Mella Dumont – Isle of Seven

Von Mella Dumont habe ich die Colors of Life-Reihe gelesen und mochte die Bücher recht gerne, auch wenn mir nicht immer alle Charaktere sympathisch waren. Isle of Seven und auch der zweite Band der Siebenstern-Dystopie Isle of Us hörten sich vom Klappentext nach einer ganz anderen Welt an, aber nicht weniger spannend.

 

Inhalt

Falah ist eine junge Frau, die immer erst an andere denkt, bevor sie an sich denkt. So bringt sie sich in unglaubliche Schwierigkeiten als sie ihrem Nachbarn und Ziehvater Punkte für den Zahltag zuschummelt, damit dieser nicht unter die Linie gerät und ein sogenannter Red Ball wird. Doch anstatt einen Prozess und am Ende die Abstufung zu Red Ball zu durchlaufen, wird Falah auf die Akademie der Siebensterne berufen und erhält Platinstatus, den höchsten Status in ihrer Gesellschaft.

Auf dem Weg zur Akademie lernt sie Markus kennen und freundet sich recht schnell mit ihm an. Markus ist durch und durch Techniker und möchte herausfinden, was es mit der Insel der Siebensterne und dem Mythos um sie auf sich hat. Er weiht Fallah in seine Pläne ein und gemeinsam planen sie, wie sie die Geheimisse aufdecken können.

Falah wird schnell zu einer Symbolfigur in einer aufkommenden Revolution, denn sie ist das hilfsbereite Mädchen der Massen, dass es geschafft hat die Wahrheit aufzudecken. Doch für sie ist das alles nicht unbedingt gut, denn sie erkennt, dass sie mit ihrem Handeln nicht immer nur für Gutes gesorgt hat.

 

Meine Meinung

Die Idee dieser Utopie finde ich sehr spannend. Es gibt keine genauen Angaben wann dieses Buch spielt, jedoch deutet vieles darauf hin, dass wir uns ca. im Jahr 2100 befinden, nach einem Ölkrieg und in einer Welt mit unglaublicher Ressourcenknappheit. England hat sich vom Rest der Welt abgespalten und ein eigenes Wertesystem eingeführt. Die Reichen profitieren, die Armen werden oft noch ärmer und müssen um ihr Überleben kämpfen.

Um den Menschen Mut zu machen wird ein Mythos um die Siebensterne aufrecht erhalten, der aber unglaublich viele Lügen und Intriegen enthält. Siebensterne sind Wissenschaftler, die das Land voranbringen, aber ohne Verbindung zur restlichen Welt auf einer einsamen Insel leben und arbeiten.

Falah ist mir sympathisch und besonders gut gefällt mir, dass sie auch mal scheitert und nicht die glänzende Symbolfigur ist. Sie ist eine normale junge Frau, die vielleicht etwas zu neugierig ist, manchmal etwas naiv und die vor allem einen unglaublich ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat.

Ein wenig erinnert mich Falah an Katniss aus den Tributen von Panem und doch ist sie wieder ein ganz anderer Typ. Auch das Punktesystem und die Zonen erinnern an die Welt von Katniss.

 

Mein Fazit

Meiner Meinung nach ist diese Reihe die bisher beste von Mella Dumont. Mich hat sie mit der Geschichte und der Welt die sie erschaffen hat absolut überzeugt. Für Leser, die die Tribute von Panem mochten, ist dieses Buch auf jeden Fall empfehlenswert.

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Kira Minttu – Me, without words

Buch Nummer vier für #5weeks5books war Me, without words von Kira Minttu. Eigentlich ein Jugendbuch, hat es mir doch sehr gut gefallen, auch wenn ich mich am Anfang noch gefragt habe, wann es denn nun endlich richtig losgehen mag. Aber genau diese Art zu schreiben, hat mich im Laufe des Buches gefesselt und begeistert.

