Nicholas Drayson – Kleine Tierkunde Ostafrikas

In Kleine Tierkunde Ostafrikas erzählt Nicholas Drayson die Geschichte von Rose Mbikwa und Mr. Malik weiter. Und natürlich aller anderer Menschen, die man im ersten Buch kennengelernt hat und schnell mit ihren teilweise recht schrulligen Eigenarten ins Herz geschlossen hat.

 

Inhalt

Rose Mbikwa kehrt nach dem Tod ihres Vaters nach Nairobi zurück, Mr. Malik ist immer noch genauso verliebt in sie, wie vor ihrer Abreise. Doch auch Harry Khan ist wieder in der Stadt und macht Rose schöne Augen. Mr. Malik weiß eigentlich, dass er gegen Harry Khan keine Chance hat.

Doch es scheint als wäre da sein kleinstes Problem, denn in Nairobi läuft einiges schief, was nicht zuletzt an den sehr korrupten Politikern liegt. So erstaunt es nicht, dass Mr. Maliks Kollumne nicht weiter erscheinen darf und die ganze Zeitung sogar ihre Zulassung verlieren soll. Doch dann verschwindet auch noch die Zulassungsurkunde des Assadi Clubs, Mr. Maliks zweiter Heimat. Dem Club droht die Schließung, das Gebäude soll abgerissen werden. Harry Khan versucht die Mitglieder zu trösten, ihm ist das Land rund um den Club angeboten worden, um dort ein riesiges Einkaufszentrum zu bauen. In diesem könne er den Mitgliedern des Assadi Clubs sicherlich einen kleinen Bereich zur Verfügung stellen. Mr. Malik setzt alles daran, dass dies nicht passiert.

Man könnte meinen, dass er damit schon ausgelastet genug ist, doch nebenbei organisiert er noch die jährliche Clubsafari inklusive Überraschung und versucht die Hochzeit seiner Tochter zu organisieren. Die kann sich aber nicht wirklich festlegen, vor allem nicht auf den zukünftigen Bräutigam.

 

Meine Meinung

Wie auch schon der erste Band plätschert die Geschichte so vor sich hin, ist dabei aber nie langweilig. Selbst die Diskussionen im Club zwischen Mr. Maliks Freunden sind diesmal recht unterhaltsam und interessant.

Mr. Malik ist ein Mensch, von dem sich jeder eine Scheibe abschneiden kann. Er hat eine unglaublich positive Lebenseinstellung und ist völlig selbstlos. Dass seine Tochter gefühlt alle drei Minuten ihre Meinung zu ihrer Hochzeit ändert nimmt er genauso hin, wie das Ende seiner Kollumne oder die ewig unerreichbare Rose Mbikwa. Er beklagt sich selten und versinkt nicht in Selbstmitleid, sondern versucht der gesamten Situation etwas positives abzugewinnen und eine, für alle Beteiligten, gute Lösung zu finden.

Diesmal ist es nicht die Vogelwelt, sondern, wie der Titel schon verrät, die Tierwelt Ostafrikas, die der Autor in der Geschichte dem Leser näher bringt. Dabei geht es nicht unbedingt um die Big Five (hier sind sich die Assadi Club Mitglieder auch uneinige, welche nun dazu gehören und welches das gefährlichste ist), sondern auch um kleine und unscheinbare Wesen, die der Leser vielleicht vorher noch gar nicht kannte.

 

Fazit

Ein Buch, dass sich gut und schnell lesen lässt über einen Menschen, der das Leben so nimmt, wie es kommt. Nebenbei gibt es noch einen Einblick in die Tierwelt Ostafrikas und in die Politik in Nairobi.

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Simone Glueck – Alien Parenting – Das völlig verrückte Leben mit High-Need-Kindern: Schatz du musst noch die Enten holen

Auf das Buch Alien Parenting von Simone Glueck bin ich über die Schreibaby-Gruppe auf Facebook aufmerksam geworden, denn Simone ist dort selbst Mitglied und schreibt von ihren Erfahrungen. Solche Bücher machen mich neugierig, denn ich will wissen, wie es anderen Eltern mit Schreibabys erging. Doch das ist gar nicht so richtig Thema dieses Buches, auch das Thema High-Need kommt für mich nur versteckt vor, denn mir erscheint ihr Sohn Julian als ein ganz normales Kind. Das mag nun vielleicht daran liegen, dass ich selbst so einen Wirbelwind daheim habe.

