Hannah Siebern – Barfuß im Schnee

Vorab: Vielen Dank an Hannah, dass ich das Buch testlesen durfte. Ich liebe die Barfuß-Reihe und freue mich über jeden neuen Band. Zum Glück muss ich ja auf den nächten nicht mehr lange warten.

Barfuß im Schnee ist eine kleine Zusatzgeschichte zum ersten Teil der Reihe Barfuß im Regen in welcher Hannah Siebern die Geschichte von Janna und Josh weitererzählt.

 

Inhalt

Janna und Josh sind schon seit einiger Zeit zusammen und kennen sich ihr ganzes Leben. Für Josh ist Janna die große Liebe und so steht für ihn fest, dass er sie heiraten will. Er kann sich ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Er weiß, dass es Janna genauso geht, jedoch ist er sich nicht sicher, ob sie ja sagen wird, wenn er sie bittet seine Frau zu werden. Janna war bereits einmal verheiratet und hat in ihrer Ehe ziemlich schlimme Erfahrungen machen müssen. Eigentlich vertraut sie Josh zu 100%, doch dieser letzte Schritt ist ihr zu groß.

Und trotzdem nimmt Josh all seinen Mut zusammen und bereitet, gemeinsam mit dem Freund von Jannas Schwester, einen Heiratsantrag vor, welchen er Janna auf der Silvesterparty machen möchte. Doch traut er sich dann auch wirklich? Und wie wird Janna reagieren? Bedeutet dies im schlimmsten Fall das Aus für die Beziehung?

 

Meine Meinung

Ich mochte Barfuß im Regen und seine beiden Hauptcharaktere sehr gerne. Und so hat es mich gefreut, dass es eine, wenn auch sehr kurze, Fortsetzung zu Jannas und Joshs Geschichte gab. Gleichzeitig leitet diese Kurzgeschichte auf den neuen Band über, was total ok ist und nicht überhand in der Geschichte nimmt.

So kurz die Geschichte auch ist, sie hat einiges an Tiefe und beschäftigt sich mit einem sehr ernsten und wichtigen Thema. Janna muss sich einmal mehr ihrer Vergangenheit stellen und ihre Ängste aufarbeiten. Man bekommt den Eindruck, dass sie das oft viel zu wenig tut und vieles bisher einfach verdrängt hat. Doch genau das ist der falsche Weg aus meiner Sicht.

 

Fazit

Wer die Barfuß-Reihe mag, mag auch diese Kurzgeschichte. Wer Janna und Josh besonders mochte, wird diesen Teil lieben.

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Hannah Siebern – Seiltanz zwischen den Welten

Hannah Siebern schreibt nicht nur mit der Barfuß-Reihe wundervolle Bücher, auch Seiltanz zwischen den Welten hat mir sehr gut gefallen.

 

Inhalt

Rina ist ein Zirkuskind, dort aufgewachsen und war lange Zeit auch als Seiltänzerin tätig. Doch nach dem Tod ihrer Cousine kann sie nicht mehr auftreten und ist so in den Augen ihrer Familie so etwas wie ein schwarzes Schaf. Trotzdem verbringt sie jeden Sommer mit ihrer Familie im Zirkus und zieht mit ihnen von Ort zu Ort. Ihr ist es wichtig besonders viel Zeit mit ihrem kleinen Bruder Danilo zu verbringen und ihn vor der Öffentlichkeit zu schützen, denn er ist ein Wolfsjunge.

Als die Zirkusfamilie in Dublin halt macht lernt Rina einen jungen Mann kennen, der wie aus einer anderen Zeit zu sein scheint. Ewan fasziniert Rina und sie versucht mehr über ihn herauszufinden. Doch dieser hat erstmal nur Augen für ihre schöne Cousine Maria, doch die ignoriert ihn vollkommen.

Doch bald häufen sich die merkwürdigen Ereignisse rund um Ewan und dann bekommt Rina auch noch sehr merkwürdige Alpträume, die sie Dinge tun lassen, die sie nicht machen möchte. Rina ist über sich selbst erschrocken, möchte jetzt aber noch dringender hinter Ewans Geheimnis kommen.

 

Meine Meinung

Das Buch ist nicht ganz so stark, wie die Barfuß-Bücher. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich nicht ganz die Zielgruppe des Buches war, denn Rina ist eine Jugendliche. Trotzdem fand ich die Idee des Buchs unglaublich spannend, auch wenn ich niemandem ein Leben wie Ewan wünsche. Eine grausame Vorstellung, dass man ewig so leben muss.

Ich tue mir immer schwer mich mit Zirkusen anzufreunden, gerade wenn diese Tiere im Programm haben. Und das war hier tatsächlich ein Punkt, der mich an dem Buch gestört hat. Es hört sich alles erstmal romantisch an, doch für die Tiere ist das sicherlich kein schönes Leben, eingepfercht in kleine Käfige, immer unterwegs und dann in die Manege gezerrt. Da ist mir ein Zirkus ohne Tiere lieber, denn jeder Mensch kann frei entscheiden, ob er mitmachen möchte oder nicht.

 

Fazit

Ein nettes Jugendbuch mit einer sehr interessanten Idee. Doch die Vorstellung ein Leben zu führen wie Ewan ist ziemlich grauenhaft. Das wünsche ich niemandem und bin sicher, dass es das nicht gibt.