Juli ist sechszehn und eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben. Sie ist mit Levin zusammen, den sie gerne mag und ihre beste Freundin Katinka mit dessen bestem Freund Jako. Das Leben könnte also so schön sein, wenn da nicht das ewige Schweigen ihrer Eltern wäre. Als dies kaum noch auszuhalten ist, erbrennt zwischen ihren Eltern ein schlimmer Streit in Folge dessen sie sich endgültig trennen. Julis Mutter zieht zu ihrem neuen Freund, Juli bleibt mit ihrem Vater in der Wohnung in Frankfurt zurück.

Ungefähr zu dieser Zeit trifft Juli Marc. Er ist gute fünf Jahre älter, wohnt in einer eigenen Wohnung und verdient anscheinend auf eine etwas zwielichte Art sein Geld, lebt aber vornehmlich vom Geld seines Vaters. Und er ist der einzige, der Juli versteht und sie in dieser schweren Zeit auffängt. Levin hört ihr nicht zu, er denkt immer nur daran den nächsten Schritt zu gehen. Und auch Katinka gelingt es nicht so für Juli da zu sein, wie sie es gebrauchen würde.

Wie bereits gesagt, gefühlt passiert eigentlich nichts und die Geschichte bekommt auch keinen Schwung. Deswegen habe ich mich zu Beginn gefragt, wann denn endlich etwas dramatisches passiert oder es eine unvorhergesehene Wendung gibt. Aber nichts passiert und genau das hat mir immer besser gefallen. Obwohl nichts nun auch nicht stimmt, denn in Julis Leben passiert sehr viel.

Mir gefällt, dass Juli nicht so naiv ist, wie es Mädchen sonst oft in diesem Alter in dieser Art von Büchern sind. Sie hinterfragt Marcs Handeln und will sich nicht damit zufrieden geben, dass er eben ein Bad Boy ist. Und sie lässt sich nur in gewissem Maße auf Abenteuer ein. Ihr ist es zu jedem Zeitpunkt wichtig, was ihre Eltern denken, auch wenn sie sich ab und an gegen sie stellt.

Ein gutes Jugendbuch, das mich streckenweise 15 Jahre zurückversetzt hat. Ich war zwar nie im Cave, kenne aber ähnliche Einrichtungen in Frankfurt und bin dort gerne mit meinen Freunden gewesen.

Juli Zeh – Unterleuten

Mit ihrem Roman Unterleuten zeichnet Juli Zeh die Hölle nach, die das Dorfleben mit sich bringen kann. Auf den ersten Blick wirkt Unterleuten wie ein ganz normales Dorf mitten in Brandenburg. Da gibt es die Alteingesessenen und die Zugezogenen, die sich skeptisch gegenüberstehen. Es gibt alte Rivalitäten und alte Freundschaften. Und es gibt den geheimen Handel, Ware gegen Dienstleistung. Alles scheint normal, zumindest auf den ersten Blick.

Doch die Ruhe trügt und der Plan einen Windpark in Unterleuten zu bauen, schürt nur noch mehr Unruhe und Hass zwischen den Dorfbewohnern. Da ist der Vogelschützer Gerhard, der mit seiner fast 20 Jahre jüngeren Frau am Rande des Dorfs wohnt und alles tut, damit die Anlage nicht gebaut wird. Da ist der Bürgermeister Arne, der gefühlt zwischen allen Stühlen sitzt, aus Sicht einiger aber sehr parteiisch ist. Da ist Linda Franzen, aus dem Westen zugezogen, die versucht Land zu gewinnen um ihren Traum von einem Pferdehof wahr zu machen. Da ist Bodo Schaller, der sich nach einem Unfall an nichts erinnern kann und sich von bestimmten Dorfbewohnern für ihre Zwecke vor den Karren binden lässt. Da ist Kron, einer der ältesten Dorfbewohner und ein verbitterter Mann, der versucht seine ehemaligen Genossen aktiv zu machen und dabei seine Tochter in unangenehme Lagen versetzt. Und dann ist da Grombrowski, derjenige, der sich die LPG damals unter den Nagel gerissen hat und nun Vorsitzender der Ökologica GmbH ist und außerdem Krons ärgster Feind.

