Mella Dumont – Rosenmond

Mit Rosenmond schließt Mella Dumont die Colors of Life-Reihe ab. Nachdem der letzte Teil schon relativ dramatisch geendet hat, war ich gespannt, wie sie nun alles zu einem Ende bringen möchte und ob es für alle gut ausgeht. Außerdem war ich gespannt darauf, was noch über Lina erzählt werden würde.

Dieser Teil knüpft ziemlich genau da an, wo der alte aufgehört hat, wenige Tage nach dem Überfall auf die Mahler-Frauen. Doch diesmal wird gezielt Valerie das Opfer eines Wagner-Mitglieds und kann nur knapp einem Koma entkommen. Doch ihr gelingt es den Mann zu täuschen und zu überwältigen und ihn mit Hilfe von Lina und Leo, die aus Trier schnell nach Metz gefahren kommen, umzudrehen.

Überhaupt vertieft sich in diesem Teil die Freundschaft zwischen Valerie und Lina sehr, was mich zuerst etwas irritiert hat. Lina kam mir immer sehr jung vor, Valerie ist eine erwachsene Frau, die mitten im Leben steht, ihr eigenes Unternehmen leitet und ihre zweite Hochzeit plant. Doch warum sollten sich nicht grade auch zwei so unterschiedliche Frauen anfreunden und warum müssen Alter und Erfahrung ein Hindernis sein? Sind sie in diesem Fall nicht und genau das macht die Freundschaft auch wieder aus, denn beide profitieren von der anderen.

Leo und auch der Rest der Wagners bleibt in diesem Teil sehr schwach und im Hintergrund. Bis auf Linas Vater, der nochmal so richtig auffährt, was am Ende vielleicht sogar ein wenig übertrieben ist. Aber es passt auch wieder zu der ganzen Geschichte rund um die beiden Clans.

Alles in allem bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich mit dem Ende der Reihe zufrieden bin. Was mir aber am Ende gut gefällt ist, dass es doch sehr offen gehalten ist und nicht gesagt wird, dass ab nun alles gut ist und alle glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende lebten. Was mich aber wirklich am Ende gestört hat ist die Geburtsszene. Warum musste die in dieser Form mit in das Buch? Verarbeitet Mella Dumont damit etwas? Warum muss Zoés Start ins Leben so dramatisch und brutal sein?

Und trotzdem hat mir das Buch gut gefallen, denn ich habe sowohl Lina als auch Valerie und natürlich auch Angie ins Herz geschlossen. So ist es schön sie wieder ein Stück auf ihrem Weg begleitet zu haben und zu wissen, dass starke Frauen gemeinsam ganz schön viel schaffen können, übersinnliche Fähigkeiten hin oder her.

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