nie Zeit für sie hat und sie so noch nicht mal arbeiten kann. Doch dann begegnet sie einem netten älteren Herren, der ihr sagt, dass man für seine Wünsche selbst verantwortlich ist.

Das Buch ist ein schönes Weihnachtsmärchen, auch wenn es erstmal nicht nach einem Märchen klingt. Marie erscheint oft ein bisschen naiv und urteilt sehr schnell über Menschen. Das ist etwas schade, passt aber so zu der Geschichte. Es wäre auch alles viel zu einfach, wenn sie nicht immer alles überstürzen würde. In gewisser Weise macht sie das sogar liebenswert.

Ich habe mir erst ein wenig schwer mit den „Märchenelementen“ getan, welche erwachsene Frau glaubt noch an den Weihnachtsmann (mal davon abgesehen, dass der eine Erfindung eines großen Getränkeherstellers ist und doch jedes Weihnachten für die Kinder das Christkind kommt). Aber vielleicht ist es auch richtig, dass man auch als Erwachsener noch ein wenig an den Zauber glauben kann, den eine Zeit wie Weihnachten mit sich bringt. Das ist etwas, dass das Weihnachtsfest, neben der frohen Botschaft, zu etwas besonderem macht.