Juli Zeh erzählt die Geschichte nicht nur aus der Perspektive einer einzelnen Person, sondern wechselt mit jedem Kapitel die Perspektive. So ermöglicht sie dem Leser tiefe Einblicke in die Gefühlswelten der Protagonisten und sehr tiefe Einblicke in das Geschehen im Ort. Man blickt hinter die Fassade der heilen Welt in einen tiefen Abgrund aus Neid und Missgunst. Aber man kennt als Leser auch immer die Wahrheit und weiß, dass einige Figuren nicht nur ahnungslos tun, sondern es tatsächlich sind.

Auf den ersten Blick hätte ich gesagt, dass Unterleuten durchaus ein Ort ist, an dem man sich wohlfühlen kann und wo man gerne wohnen möchte, wenn man das Landleben liebt und bereit ist etwas für die Gemeinschaft zu tun und sich in dieser einzugliedern. Doch dieser erste Blick täuscht und nach einem Blick hinter die Kulissen bin ich froh dort zu wohnen, wo ich wohne.

Bisher hatte ich noch nichts von Juli Zeh gelesen und war von diesem Buch begeistert. Gefühlt plätschert die Handlung dahin, ist aber gleichzeitig wie ein Thriller, der einen gefangen hält. Ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen und hätte gerne auch im Büro weitergelesen, um zu wissen wie wer nun als nächstes vorgehen würde. Ganz klar eines meiner Highlights dieses Jahr.

An dieser Stelle ein dickes Danke an meine Mama, die mir dieses tolle Buch zum ersten Geburtstag der Tochter geschenkt hat.

Marnie Schaefers – Kein Leben ohne dich

Buch Nummer drei für die #5weeks5books-Lesechallenge war Kein Leben ohne dich von Marnie Schaefers, in welchem sie die Geschichte von Joah erzählt. Joah kommt mit seinem Vater in seine alte Heimat London, da sein Zwillingsbruder bei einer Mutprobe ums Leben gekommen ist. Nach der Beerdigung begegnet Joah Sue, die er während einer Irrfahrt mit dem Auto seiner Mutter aufliest. Sue schafft es, zu dem verschlossenen Jungen durchzudringen, doch als Joah herausfindet, dass sie die Schwester von Finn, einem der an der Mutprobe beteiligten Jugendlichen, ist, will er nichts mehr mit ihr zu tun haben.

Wenige Wochen später begegnen die beiden sich wieder, denn Joah hat beschlossen in London zu bleiben um herauszufinden wie genau sein Bruder zu Tode gekommen ist. Hinzu kommt, dass er das Gefühl hat von IHNEN verfolgt zu werden. Er glaubt, dass sein Leben nicht real ist und das ganze eigentlich nur eine Simulation darstellt. Trotz all dieser merkwürdigen Eigenheiten findet Sue ihn nett und bleibt hartnäckig an ihm dran. Und so kommt es, wie es kommen muss, die beiden verlieben sich ineinander. Es könnte alles gut sein, wären da nicht Joahs Ängste.

Als ich das Buch heruntergeladen habe war mir nicht klar, dass ich den ersten Band schon kenne, denn in Ein Leben mit dir ist nicht genug beschreibt Marnie Schaefers die Geschichte von Sues Bruder Finn und seiner großen Liebe Jill. Ich bin mir unsicher, ob es gut ist diesen Teil der Geschichte zu kennen oder ob es besser gewesen wäre gar nichts zu wissen. In jedem Fall habe ich mir sehr schwer getan in die Geschichte reinzukommen. Als es dann aber geschafft war, wollte ich unbedingt wissen, wie genau alles zusammen hängt. In welchem von Finns Leben die Geschichte spielt und wer genau SIE sind.

