Kira Minttu – Me, without words

Buch Nummer vier für #5weeks5books war Me, without words von Kira Minttu. Eigentlich ein Jugendbuch, hat es mir doch sehr gut gefallen, auch wenn ich mich am Anfang noch gefragt habe, wann es denn nun endlich richtig losgehen mag. Aber genau diese Art zu schreiben, hat mich im Laufe des Buches gefesselt und begeistert.

Juli ist sechszehn und eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben. Sie ist mit Levin zusammen, den sie gerne mag und ihre beste Freundin Katinka mit dessen bestem Freund Jako. Das Leben könnte also so schön sein, wenn da nicht das ewige Schweigen ihrer Eltern wäre. Als dies kaum noch auszuhalten ist, erbrennt zwischen ihren Eltern ein schlimmer Streit in Folge dessen sie sich endgültig trennen. Julis Mutter zieht zu ihrem neuen Freund, Juli bleibt mit ihrem Vater in der Wohnung in Frankfurt zurück.

Ungefähr zu dieser Zeit trifft Juli Marc. Er ist gute fünf Jahre älter, wohnt in einer eigenen Wohnung und verdient anscheinend auf eine etwas zwielichte Art sein Geld, lebt aber vornehmlich vom Geld seines Vaters. Und er ist der einzige, der Juli versteht und sie in dieser schweren Zeit auffängt. Levin hört ihr nicht zu, er denkt immer nur daran den nächsten Schritt zu gehen. Und auch Katinka gelingt es nicht so für Juli da zu sein, wie sie es gebrauchen würde.

Wie bereits gesagt, gefühlt passiert eigentlich nichts und die Geschichte bekommt auch keinen Schwung. Deswegen habe ich mich zu Beginn gefragt, wann denn endlich etwas dramatisches passiert oder es eine unvorhergesehene Wendung gibt. Aber nichts passiert und genau das hat mir immer besser gefallen. Obwohl nichts nun auch nicht stimmt, denn in Julis Leben passiert sehr viel.

Mir gefällt, dass Juli nicht so naiv ist, wie es Mädchen sonst oft in diesem Alter in dieser Art von Büchern sind. Sie hinterfragt Marcs Handeln und will sich nicht damit zufrieden geben, dass er eben ein Bad Boy ist. Und sie lässt sich nur in gewissem Maße auf Abenteuer ein. Ihr ist es zu jedem Zeitpunkt wichtig, was ihre Eltern denken, auch wenn sie sich ab und an gegen sie stellt.

Ein gutes Jugendbuch, das mich streckenweise 15 Jahre zurückversetzt hat. Ich war zwar nie im Cave, kenne aber ähnliche Einrichtungen in Frankfurt und bin dort gerne mit meinen Freunden gewesen.

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