Marnie Schaefers – Ein Leben mit dir ist nicht genug

IMG_6138In Ein Leben mit dir ist nicht genug erzählt Marnie Schaefers die Geschichte von Finn. Er ist gutaussehend, hat reiche Eltern und coole Freunde. Sein Leben ist eine einzige Party und Finn denkt nicht über Morgen nach. Das ändert sich aber schlagartig, als sein Bruder Colin bei einem Autounfall ums Leben kommt und kurz darauf ein alter Schulfreund verunglückt und in Folge dessen im Koma liegt. Finn kommt damit nicht zurecht und wird depressiv. Es wird schnell so schlimm, dass er in eine Kinder- und Jugendpsychatrie eingewiesen wird.

Immer wieder sieht Finn vor seinem inneren Auge die Leiche einer jungen Frau. Er hat das Gefühl sie zu kennen, weiß jedoch nicht woher oder warum er sie immer wieder sieht. Sein Therapeut ist der Meinung, dass er Finn an den Ort seiner Wahnvorstellungen schicken muss, damit er sich mit eigenen Augen versichern kann, dass es die junge Frau nicht gibt. Und so macht sich Finn auf den Weg nach Rainwood Falls und trifft dort Jill. Und in ihr erkennt er die junge Frau aus seinen Phantasien wieder. Doch was hat es damit auf sich? Finn bricht aus seiner Welt aus und versucht gemeinsam mit Jill zu ergründen, was sie verbindet.

Die Geschichte hatte durchaus Potential, doch leider hat sie sich nicht ganz so entwickelt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Finn ist mir leider auch kein bisschen sympathisch geworden und so konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen was Jill überhaupt an ihm findet. Leider ist auch die Geschichte um die Wächter und Jill und ihre Familie ein wenig zu viel. Teile bleiben bis zum Ende im Dunkeln, etwa das Verschwinden von Jills Eltern.

Trotz allem behandelt das Buch ein wichtiges Thema, denn es geht um einen jungen Mann, der abstürzt und in der Psychatrie landet. Marnie Schaefers schafft es zum Glück im Buch ein sehr positives Bild der Kinder- und Jugendpsychatrie zu zeichnen und lässt Finn auch immer wieder ewähnen, dass seine Freunde dort doch eigentlich nette und normale Menschen sind, die eben in ihrem Leben etwas erlebt haben, dass sie verletzt oder verstört hat. Es ist so wichtig davon wegzukommen, dass Depressionen oder ähnliche Krankheiten etwas peinliches sind. Es ist schlimm genug für die Betroffenen.

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