J. Vellguth – Das Päckchen

Buch Nummer zwei im Rahmen der #5weeks5books-Lesechallenge war Das Päckchen von J. Vellguth. In diesem wird die Geschichte von Emma erzählt, die Bücher über alles liebt und diese Liebe zu ihrem Beruf gemacht hat, denn sie leitet die Kinderbücherei eines Verlages in Bonn. Außerdem hat sie einen youtube-Kanal, auf welchem sie über ihre Liebe zu Büchern spricht. Doch ein Wasserschaden in der Kinderbücherei stellt ihr Leben auf den Kopf. Die Bücherei wird bis auf weiteres geschlossen und Emma in das Archiv des Verlags versetzt. Das möchte sie nicht hinnehmen und so startet sie eine Spendensammlung über ihren Kanal.

Während sie noch mit ihrer besten Freundin überlegt, was sie als Anreiz für eine Spende verlosen kann, erreicht sie ein Paket. Dort drin liegen lauter einzeln verpackte Päckchen und ein Brief von einem ihr unbekannten Absender. Dieser schreibt ihr, dass sie jede Woche live in ihrem Kanal eines der Päckchen auspacken solle und den Inhalt verlosen. Wird sie dies tun, hilft er ihr bei der Spendenaktion. Emma ist hin und hergerissen, lässt sich aber auf dieses Experiment ein.

Und sie nimmt Kontakt zum Absender auf, ein gewisser Lukas, der sich ihr in Videotelefonaten aber nie ganz zeigen will. Während Emma noch rätselt wer Lukas ist, wird ihr Kanal durch ihn immer bekannter und das Spendenkonto wächst.

Dieses Buch hat zu Beginn dafür gesorgt, dass ich mich wirklich alt gefühlt habe, wusste ich doch nicht, was ein Hangout ist. Oder das es so etwas überhaupt gibt, wenn ich ein Videotelefonat mache, dann immer noch ganz klassisch über Skype. Ja, ich werde wohl wirklich alt…

Alles in allem ist das Buch nett und schnell gelesen. Leider wird dem Leser auch sehr schnell klar, wer Lukas ist, was vielleicht auch beabsichtigt ist. Ich fand es etwas schade, denn so hatte ich von Anfang an das Gefühl das Ende schon zu kennen und habe eigentlich nur darauf gewartet, dass er endlich mal sagt, was Sache ist. Gefühlt ist leider streckenweise auch nicht viel in dem Buch.

Ich kann zwar Emmas Fangehabe für ihren Lieblingsautor nicht nachvollziehen, aber ihre Liebe zu den Büchern, die finde ich toll. Ich mag Bücher über Bücher oder Bücherverrückte wie Emma sehr gerne, denn sie sind eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort. Und deswegen empfehle ich das Buch gerne an alle weiter, die eine leichte Lektüre suchen und genauso Buchverrückt sind wie Emma.

Michelle Schrenk – Strandküsse und ander Turbulenzen

Ich mag die Bücher von Michelle Schrenk sehr gerne und so war klar, dass ich im Rahmen der #5weeks5books-Lesechallenge ihr neuestes Buch Strandküsse und andere Turbulenzen lese. Dieses Buch spielt diesmal nicht in Nürnberg, wie sonst ihre anderen Bücher, sondern in Cuxhaven an der Nordsee. Denn dorthin reist Rike in einen zweiwöchigen Sommerurlaub, den sie eigentlich mit ihrem besten Freund Thomas machen wollte. Doch es kommt alles anders als geplant. Thomas lässt sie kurzfristig hängen, denn er hat die Liebe seines Lebens gefunden und kann nicht weg. Also steigt Rike schlecht gelaunt alleine in den Zug und trifft dort auf einen gut aussehenden Mann, der aber erstmal so gar nicht freundlich ist und sich von den ständigen Plings ihres Handys gestört fühlt.

