Katrin Koppold – Aussicht auf Sternschnuppen

Da ich Aussicht auf Sternschnuppen von Katrin Koppol gerade erst an einen wundervollen Menschen verschenkt hatte, musste ich es unbedingt nochmal lesen. Schon beim ersten Lesen der Reihe war mir Helga die liebste, denn sie ist so schön normal, zumindest aus meiner Sicht.

Helga und ihr Freund Guiseppe leben ein ziemlich langweiliges Leben, zumindest wenn man Helgas Schwestern fragen würde. Aber in deren Augen ist Helga sowieso sehr konservativ und langweilig und könnte gerne etwas spontaner sein. Und genau das ist sie, als sie in Guiseppes Handy die Nachricht von einer Angela findet, die sich mit Guiseppe in Italien treffen will und sich auf ihn freut. Guiseppe aber hatte erzählt, dass er nur für ein paar Tage auf Grund einer Dienstreise nach Italien muss. Kurz nachdem dieser zum Flughafen aufgebrochen ist beschließt Helga ihm zu folgen und ihn zur Rede zu stellen. Doch die Verfolgung wird zu einem richtigen Roadtripp, denn es gehen keine Flieger mehr, da eine Aschewolke den gesamten Luftraum blockiert. Helga sieht gerade noch am Flughafen wie Guiseppe und Angela mit einer älteren Dame in einem Cabrio davonbrausen.

Schnell macht sie sich auf die Suche nach einem Mietwagen und bekommt den allerletzten verfügbaren. Aber nur zur Hälfte, denn sie bekommt gleichzeitig einen Mitfahrer. Nils ist ein bekannter deutscher Schauspieler, den natürlich alle außer Helga kennen. Und genau mit ihm teilt sie sich das Auto. Doch Nils ist so gar nicht ihr Fall, er raucht, muss ständig anhalten um zu essen und überhaupt scheint er ein sehr unangenehmer und eingebildeter Typ zu sein. Doch auch Nils findet Helga komisch. Relativ schnell geraten die beiden immer wieder aneinander. Doch sie kommen sich auf ihrer Reise durch die Alpen auch näher.

Die Dialoge zwischen Helga und Nils sind herrlich und irgendwo erkenne ich mich in Helga auch wieder. Ich würde zwar sagen, dass ich nicht ganz so „langweilig“ wie Helga bin, aber oft auch so konservativ (leider). Auch ich hätte Nils am Anfang doof gefunden, dabei ist er wirklich ein toller Typ. Aber zum Glück erkennt Helga das auch irgendwann und öffnet sich.

Ich mag Katrins Schreibstil und ihre Ideen für Bücher. Ich glaube dieses ist eines der Bücher, dass ich wirklich schon oft und immer wieder sehr gerne verschenkt habe. Es ist einfach ein Buch, dass einen für ein paar Stunden mit auf eine verrückte Reise nimmt. Man hat Spaß beim lesen und fühlt sich gut. Man leidet mit Helga mit und möchte so oft rufen „Tu es bitte nicht.“ Zum Glück gibt es ja noch drei weitere Bände. Und auch wenn ich die schon gelesen habe, muss ich sie unbedingt nochmal lesen.

Ich lese sehr selten Bücher zweimal, hier hat es sich aber gelohnt, denn ich hatte tatsächlich schon wieder einiges vergessen. Ich wusste zwar noch wie es ausgeht, aber die Geschichte der älteren Dame war mir komplett entfallen, dabei ist das so eine schöne Nebenhandlung. Hätte ich nur mehr Zeit zum lesen, würde ich sicherlich noch mehr Bücher doppelt lesen.

Werbeanzeigen

Katrin Koppold – Zimtzauber

img_5846Meine Lieblingsautorin Katrin Koppold hat ein Weihnachtsbuch geschrieben. In Zimtzauber erzählt sie die Geschichte von Elisa, der Schwester von Tom, den wir aus Mondscheinblues kennen. Elisa arbeitet in einer kleinen Buchhandlung und ist damit glücklich. Jedoch macht ihr ihre Chefin zu schaffen, denn die mag die Buchhandlung gar nicht und ist eigentlich nur auf Gewinn aus. Und genau an dem Tag als die Chefin vorbeischaut verirrt sich eine Taube in den Kamin, die einzige verlässliche Wärmequelle des Ladens. Schnell muss ein Schornsteinfeger her, der die Taube dort herausholt. Der Schornsteinfeger kommt und bringt Elisa leider überhaupt kein Glück, sondern haufenweise Pech. Und das alles nur, weil sie ihn versehentlich mit einem Besen ko geschlagen hat.

Auf der Scheidungsparty ihrer Kollegin Elke sagt ihr eine Wahrsagerin schließlich voraus, dass sie so lange vom Pech verfolgt wird, bis sie dem armen Mann etwas gutes getan hat. Und so macht sich Elisa auf den Weg herauszufinden wer der Schornsteinfeger ist und wo der sich gerade aufhält. So kommt es, dass sie ihn in seinem Weihnachtsurlaub überfällt und mit aller Macht versucht einen Gefallen zu tun. Natürlich will das nicht gelingen und Mark, der Schornsteinfeger, ist von der aufdringlichen Fremden mehr als nur genervt.

Leider ist das Buch sehr kurz geworden, ich hätte mir ein paar Seiten mehr gewünscht, vor allem auch, weil ich den Schreibstil von Katrin Koppold so gerne mag. Schön war es zumindest Nina und Tom in dem Buch wiederzutreffen, ich hätte aber nichts dagegen gehabt auch die Schwestern aus der Sternschnuppen-Reihe wiederzutreffen. Aber vielleicht kommt das ja in einem der nächsten Bücher, denn das kündigt Katrin Koppold schon in den Danksagungen an. Ich bin gespannt und hoffe, dass sie ganz schnell weiterschreibt und uns noch viele tolle Bücher schenkt. Ich verschenke jetzt erstmal zwei ihrer Bücher zu Weihnachten.