Zu Beginn hat mich das Buch etwas verärgert, denn Simone Glueck schreibt lang und breit über ihre Erfahrungen in Pekip- und ähnlichen Kursen. Sie war immer der Alien, die Mutter, die es anders gemacht hat. Denn alle anderen Mütter haben natürlich ab dem vierten Monat Brei gefüttert, kaum oder gar nicht gestillt, nicht getragen und windelfrei fanden die alle doof. Auch die Kursleiterinnen sind unsensibel und kennen sich mit all diesen Themen nicht aus. Es mag sein, dass sie wirklich solche Erfahrungen gemacht hat, ich finde sie aber sehr übertrieben und sehr abwertend geschrieben gegenüber Müttern, die es anders machen. Vielleicht machen sie es grade anders, weil sie es nicht besser wissen. Oder einfach, weil sie denken, dass dies der beste Weg für sie ist.

 

Inhalt

Simone Glueck erzählt unzusammenhangslos Anekdoten aus ihrem Alltag mit zwei Kindern. Ihr Sohn Julian ist bei der Geburt seiner Schwester Lotta drei Jahre alt und manchmal immer noch sehr fordernd, eben typisch High-Need-Kind und ehemaliges Schreikind. Doch Lotta ist zum Glück ganz anders, ein ruhiges und ausgeglichenes Kind, welches bei einer schönen Hausgeburt zur Welt kam. Auch der Geburtsbericht findet Platz in diesem Buch und passt wunderbar hinein.

Doch auch viele andere lustige Geschichten finden in dem Buch Platz. So wird das Abholen der Nummernschilder zu einem wahren Kraftakt bei dem am Ende nicht nur die Mutter, sondern auch die Oma nass geschwitzt sind und das gesamte Amt sich wahrscheinlich wünscht, Familie Glueck möge nie wieder ein Auto anmelden.

Meine absolute Lieblingsgeschichte ist die von der Nuss in der Nase. So tragisch die Situation wahrscheinlich zwischendrin war, Simone Glueck gelingt es ruhig zu bleiben und es hinterher mit einem zwinkernden Auge zu erzählen.

 

Meine Meinung

Leider ist das Buch für meinen Geschmack sehr wirr geschrieben, doch genau so scheint Simone Glueck zu sein, chaotisch und immer auf der Suche nach etwas neuem. Das macht sie zwar sympathisch, das Buch dadurch aber nicht einfacher zu lesen. Vor allem wenn sich Geschichten wiederholen.

Ob die Welt nun genau auf dieses Buch gewartet hat wage ich zu bezweifeln. Trotzdem ist es eine kurzweilige Lektüre für alle Eltern mit Kindern, egal ob High-Need oder nicht. Denn in so vielen Situationen erkennt man sich wieder und kann mit Familie Glueck mitlachen.

Mir macht es vor allem Mut zu hören, dass das Leben mit einem High-Need-Kind und einem zweiten Baby durchaus meisterbar ist. Und ich lese furchtbar gerne über andere Kinder, die genau wie die Tochter kleine Persönlichkeiten sind, die genau wissen, was sie wollen.

 

Fazit

Wer kein Problem mit dem wirren Schreibstil hat und ein selbst bedürfnisorientiert mit den Kindern lebt, wird an diesem Buch viel Freude haben.

Daphne Unruh – Fliedertraum

Auch Fliedertraum von Daphne Unruh spielt in der magischen Welt, die sie schon in den Zauber der Elemente-Reihe geschaffen hat. Das Buch spielt völlig unabhängig von dieser Reihe, es fällt aber sicher leichter es zu lesen, wenn man die anderen Bücher kennt.

Inhalt

Laura ist in der magischen Blase von Köln zuhause und dort aufgewachsen. Sie kennt die reale Welt nur aus Erzählungen ihrer Mutter und anderer Bewohner, denn sie kann die Blase nicht verlassen. Leider hat sie bis heute keine magischen Fähigkeiten ausgebildet, sollte dies bis zu ihrem 20. Geburtstag nicht passieren, wird sie für immer in der Blase bleiben müssen und nie die reale Welt kennenlernen. Doch genau das wünscht sie sich so sehr.