Da der Mann auch nach Cuxhaven reist und ihr wie ein Schatten an den Fersen hängt, setzt sie sich mit ihm auseinander, vor allem als er ihr ihr Handy wiederbringt, welches sie beim Umstieg ins Taxi verloren hatte. Ohne Handy ist Rike ein Niemand, denn sie checkt ständig die sozialen Netzwerke und kann auch im Urlaub nicht aufhören zu arbeiten. Und Ablenkung und Kontakt mit ihren Freunden hat sie dringend nötig, denn auch die schöne Pension entpuppt sich als der absolute Reinfall, denn sie ist überhaupt nicht mehr so schön wie auf den Fotos im Internet, auch wenn sie die Pensionsbesitzerin die größte Mühe gibt Rike den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

Rike ist kurz davor den Urlaub abzubrechen, doch ihre Freundin Jana schlägt ihr vor eine Liste mit Dingen zu machen, die sie im Urlaub abarbeiten kann. Alles schöne Dinge, wie eine Schifffahrt oder eine Wattwanderung. Oder eben einen Strandkuss. Rike lässt sich auf diese verrückte Idee ein und beginnt eine Liste. Sie abzuarbeiten ist gar nicht so schwer, denn auch der Mann aus dem Zug taucht wieder auf.

Wie auch schon die anderen Bücher von Michelle Schrenk ist dieses ein kurzweiliges Buch, bei dem man sich an manchen Stellen ein Lachen nicht verkneifen kann. Natürlich ist schnell klar, worauf es hinausläuft, aber genau das gehört doch bei dieser Art Buch dazu. Für mich ein gelungener Sommerroman, der Lust auf eine Reise ans Meer macht.

Marah Woolf – FederLeicht. Wie das Wispern der Zeit

Im zweiten Band FederLeicht. Wie das Wispern der Zeit führt Marah Woolf die Geschichte um Eliza und die Elfen weiter. Eliza ist frustriert, weil die Elfenwelt für sie für immer verschlossen bleibt. Und sie ist verliebt, in Cassian, der doch eigentlich so arrogant ist und den sie eigentlich gar nicht mögen dürfte. Zum Glück hat sie aber noch ihre Großmutter und Sky. Und dann ist da auch noch Frazer, der mittlerweile zu einem guten Freund geworden ist.

Doch auch die Elfen vergessen Eliza nicht und schicken den Troll Quirin zu ihr. Sie brauchen Elizas Hilfe bei der Suche nach der alten Königin Elisien, von der sie vermuten, dass sie von der neuen Königin entführt worden ist. Eliza kann den Wunsch ihrer Elfenfreunde nicht abschlagen und macht sich gemeinsam mit Quirin auf den Weg in den verbotenen Wald. Dort lauern so einige Gefahren, doch Quirin hat Eliza eingeschärft, dass ihr nichts passieren kann, so lange sie auf den Wegen bleibt. Das ist leichter gesagt als getan, vor allem für einen so neugierigen und vielleicht auch naiven Menschen wie Eliza. Es kommt wie es kommen muss, sie bringt sich in Gefahr, wird aber von ihr wohlgesonnenen Wesen gerettet. Und dann ist da ja auch noch Cassian, der sofort loseilt, als er erfährt, dass Eliza im verbotenen Wald unterwegs ist.

Gemeinsam mit Cassian begibt sich Eliza dann auch auf die weitere Suche nach der verschwundenen Königin und durchlebt mit ihm einige Hochs und Tiefs. Sie gibt sich ihm hin, wenn er es zulässt und genießt jede Minute mit ihm, auch wenn sie sich dafür in Lebensgefahr begeben muss.