Hannah Siebern – Barfuß durchs Leben

Hannah Siebern hat mit Barfuß durchs Leben ihre Barfuß-Reihe fortgesetzt, was mich sehr freut, denn ich lese ihre Bücher sehr gerne. Diesmal erzählt sie die Geschichte von Jannas kleinem Bruder Max, sowie von Jacky, Saskias Pflegekind. Aber auch die Geschichte von Saskia und Matze, die die beiden Hauptfiguren im vorherigen Band waren, wird weitererzählt und ist natürlich eng mit Jackys Geschichte verbunden.

 

Inhalt

Jackys Freund macht (mal wieder) per Telefon mit ihr Schluss. Doch diesmal ist es noch schlimmer, denn Jacky hat einen Haufen Probleme am Hals, ziemlich schwerwiegende Probleme. Und was macht eine völlig überforderte Jugendliche, wenn sie nicht mehr weiter weiß und sowieso in ihrem Leben kaum Unterstützung erfahren hat? Sie versucht den ganzen Mist zu beenden. Doch so weit kommt es gar nicht, denn sie trifft vorher auf Max, den kleinen Bruder von Janna, die die Hauptperson im ersten Band der Reihe ist und in den Folgebänden immer wieder eine Rolle spielt.

Max ist eigentlich gar nicht der Typ, der sich für andere interessiert. Am Liebsten hat er seine Ruhe und lebt sehr zurückgezogen in einer Hütte mitten im Wald. Etwas schrullig für einen jungen Mann, doch Max ist endlich glücklich mit seinem Leben. Doch Jacky löst irgendwas in ihm aus und so bietet er ihr seine Hilfe an.

Fortan hat Max Jacky „an der Backe“, sie wirbelt sein Leben ordentlich durcheinander und sieht zu, dass er sich aus dem Haus traut und wieder unter Menschen geht. Aber auch Max tut Jacky gut und hilft ihr all ihre Probleme anzugehen, auch wenn er sie nicht für sie lösen kann. Nur eins möchte Max auf keinen Fall, sich in Jacky verlieben.

 

Meine Meinung

Wie eingangs bereits geschrieben, bin ich ein Fan von Hannah Siebern und ihrer Barfuß-Reihe und so konnte sie mich auch mit diesem Band überzeugen. Jacky war mir noch im Vorgängerband unsympathisch, auch wenn ich Mitleid mit ihr und ihrer Situation hatte. In diesem Band hat sie aber sehr an Tiefe gewonnen und der Leser hat einen tiefen Einblick hinter die Fassade bekommen.

Auch Max ist auf den ersten Blick ein komischer Vogel, kein Mensch mit dem man sich länger beschäftigen möchte. Und doch lernt der Leser ihn im Verlauf des Buches sehr zu schätzen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass Hannah Siebern mit diesem Buch auf Menschen aufmerksam macht, die es nicht so leicht haben im Leben und die im ersten Moment auf uns abstoßend wirken, weil wir uns nicht mit fremden Problemen belasten wollen. Ein Blick hinter die Fassade lohnt aber in vielen Fällen. Es ist so wichtig einen Menschen nicht wegen seines Aussehens oder seines oberflächlichen Auftretens zu verurteilen.

 

Fazit

Definitiv ein Buch für die „Gerne gelesen“-Kategorie, denn Hannah Siebern schreibt wunderbare Bücher, die tiefe Einblicke in das Leben von Menschen ermöglichen. Und die uns die Augen öffnen.

Hannah Siebern – Barfuß auf Wolken

Endlich hat Hannah Siebern einen neuen Teil für ihre Barfuß-Reihe geschrieben. Barfuß auf Wolken ist vielleicht der bislang traurigste Teil, aber auch ein wunderschöner. Wie schon in den vorherigen Bänden knüpft diese Geschichte auch durch die Hauptperson an die anderen Teile an. Diesmal wird die Geschichte von Saskia erzählt, der Schwester von Chrissie aus Teil drei. Und auch die Geschichte von Timo, der mit Schuld am schlimmen Mobbing an Chrissie gewesen ist.

Saskia ist glücklich mit Matze, sie wohnen zusammen in einer schönen Wohnung und haben sich zwei Katzen angeschafft. Alles ist toll, wenn da nur nicht Matzes Bruder Timo wäre. Den mag Saskia nämlich gar nicht und das beruht auf Gegenseitigkeit. Timo ist überheblich und lässt Saskia und auch Matze spüren, dass er sich für etwas besseres hält. Doch Timo ist nun eben Matzes Bruder und so begegnen Saskia und er sich immer wieder.

Da Matze sehr unter den Differenzen leidet, beschließt er die zwei noch einmal zusammen zu bringen. Timo geht unglaublich gerne wandern und so liegt es nahe, dass Matze und Saskia ihn auf eine Wandertour in die Alpen begleiten. Kaum ist der Plan geschmiedet, machen sie sich schon auf den Weg. Doch der Ausflug läuft überhaupt nicht nach Plan, zumindest nicht nach dem Plan, den Matze hatte. Erst lehnt Saskia seinen Heiratsantrag ab und dann kommt es zu einem schlimmen Unfall. Plötzlich ist nichts mehr wie es war und Saskia erkennt, dass Timo doch eine wichtige Person in ihrem Leben ist.

Schon die drei Vorgänger Bände waren sehr emotional und haben mich gefesselt. Dieser ist vielleicht der beste Teil der Reihe. Zuerst dachte ich, es ist vorhersehbar, dann wieder nicht. Ich war hin und hergerissen und konnte Saskias Gefühle nur zu gut verstehen. Aber auch Timo ist eine tragische Figur und man bekommt sehr schnell Mitleid mit dem jungen Mann. Das sich am Ende auch nicht alles zum Guten wendet passt zum Buch und ist konsequent. Für mich eine absolute Leseempfehlung für alle, die auf diese Art Bücher stehen.