Durch einen merkwürdigen Zufall gelingt es Laura in die reale Welt zu kommen. Doch dort ist nicht alles einfach, die Schwierigkeiten fangen erst an, denn sie erfährt, dass sie eine Zwillingsschwester hat und wer ihr Vater ist. Laura wird in eine Welt katapultiert, die ihr fremd ist und in der sie sich nur schwer zurecht findet. Und dann ist da ja auch noch Fabio, den sie so sympathisch findet, den aber ihre Zwillingsschwester so gar nicht ausstehen kann.

Als wenn das nicht alles schon kompliziert genug ist, gerät auch noch die magische Blase von Köln in Gefahr. Keiner weiß, wie die Blase zu retten ist und Laura droht ihre Welt und ihr Zuhause zu verlieren.

Meine Meinung

Dieses Buch ist ganz anders, als die anderen Bücher, die in der magischen Blase spielen und hat doch sehr viele Ähnlichkeiten. Mir gefällt die Kölner Blase wesentlich besser als die Berliner, da die Bewohner dieser Blase sehr viel sympathischer erscheinen und auch die Blase eine wundervolle Welt zu sein scheint.

Lauras Zerrissenheit kann ich gut nachvollziehen. Natürlich will sie dazu gehören und auch wie alle anderen zwischen den Welten reisen können. Ich verstehe auch ihre Neugier, nicht nur auf die reale Welt sondern auch auf ihre Herkunft. Schade finde ich nur, dass sie diese Welt in Gefahr bringt und sehr egoistisch handelt.

Fazit

Dieses Buch von Daphne Unruh ist eine schöne Ergänzung zu den Zauber der Elemente-Büchern und gibt einen anderen Blick auf die magische Welt, die sie erschaffen hat.

Mella Dumont – Isle of us

Mit dem zweiten Band der Siebenstern-Dystopie Isle of us kehrt der Leser gemeinsam mit Fallah an die Akademie der Siebensterne zurück.

Inhalt

Fallah versucht weiterhin gemeinsam mit Marcus die Wahrheit ans Licht zu bringen und die aktuelle Regierung zu stürzen. Doch damit löst sie die zweite rote Revolution aus, ein Bürgerkrieg tobt durch das Land. Für Fallah wird es immer schwieriger, weiß sie doch nicht, wer Freund und wer Feind ist. Immer mehr Verbündete tauchen auf, weitere Verbindungen werden aufgedeckt und Hinterhalte gelegt. Fallah, Marcus und die anderen Kandidaten geraten immer wieder in brenzlige Situationen, denn irgendwer versucht sie alle auszuschalten.

Doch Fallah und auch Marcus sowie Jace geben nicht auf und kämpfen weiter für ein gerechteres Leben für alle. Unverhoffte Hilfe bekommen sie dabei von Menschen, von denen sie es nie gedacht haben. Andere dagegen fallen ihnen in den Rücken.

Fazit

Mella Dumont gelingt es eine Fortsetzung zu schreiben, die noch rasanter ist, als der erste Teil. Immer mehr Verbindungen und Verstrickungen tun sich auf. Irgendwann weiß selbst der Leser nicht mehr, wer nun zu den Guten gehört.

Das Ende hat mich jedoch nicht wirklich zufrieden gestellt. Der letzte Kampf wurde viel zu einfach und zu schnell gewonnen und das ganze Land war plötzlich wieder friedlich.

Nachdenklich macht dieses Buch auf jeden Fall. Es zeigt, was passieren kann, wenn einzelne Personen ihre Macht ausüben. Und es zeigt auch, welche Macht die Masse haben kann.

Ganz klar eine Leseempfehlung.

Simona Dobrescu – Verdammt.Verliebt

Das letzte Buch, dass ich mir für die #5weeks5books-Lesechallenge rausgesucht hatte, war leider so gar nicht mein Fall. Verdammt.Verliebt von Simona Dobrescu ist verdammt lang und zieht sich wie Kaugummi.

 

Inhalt

Nachdem ihre Eltern und ihre kleine Schwester bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen, zieht Mimi zu ihrer Tante Maddy nach Kalifornien. Dort ist sie heimisch, denn sie hat jeden Sommer dort verbracht. Ihre beiden besten Freunde Drew und Abby wohnen in dem kleinen Ort und versuchen sie aufzufangen. Das gelingt ihnen erst nicht so gut, doch mit dem neuen Schuljahr traut sich Mimi auch in die Schule und trifft dort sehr schnell auf Morgan, der Mädchenschwarm und gefeierte Quaterback des Football-Teams.