Der zweite Teil der Saga hat im Vergleich zum ersten etwas nachgelassen, denn es ging fast die ganze Zeit nur um das Gejammer von Eliza, dass sie in Cassian verliebt ist, der aber ein ganz fieser Kerl ist. Das ständige hin und her hat mich irgendwann genervt und ehrlichgesagt war sie mir auch etwas zu naiv. Obwohl das Buch nicht übermäßig viele Seiten hat, habe ich sehr lange dran gelesen und bin nicht so richtig voran gekommen. Jetzt bin ich sehr unschlüssig, ob ich die weiteren Bände auch lesen möchte.

Marah Woolf – FederLeicht. Wie fallender Schnee

Mit FederLeicht. Wie fallender Schnee beginnt die FederLeichtSaga von Marah Woolf. Eliza lebt mit ihrem Zwillingsbruder Finn, ihrer Mutter und ihrer Großmutter etwas außerhalb von St. Andrews. Sie verbringt so viel Zeit wie möglich mit ihrer besten Freundin Sky und schwärmt für Frazer, von dem sie hofft ihm während der Proben für das Schultheaterstück näher zu kommen. Schließlich hat sie es geschrieben und er die männliche Hauptrolle. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und Eliza folgt dem Ruf der Elfen in deren Welt.

Eliza erfährt recht schnell, dass die Elfen sie nur geholt haben, damit sie ihnen einen Gefallen erweist. Eines ihrer magischen Artefakte, eine Schneekugel, ist verschwunden, wahrscheinlich gemeinsam mit dem Sohn der neuen Königin, welcher sich in der Menschenwelt versteckt. Eliza nimmt den Auftrag an nach der Kugel zu suchen und besucht regelmäßig die Elfenwelt. Immer an ihrer Seite ist Cassian, ein gut aussehender, blinder und vor allem ziemlich arroganter Elf. Und trotzdem hat er etwas das Eliza fasziniert, es kommt wie es kommen muss, sie verliebt sich in einen Elfen.

Die Idee der beiden Welten hat mir gut gefallen. Eigentlich gibt es da ja noch sehr viel mehr Parallelwelten, welche Eliza aber nicht kennenlernt, von denen sie nur erzählt bekommt. Auch die Darstellung der Elfen gefällt mir, denn sie sind hier, nicht wie in vielen andern Büchern, eben mal nicht perfekt. Aber sie sind nahe dran und vor allem alle bildhübsch.

Ich war mit Sicherheit nicht die Zielgruppe dieses Buches, bin ich wahrscheinlich doch zu alt. Trotzdem hat es mir gut gefallen und mich motiviert auch den Folgeband zu lesen.

Hannah Siebern – Barfuß auf Wolken

Endlich hat Hannah Siebern einen neuen Teil für ihre Barfuß-Reihe geschrieben. Barfuß auf Wolken ist vielleicht der bislang traurigste Teil, aber auch ein wunderschöner. Wie schon in den vorherigen Bänden knüpft diese Geschichte auch durch die Hauptperson an die anderen Teile an. Diesmal wird die Geschichte von Saskia erzählt, der Schwester von Chrissie aus Teil drei. Und auch die Geschichte von Timo, der mit Schuld am schlimmen Mobbing an Chrissie gewesen ist.

Saskia ist glücklich mit Matze, sie wohnen zusammen in einer schönen Wohnung und haben sich zwei Katzen angeschafft. Alles ist toll, wenn da nur nicht Matzes Bruder Timo wäre. Den mag Saskia nämlich gar nicht und das beruht auf Gegenseitigkeit. Timo ist überheblich und lässt Saskia und auch Matze spüren, dass er sich für etwas besseres hält. Doch Timo ist nun eben Matzes Bruder und so begegnen Saskia und er sich immer wieder.

