Catherine Ryan Hyde – Wir kommen mit

Ich habe Catherine Ryan Hyde durch mein Kindle Unlimited Abo entdeckt und mag ihre Bücher wirklich sehr gerne. Wir kommen mit ist ein Buch über eine ganz besondere Freundschaft, über die Freundschaft zwischen einem Erwachsenen Mann und zwei Kindern. Es ist die Geschichte einer Freundschaft auf Augenhöhe, etwas besonderes zwischen Kindern und Erwachsenen.

August reist jeden Sommer mit dem Wohnmobil durch den Westen der USA. Diese Reise soll eine ganz besondere sein, denn er möchte den Yellowstone Nationalpark besuchen und dort die Asche seines verstorbenen Sohnes verstreuen. Der Plan war ursprünglich gewesen diese Reise gemeinsam anzutreten und so ist es August extrem wichtig dieses Ziel zu erreichen.

Leider geht sehr schnell sein Wohnmobil kaputt und er landet bei Wes in der Autowerkstatt. Wes ist alleinerziehender Vater zweier Söhne, Seth und Henry und alkoholkrank. Und Wes hat ein Problem, denn seine Alkoholsucht hat ihn wegen wiederholtem Fahren unter Alkoholeinfluss ins Gefängnis gebracht, er muss die Haftstrafe demnächst antreten. Da kommt es ihm sehr gelegen, dass August das Geld für die Reperatur eigentlich gar nicht hat, denn er braucht dieses Geld für das Benzin um überhaupt nach Yellowstone zu gelangen. So macht Wes ihm ein Angebot, dass August annimmt und sich gleich fragt, warum er das tut. Er nimmt die beiden Kinder mit auf seine Reise und bringt sie wieder, wenn Wes seine Strafe abgesessen hat.

Schnell freunden sich der aufgeschlossene 12-jährige Seth und August an. Aber auch Henry hat schnell einen festen Platz in August Herz gewonnen, auch wenn dieser kein Wort spricht und sich sehr verschlossen verhält. Doch August gibt nicht auf und gewinnt nach und nach das Vertrauen des Jungen.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, weil mir August sehr sympathisch war. Zu Beginn hatte ich mir ihn als einen kurz vor der Rente stehenden, konservativen Lehrer vorgestellt, musste diese Meinung dann aber im laufe des Buches wieder verwerfen. August hat ein unglaubliches Einfühlungsvermögen und kann das, was viele Leute nicht können. Er nimmt die Kinder an wie sie sind und lässt sie auch so sein. Und das hilft den beiden ungemein.

Und auch Augusts Art zu reisen und sich einfach treiben zu lassen hat mich fasziniert. Er bleibt einfach so lange an einem Ort, bis er ihn satt hat und dann fährt er weiter. Wer mich kennt weiß, dass ich gerne alles bis ins kleinste Detail im Voraus plane und so entgeht mir vielleicht das, was August jeden Sommer erlebt, denn er ist einfach da. Das ist bestimmt etwas sehr wertvolles.

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