Doch irgendetwas stimmt nicht, denn sie erlebt furchtbares, sobald Morgan in ihrer Nähe ist. Höllische Hunde verfolgen sie und sie erleidet unglaubliche Schmerzen. Doch alles scheint nur in ihrem Kopf zu passieren, keiner ihrer Freunde bemerkt es. Erst ein Gespräch mit Morgans Schwester Brooke schafft Klarheit, denn Morgan und sie kommen sozusagen direkt aus der Hölle, denn ihr Vater ist Luzifer persönlich.

Schnell wird klar, dass Mimi die Frau an Morgans Seite ist und so lässt sie sich auf ihn und sein verschwenderisches Leben ein. Sie trainiert hart, um die Nachfolgerin von Morgans Mutter zu werden, vergisst dabei aber völlig wer ihre Freunde sind und wer sie eigentlich ist.

 

Meine Meinung

Dass das erste Kapitel sehr zäh werden würde, hatte ich schon vor dem Lesen in einigen Amazon-Rezensionen erfahren. Und es war zäh, ich hab ganze zwei Abende gebraucht es zu lesen und am zweiten meinem Mann vorgejammert, wie schrecklich es ist, ich es aber nicht weglegen will, weil so viele Leute immer wieder schreiben, dass es ein gutes Buch ist. Ich persönlich finde es einen sehr unglücklichen Start, der sicherlich den ein oder anderen Leser vergraulen wird.

Für meinen Geschmack wurde es auch anschließend nicht besser. Mimi ist oberflächlich, Morgan noch viel mehr. Es geht nur um Schönheit und Geld, Frauen sind Weibchen, die sich aufhübschen, aber sonst nicht viel können. Männer sind stark und überlegen. So ein richtig klassisches, ätzendes Rollenbild.

Dass ich Morgan nicht mag, kann sich wahrscheinlich jeder denken. Aber auch Mimi fand ich einfach nur ätzend. Sie gibt alles für Morgan auf und verrät alle ihre Freunde, die ihr in jeder Lebenslage zur Seite standen und von denen sie noch ein paar Seiten vorher behauptet, dass sie für sie die wertvollsten Menschen überhaupt sind.

Auch der Schreibstil sagt mir nicht zu. Simona Dobrescu hat Literatur studiert und scheint das in ihren Büchern einfliesen lassen zu wollen. Die Sätze sind verschachtelt und kompliziert geschrieben. Manchmal bekommt man das Gefühl. sie versucht ein Fremdwort zu finden, damit es besser klingt oder sie mehr Wörter produzieren kann. Störend auch, die langen Dialoge, die die Handlung überhaupt nicht voran gebracht haben.

 

Fazit

Schade, die Idee des Buches war gut, das Buch hingegen war so gar nicht mein Geschmack. So ist es auch kein Wunder, dass ich für die knapp 800 Seiten fast fünf Wochen gebraucht habe und somit an dieser Lesechallenge gescheitert bin.

 

Daphne Unruh – Regenbogenamsel

Als ich mir Regenbogenamsel von Daphne Unruh ausgeliehen hatte, dachte ich nicht, dass es mir so gut gefallen würde. Ich hatte die Zauber der Elemente-Reihe gelesen und war nicht von allen Teilen begeistert, mochte sie aber genug, um mir ein weiteres Buch von ihr auszuleihen. Ich bin absolut kein Computerspieler (nur mit einem verheiratet) und kann deswegen Spielen wie Lost City nichts abgewinnen. Dass das für das Buch relativ egal ist habe ich aber schnell gemerkt. Vorab, es hat mir wirklich gut gefallen.

Yuma hat grade ihr Abitur gemacht und möchte nun so schnell wie möglich zu ihrem Ferienjob an den Atlantik in Frankreich. Weg von daheim, wo sie Tür an Tür mit ihrem Stiefbruder Linus lebt, der ununterbrochen Computer spielt und nach Yumas Meinung ein Suchtproblem hat. Plötzlich taucht bei ihm auch noch Amon auf, ein zwielichtiger Typ, dem Yuma nicht traut. Sie ist sich sicher, dass die beiden irgendetwas illegales vor haben und spioniert Linus hinterher.