Da Matze sehr unter den Differenzen leidet, beschließt er die zwei noch einmal zusammen zu bringen. Timo geht unglaublich gerne wandern und so liegt es nahe, dass Matze und Saskia ihn auf eine Wandertour in die Alpen begleiten. Kaum ist der Plan geschmiedet, machen sie sich schon auf den Weg. Doch der Ausflug läuft überhaupt nicht nach Plan, zumindest nicht nach dem Plan, den Matze hatte. Erst lehnt Saskia seinen Heiratsantrag ab und dann kommt es zu einem schlimmen Unfall. Plötzlich ist nichts mehr wie es war und Saskia erkennt, dass Timo doch eine wichtige Person in ihrem Leben ist.

Schon die drei Vorgänger Bände waren sehr emotional und haben mich gefesselt. Dieser ist vielleicht der beste Teil der Reihe. Zuerst dachte ich, es ist vorhersehbar, dann wieder nicht. Ich war hin und hergerissen und konnte Saskias Gefühle nur zu gut verstehen. Aber auch Timo ist eine tragische Figur und man bekommt sehr schnell Mitleid mit dem jungen Mann. Das sich am Ende auch nicht alles zum Guten wendet passt zum Buch und ist konsequent. Für mich eine absolute Leseempfehlung für alle, die auf diese Art Bücher stehen.

Kerstin Gier – Gegensätze ziehen sich aus

Im dritten Teil der Mütter-Mafia-Reihe Gegensätze ziehen sich aus bringt Kerstin Gier die Geschichte um die vier Freundinnen zu einem Ende, vorerst zumindest, denn so manches bleibt auch am Ende noch offen und hat Potential für ein weiteres Buch. Ich würde mir zumindest eins wünschen, denn diese Bücher sind lustig und kurzweilig.

Die vier Frauen haben eine verrückte Idee, sie wollen gemeinsam einen Schuhladen eröffnen, denn genau sowas fehlt noch in der Insektensiedlung. Und so machen die vier sich auf die Suche nach einem geeigneten Objekt und stellen Finanzierungspläne auf. Dank Lorenz neuer Freundin Paris bekommen die vier schnell Kontakt zu einem italienischen Schuhdesigner und so die ersten Schuhe für ihren Laden.

Doch auch in ihrem Privatleben geht es bei allen vieren turbulent weiter. Mimi und ihr Mann Ronnie haben wieder zueinander gefunden und diskutieren das Thema Kind erneut. Adoption oder ein erneuter Versuch, beides steht im Raum. Und dann probieren sie das Thema Kind einfach mit einem Projektkind der bonzigen Supermütter aus. Aber auch in Annes und Trudies leben hat sich einiges getan. Anne ist glücklich mit Jo, dem die vier im letzten Band geholfen haben sein Haus und seine Tochter zurückzubekommen. Und Trudi ist nach der Trennung von ihrem letzten Lebensgefährten wieder auf Freiersfüßen.

Constanze hat natürlich für alle ihre Freundinnen ein offenes Ohr und ist bereit allen bei jedem Problem zu jeder Zeit zu helfen. Doch da sind ja auch noch ihre eignen Probleme, Paris und Lorenz bekommen Zwillinge und Anton möchte mit ihr zusammen ziehen. Das geht für sie alles etwas zu schnell und sie rudert zurück. Das kommt natürlich grade bei Anton nicht gut an. Und auch mit den Kindern ist es nicht einfach, Antons Tochter Emily ist gegen Constanze und ärgert Julius ununterbrochen. Außerdem hat Nelly ihren ersten Freund und der ist nicht Annes Sohn Max, sondern Kevin Klose, der mit Tatoos übersäht ist und zwei Kampfhunde hat.

Vielleicht ist dieser Teil der schwächste der drei, trotzdem ist er immer noch kurzweilig und amüsant. Auch hier gibt es wieder ein neues Element, Ratschläge der Pain an ihre Leser. Das hat mir nicht so gut gefallen und da es am Ende eines jeden Kapitels kam, dachte ich schon die Forumseinträge der Super-Muttis würden hier fehlen. Doch die sind da, zum Glück, denn die sind einfach nur traurig-komisch.