Nele Neuhaus – Wer Wind sät

img_5812-kopieEndlich habe ich mal wieder einen Nele Neuhaus-Krimi gelesen, diesmal Wer Wind sät. Wie immer ein Krimi, der mir sehr gut gefallen hat, auch wenn ich diesmal sehr früh den Verdacht hatte, dass ich den wahren Mörder kenne. Und tatsächlich war es am Ende auch so. Schade eigentlich, denn bisher ist es Nele Neuhaus immer gelungen so zu schreiben, dass mir völlig unklar war, wer nun was getan hat.

Diesmal ermitteln Pia und Bodenstein im Dunstkreis einer Bürgerinitative, die sich gegen den Bau von Windrädern im Vordertaunus einsetzt. Gerade für Bodenstein wird es kein leichter Fall, denn der engste und älteste Freund seines Vaters ist das zweite Mordopfer. Aber auch Bodensteins Eltern sind in der Bürgerinitiative aktiv und fürchten kurzzeitig um ihr Leben, denn der verstorbene Freund hat ihnen eine Wiese vermacht, die für die Baufirma des Windparks von Interesse ist und für viel Geld gekauft werden soll.

Nele Neuhaus erzählt aber nicht nur aus der Sicht von Pia und Bodenstein, sondern auch der Mitglieder der Bürgerinitative und ihren Familien. Alle hängen irgendwo mit drin hat man das Gefühl, kann es aber nicht richtig greifen. Was bezweckt Jannis mit seiner Hetze gegen die Baufirma? Warum ist Ricky so naiv und lügt aber gleichzeitig ohne mit der Wimper zu zucken? Und was hat Nika zu verheimlichen? Es werden viele Fragen aufgeworfen, auf die man nur nach und nach eine Antwort findet.

Diesmal stürzt Bodenstein meiner Meinung nach auch ab, er lässt sich treiben, nimmt seine Arbeit nicht ernst genug und geht vor allem nicht auf die Sorgen und Ängste seiner Eltern ein. Außerdem verliebt er sich ziemlich unglücklich, aber das hat er ja auch im vorigen Band schon.

Alles in allem ist es ein typischer Nele Neuhaus-Taunuskrimi und das ist auch gut so, denn genau deswegen mag ich diese Bücher so gerne. Pia wird mir mit jedem Buch sympathischer, Bodenstein irgendwie nicht. Muss er ja aber auch nicht. Ich freu mich auf jeden Fall auf die nächsten Bände und bin sehr gespannt, wie es mit den beiden so weitergeht, denn man erfährt auch in jedem Band etwas über ihre Geschichte.

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Nele Neuhaus – Schneewittchen muss sterben

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Vor drei Tagen habe ich wieder angefangen zu arbeiten und so habe ich jede Menge Zeit auf dem Hin- und Rückweg zum lesen. Und so war es auch kein Wunder, dass ich Schneewittchen muss sterben von Nele Neuhaus im Rekordtempo durchgelesen habe. Da ich Nele Neuhaus und ihren Schreibstil sowieso gerne mag, hat es die ganze Sache noch beschleunigt. Auch hier ist ihr wieder ein Krimi gelungen, den man nicht aus der Hand legen möchte.

Tobias Sartorius kommt nach Verbüßung seiner Haftstrafe wegen doppeltem Mordes wieder nach Hause zurück. Doch dort hat sich einiges geändert, die Dorfgemeinschaft hat sich gegen seine Eltern verbündet, diese sind finanziell ruiniert und auch ihre Ehe ist zerbrochen. Natürlich ist Tobias dort nicht willkommen und die Bewohner geben ihm das sehr deutlich zu verstehen. Nur Amelie, die gerade von Berlin zu ihrem Vater nach Altenhain gezogen ist, steht auf Tobias Seite. Sie glaubt an seine Unschuld und versucht ihm dabei zu helfen herauszufinden, was an dem Abend, als die beiden Mädchen verschwanden, wirklich passiert ist. Doch dann verschwindet wieder ein Mädchen und ein Skelett wird gefunden. Es ist kein Wunder, dass Tobias der Hauptverdächtige ist und eine Hexenjagd im Dorf beginnt.

Wie auch in den vorigen Bänden ermitteln Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein. Und diesmal wird es für die beiden nicht einfach, denn auch innerhalb des K11 bleibt nicht alles so wie es war. Trotzdem gelingt es den beiden die vielen Fäden, die diese Geschichte hat, zu entwirren und den Fall zu lösen.

Ich schäte an den Krimis von Nele Neuhaus sehr, dass einem nicht von Anfang an klar ist wer der Mörder ist oder wie alles abgelaufen ist. Viel mehr lässt sie den Leser im Dunklen, jedoch nie so, dass man das Gefühl hat sie würde absichtlich etwas auslassen. Man weiß einfach immer genau so viel wie auch die Ermittler wissen und kann mit ihnen gemeinsam die Lösung für die vielen Rätsel suchen.

Besonders gelungen sind in diesem Buch die Einwohner von Altenhain, die Dorfgemeinschaft, die zusammen hält und sich gegen jeden stellt, der ihnen nicht passt. Nichts wirkt hier überzeichnet oder unglaubwürdig, führe man nach Altenhain würde man sicherlich erwarten genau diese Leute dort anzutreffen. Und so etwas macht ein besonders gutes Buch für mich aus.

Die nächsten Bände liegen schon bereit und warten darauf von mir gelesen zu werden. Darauf freue ich mich besonders und frage mich jetzt, warum ich die Bücher so lange unbeachtet gelassen habe.