Doch so richtig illegal ist es nicht, denn Amon will Linus Zugang zu Lost City verschaffen, dem realen nicht dem Computerspiel. Doch Yuma fängt das Päckchen an Linus mit einem speziellen Armband ab und so landet sie an seiner statt in dem Spiel und ist erstmal in Gefahr. Doch Amon hilft ihr, obwohl er das gar nicht darf und gibt ihr dadurch eine Chance zu überleben. Schnell findet sich Yuma in der für sie völlig fremden Welt zurecht und schließt sich einer Gruppe an. Doch eigentlich will sie zu Amon, denn sie merkt, dass zwischen ihnen so viel mehr ist. Amon jedoch ist der Feind.

Die Idee, Menschen in ein Computerspiel zu bringen, ist nicht neu und trotzdem hier wirklich gut gemacht. Ich bin beim Lesen mit Yuma durch die Straßen von Lost City gelaufen und hatte ein genaues Bild der Stadt vor meinen Augen. Ihr Unwissen hat mir geholfen in die Geschichte und auch das Spiel reinzukommen.

Das Buch ist eine absolute Empfehlung, meinen Mann werde ich wohl drängen es zu lesen, denn das könnte ihm gut gefallen. Es geht zwar auch um Liebe, aber es geht auch um das Spiel, wie es sich verändert und wie es auf die echten Menschen reagiert.

Virginia Fox – Rocky Mountain Crime

Virginia Fox hat mit Rocky Mountain Crime bereits den 11. Band ihrer Rocky Mountain-Reihe veröffentlicht. Das tolle ist, dass sie ständig weiter schreibt und der nächste Band schon angekündigt ist.

In diesem Band erzählt sie die Geschichte von Valentina und Big A. Wer alle Bände gelesen hat kennt die beiden bereits aus der Geschichte um Cole und Avery, denn die beiden sind deren Geschäftspartner und gute Freunde, die mit ihnen nach Independence gehen um dort die Sicherheitsfirma zu eröffnen.

Valentina und Big A sind auch Freunde und Mitbewohner und manchmal eben auch mehr. Jedoch nur manchmal und gerade Big A scheint seine Geheimnisse zu haben, denn er verschwindet immer wieder spät Abends und will Valentina nicht sagen, was er tut. Sie ist sich sicher, dass er zu einer anderen Frau geht und ihr nicht genügt. Also beschließt sie Nägel mit Köpfen zu machen und zieht aus. Aber Big As Geheimnis lässt ihr keine Ruhe, vor allem nicht, nachdem sie entdeckt hat, dass sie auch ein ziemlich großes Geheimnis hat. Und so spioniert sie ihm nach und gerät dabei selbst sehr schnell in Gefahr.

Dieser Band gehört definitiv zu meinen Lieblingen, denn ich mag Valentina. Sie ist eine erwachsene Frau, die mitten im Leben steht und genau weiß was sie will. Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Natürlich ist sie irgendwann ziemlich leichtsinnig in ihren Aktionen, aber das gehört irgendwie zu dieser Geschichte dazu. Gut gefallen hat mir auch, dass es kein großes Drama gibt, sondern Big A und Valentina eine Beziehung auf Augenhöhe führen und nicht lange rumschmollen.

Auch hier erhält man wieder einen Einblick in das Leben der Bewohner von Independence und trifft sogar Luna-Maie wieder, was ich besonders toll fand. Ich bin gespannt, ob sie im nächsten Teil vielleicht eine etwas größere Rolle spielen wird.

Marion Zimmer-Bradley – Die Nebel von Avalon

IMG_6116Es ist eines der Bücher, von dem viele sagen, dass man es gelesen haben muss, Die Nebel von Avalon von Marion Zimmer-Bradley. Bisher hatte ich es noch nicht gelesen und so habe ich die Gelegenheit genutzt und es aus dem offenen Bücherregal im Bahnhof mitgenommen. Und seitdem habe ich es zur Arbeit und wieder zurück geschleppt und mich auf meiner fast 90-minütigen Bahnfahrt durch die Seiten gequält. Irgendwann hatte ich so weit gelesen, dass ich es nicht abbrechen wollte, das mache ich sowieso sehr ungern. Außerdem hatte ich immer noch die Hoffnung, dass der spannende Teil nun endlich kommen mag.

