Michelle Schrenk – Weihnachtswünsche und andere Katastrophen

img_5836In Weihnachtswünsche und andere Katastrophen lässt Michelle Schrenk Marie ihre ganz persönliche Weihnachtsgeschichte erzählen. Marie mag Weihnachten nicht mehr, schon in ihrer Kindheit war es nie schön, da der Weihnachtsmann ihr keine Wünsche erfüllt hat. Dabei handelte es sich bei ihr meist nicht um Materielles, sondern um zwischenmenschliches. Eltern, die sie lieben und wahrnehmen zum Beispiel. Doch in diesem Jahr ist alles noch viel schlimmer, denn das Christkind hat ihr den Mann ausgespannt, mit dem sie alt werden wollte.Natürlich nicht das echte Christkind, sondern nur die Frau, die in diesem Jahr in Nürnberg das Christkind verkörpert.

Marie ist frustriert und auch verbittert. Und deswegen kommt sie auf die nicht gerade schlaue Idee eine ganze Flasche Wein alleine zu trinken und sich danach auf die Straße zu legen. Zum Glück kommt ein junger Mann vorbei, der sie dort aufsammelt. Er hat ein schönes Gesicht, wie ein Lebkuchen, Marie nennt ihn den Lebkuchenmann. Und dem begegnet sie plötzlich wieder, als sie in ein kleines Weihnachtsdorf reist um die Biografie von einem Herrn Klaus zu schreiben.

Doch schnell stellt sich raus, der Lebkuchenmann Niklas ist ein echter Weiberheld und so nimmt Marie schnell Abstand von ihm. Dazu kommt, dass Herr Klaus nie Zeit für sie hat und sie so noch nicht mal arbeiten kann. Doch dann begegnet sie einem netten älteren Herren, der ihr sagt, dass man für seine Wünsche selbst verantwortlich ist.

Das Buch ist ein schönes Weihnachtsmärchen, auch wenn es erstmal nicht nach einem Märchen klingt. Marie erscheint oft ein bisschen naiv und urteilt sehr schnell über Menschen. Das ist etwas schade, passt aber so zu der Geschichte. Es wäre auch alles viel zu einfach, wenn sie nicht immer alles überstürzen würde. In gewisser Weise macht sie das sogar liebenswert.

Ich habe mir erst ein wenig schwer mit den „Märchenelementen“ getan, welche erwachsene Frau glaubt noch an den Weihnachtsmann (mal davon abgesehen, dass der eine Erfindung eines großen Getränkeherstellers ist und doch jedes Weihnachten für die Kinder das Christkind kommt). Aber vielleicht ist es auch richtig, dass man auch als Erwachsener noch ein wenig an den Zauber glauben kann, den eine Zeit wie Weihnachten mit sich bringt. Das ist etwas, dass das Weihnachtsfest, neben der frohen Botschaft, zu etwas besonderem macht.

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Ein Gedanke zu “Michelle Schrenk – Weihnachtswünsche und andere Katastrophen

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