Zimmer-Bradley erzählt in diesem Buch die Artussage aus Sicht seiner Halbschwester Morgaine. Diese ist Priesterin von Avalon, Anhängerin der alten Naturreligion und wird im Laufe des Buches eine wichtige Ratgeberin sowohl für Artus als auch seine Königin Gwenwhyfar. Doch Morgaine ist durchtrieben und verfolgt ihre eigenen Pläne, sie kämpft gegen das Christentum und gegen die Christianisierung von Britannien. Erscheint sie am Anfang noch jung und naiv wird sie im Verlauf des Buches immer hartherziger und skrupelloser, das macht sie nicht gerade sympathischer.

Aus meiner Sicht erfährt man in diesem Buch nicht viel über Artus, seine Tafelrunde und deren Taten, welche ja eigentlich die Sage um ihn und die Runde ausmachen. Viel mehr wird hier lang und breit der Kampf zwischen Naturreligion und Christentum ausgebreitet. Die Charaktere bleiben alle sehr flach und sind sehr stereotyp. Das ist schade, denn man hätte sicherlich mehr aus den einzelnen Personen machen können bzw. die Geschichte auf die wesentlich wichtigen Personen beschränken können.

Positiv aufgefallen ist mir, dass Morgaine immer wieder betont, dass alle Götter ein Gott sind und dass die große Mutter-Göttin und der christliche Gott einer sind. Das ist heute eine wichtige Botschaft und eine, die mir gefällt. Denn aus meiner Sicht sind auch heute alle Götter ein Gott, nur dass ich meinen Gott vielleicht anders anspreche und bezeichne, als andere Menschen in anderen Kulturen und Religionen es tun.

Was mich aber leider am meisten an dem Buch gestört hat ist das viele Blabla, anders kann ich es nicht bezeichnen. Für mich las sich das Buch an vielen Stellen nicht flüssig und ich musste mich sehr oft auf das lesen konzentrieren. Ich weiß nicht wie oft meine Gedanken abgeschweift sind, weil ich das Gefühl hatte, dass sich doch wieder alles wiederholt und Morgaine mal wieder über die gleichen Dinge philosophiert. Ich lese wirklich gerne dicke Bücher und habe auch erstmal kein Problem, wenn ein Buch über 1000 Seiten hat. Hier habe ich aber den Eindruck gewonnen, dass man das wesentlich kürzer hätte fassen können.

Ich bin ein wenig enttäuscht, dass mir das Buch so schlecht gefallen hat, hatte ich doch viel mehr erwartet. Ich habe nach der Lektüre nicht das Gefühl wirklich viel mehr über Artus und die Tafelrunde zu wissen, das ist schade.

Einzig die Widmung, die ich in dem Buch gefunden habe, fand ich sehr toll. Da fragt man sich gleich wer denn die beiden Personen sind, also derjenige dem das Buch geschenkt wurde und die schenkende Tante (Bild folgt).

Lesemonat Januar

Und wieder ist ein Monat rum und ich habe einiges gelesen. Auch in diesem Monat waren es sechs Bücher, die ich komplett gelesen habe. Von einem siebten habe ich immerhin die ersten knapp dreihundert geschafft, ich glaube 1000 kommen noch, dazu aber dann mehr wenn ich es ausgelesen habe.

img_5965Mit Mella Dumont – Lindenmond setzt sich die Colors of Life-Reihe fort. Auch wenn mir in diesen Bänden die Hauptpersonen Valerie und Lukas wesentlich sympathischer sind, hat sich der Band sehr gezogen, denn es passierte gefühlt eigentlich gar nichts bzw. nicht wirklich sonderlich viel. Deswegen bin ich jetzt sehr gespannt, wie Mella Dumont alles auflösen möchte, denn der nächste Band soll auch der Band sein, der die Reihe abschließen wird.

 

 

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Michelle Schrenk – Der Zauber des ersten Schnees ist eine nette Liebesgeschichte, die zwischendrin wirklich sehr traurig wird. Das Buch ist zwar recht kurz, länger hätte man die Geschichte aber auch nicht ausschmücken dürfen. Besonders schön finde ich auch die Botschaft: Lebe so, wie du es für richtig hälst. Mach das, worauf du Lust hast. Sei du selbst.

 

 

 

img_5954Immer wieder habe ich von Simon Beckett gehört und so musste ich irgendwann ein Buch von ihm lesen. Simon Beckett – Die Chemie des Todes habe ich durch Zufall im offenen Bücherregal entdeckt und so war dieser erste Band von ihm auch mein erstes Buch, das ich von ihm gelesen habe. Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen, da er nicht so gruselig war wie ich es erwartet hatte und sich sehr gut lesen lies. Nur das Ende hat mich doch sehr enttäuscht, das war irgendwie ein bisschen zu viel des guten.

 

 

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Mit Virginia Fox – Rocky Mountain Lion ist mittlerweile der neunte Band der Rocky Mountain-Reihe erschienen. Und es soll nicht der letzte sein, was mich besonders freut, denn ich lese die Bücher von Virginia Fox wirklich sehr gerne. Dieser Band ist außerdem auch wieder einer der stärkeren der Reihe. Schade ist hier nur, dass Anna und Donovan keinen eigenen Band bekommen haben sondern ihre Liebesgeschichte so nebenher erzählt wurde.

 

 

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Julia Dibbern – Wenn ich dich nicht erfunden hätte habe ich im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde gelesen. Das war eine ganz andere Art ein Buch zu lesen und hat mir wirklich Spaß gemacht. Leider konnte ich mich nur nicht ganz so an der Runde beteiligen, wie ich es gewollt hätte. Das Buch hat mir recht gut gefallen, auch wenn man durch den Klappentext etwas ganz anderes erwartet hätte.

 

 

 

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Anfang März werde ich den ersten Teil des artgerecht-Coach absolvieren und so war es klar, dass ich nun endlich auch dieses Buch lesen muss. Nicola Schmidt – artgerecht enthält eigentlich alle Informationen, die Eltern benötigen um ein glückliches und zufriedenes Baby zu haben (außer es ist so ein Brülläffchen wie unseres, aber selbst dann hilft dieses Buch einiges zu verstehen bzw. ermutigt Dinge anders und gelassener anzugehen). Das Buch erklärt warum unsere Babys getragen werden wollen und bei den Eltern schlafen wollen, es führt in Windelfrei ein und ermutigt so lange zu stillen wie es für Mutter und Kind gut und richtig ist.

Nicola Schmidt – artgerecht

Endlich, endlich, endlich habe ich es auch gelesen, Nicola Schmidts artgerecht – Das andere Babybuch. Der Untertitel (natürliche Bedürfnisse stillen, gesunde Entwicklung fördern, naturnah erziehen) sagt eigentlich schon alles über das Buch aus. Eine echte Grundlage für alle Eltern, aber vor allem für die, die krampfhaft versuchen ihr Steinzeitbaby in eine von der Uhr vorgegebene Tagesschablone zu pressen.

Nicola Schmidt zeigt in ihrem Buch, dass unsere Babys echte Steinzeitbabys sind, wenn sie auf die Welt kommen. Sie versucht uns zu erklären, wie wir unsere Babys verstehen können und wie sie ticken, denn unsere Babys wissen noch nicht, dass es eine Uhr gibt, dass wie die Haustür abschließen können und sicher sind, oder dass es auch bei fremden Menschen gut und sicher sein kann.

Besonders wichtig bei der artgerechten Erziehung, wie Nicola Schmidt sie propagiert, ist der Clan oder das Dorf. Bindungsorientierte Erziehung ist eine super Sache, nur leider nicht immer gut für die Eltern, wenn sie ganz alleine mit ihrem Kind sind. Gerade Mütter neigen dazu sich aufzuopfern und geben sich in den ersten Jahren komplett auf. Das ist weder für das Baby noch für die Eltern gut und richtig. Nicola Schmidt ermutigt die Eltern dazu Kontakte zu anderen Eltern aufzubauen und zu schauen, wer ähnliche Interessen und Erziehungsansätze hat. Oder eben auch die Großeltern, Nachbarn oder Freunde mit einzubeziehen. Keine Angst zu haben um Hilfe zu bitten und das Kind ermutigen eine gute Beziehung zu anderen Menschen aufzubauen.

Gegliedert ist das Buch dabei in einzelne Abschnitte, die sich mit den wichtigsten Themen beschäftigen. Es beginnt mit einem Kapitel über eine artgerechte Schwangerschaft, in welcher wir nicht eine rundum Betreuung durch Ärzte und Krankenhäuser brauchen, sondern Ruhe und Zeit und eine tolle Hebamme. Im nächsten Kapitel geht es um die artgerechte Geburt und das Ankommen in unserer Welt. Wo findet man den richtigen Ort für die Geburt, wer soll und darf dabei sein, wie kann man mit Schmerz umgehen, welche Rolle spielt der Vater und wie kann ein Kaiserschnitt artgerecht sein.

Ist das Kind da kommt sehr schnell die Frage nach der Ernährung, im Kapitel über artgerechte Ernährung schreibt Nicola Schmidt viel über das Stillen, dass ja bekanntlich das Beste für das Kind ist. Auch dieses Buch ermutigt nicht aufzugeben, wenn es von Anfang an nicht klappen mag.

Besonders wichtig finde ich die nächsten beiden Kapitel, in denen es um den artgerechten Schlaf und das Tragen geht. Denn das beieinander schlafen und das Tragen sind in unserer Gesellschaft leider immer noch viel zu sehr verpönt. Viele behaupten, dass die Kinder so nur verwöhnt werden, niemals im eigenen Bett schlafen können werden und auch nie laufen lernen. Das ist völliger Quatsch und genau mit diesen Vorurteilen wird in den beiden Kapiteln aufgeräumt. Es ist so unglaublich wichtig für das kleine Menschenkind, dass es Mama und Papa ganz nah bei sich hat und spürt, dass gerade diese beiden immer für es da sind. Das ist kein verwöhnen, dass ist lediglich das Stillen von Bedürfnissen. Und wie heißt es am Ende des Buchs so schön:

Gestillte Bedürfnisse verschwinden, unerfüllte Bedürfnisse tauchen ein Leben lang immer wieder auf.

In einem weiteren Kapitel schreibt Nicola Schmidt über artgerechte Sauberkeit. Sie erklärt wie windelfrei funktioniert und wie man für sich den besten Weg finden kann. Und ganz wichtig, es gibt hier nicht den einen richtigen Weg, jeder ist gut, solange es sich für Kind und Eltern gut anfühlt.

Im Kapitel über artgerechte Betreuung schreibt Nicola Schmidt über die unterschiedlichen Betreuungsformen und wie gut sie für ein Kind sein können. Definitiv ein Kapitel, dass mich sehr zum Nachdenken angeregt hat, da wir auf die Betreuung in der Kita angewiesen sind. Betruungsplatzmangel macht es leider notwendig, dass man sein Kind ggf. in eine Situation bringt, die für alle nicht optimal ist. Aber auch hier zeigt das Buch, wie man damit umgehen kann und auch wir werden den Kitastart meistern.

In einem letzten Kapitel geht es um artgerechtes Leben und vor allem darum, dass wir aufhören sollen unsere Kinder als „schwierig“ einzustufen, wenn sie mehr brauchen als wir manchmal geben können. Denn dass Kinder manchmal viel fordern ist ganz normal, sicherte es doch in der Steinzeit oder auch heute noch bei den Naturvölkern ihr überleben.

Ich bin, das muss ich zugeben, ein Fan der artgerecht Bewegung und habe dieses Buch deswegen sehr gerne gelesen, auch wenn mir viel schon bekannt war und wir sehr viel auch jetzt schon so leben. artgerechter Umgang miteinander macht glücklich, das Buch hilft den richtigen Weg für die eigene Familie zu finden und gibt Ideen.

Und hier noch ein besonders schönes Zitat aus dem Buch, dass argumentiert warum es dieses Buch geben muss und das ich so unterschreiben kann:

Wir sind auf dem besten Weg, unseren Planeten zu zerstören. Das ist doof – es ist der einzige mit Schokolade. Ich denke: Es ist noch nicht zu spät. Aber wir brauchen starke und kreative Menschen. Und wir finden sie direkt in unseren Armen. Wenn unsere Kinder lernen, dass die Welt ein wunderbarer, freundlicher Ort ist, werden sie alles dafür tun, um sie zu schützen. Deshalb ist es Zeit für ein artgerecht-Babybuch. Es ist an der Zeit, etwas zu verändern: Schritt für Schritt, Baby für Baby. Die Blauwale können nicht nochmal 300 Jahre warten.