Marion Zimmer-Bradley – Die Nebel von Avalon

IMG_6116Es ist eines der Bücher, von dem viele sagen, dass man es gelesen haben muss, Die Nebel von Avalon von Marion Zimmer-Bradley. Bisher hatte ich es noch nicht gelesen und so habe ich die Gelegenheit genutzt und es aus dem offenen Bücherregal im Bahnhof mitgenommen. Und seitdem habe ich es zur Arbeit und wieder zurück geschleppt und mich auf meiner fast 90-minütigen Bahnfahrt durch die Seiten gequält. Irgendwann hatte ich so weit gelesen, dass ich es nicht abbrechen wollte, das mache ich sowieso sehr ungern. Außerdem hatte ich immer noch die Hoffnung, dass der spannende Teil nun endlich kommen mag.

Zimmer-Bradley erzählt in diesem Buch die Artussage aus Sicht seiner Halbschwester Morgaine. Diese ist Priesterin von Avalon, Anhängerin der alten Naturreligion und wird im Laufe des Buches eine wichtige Ratgeberin sowohl für Artus als auch seine Königin Gwenwhyfar. Doch Morgaine ist durchtrieben und verfolgt ihre eigenen Pläne, sie kämpft gegen das Christentum und gegen die Christianisierung von Britannien. Erscheint sie am Anfang noch jung und naiv wird sie im Verlauf des Buches immer hartherziger und skrupelloser, das macht sie nicht gerade sympathischer.

Aus meiner Sicht erfährt man in diesem Buch nicht viel über Artus, seine Tafelrunde und deren Taten, welche ja eigentlich die Sage um ihn und die Runde ausmachen. Viel mehr wird hier lang und breit der Kampf zwischen Naturreligion und Christentum ausgebreitet. Die Charaktere bleiben alle sehr flach und sind sehr stereotyp. Das ist schade, denn man hätte sicherlich mehr aus den einzelnen Personen machen können bzw. die Geschichte auf die wesentlich wichtigen Personen beschränken können.

Positiv aufgefallen ist mir, dass Morgaine immer wieder betont, dass alle Götter ein Gott sind und dass die große Mutter-Göttin und der christliche Gott einer sind. Das ist heute eine wichtige Botschaft und eine, die mir gefällt. Denn aus meiner Sicht sind auch heute alle Götter ein Gott, nur dass ich meinen Gott vielleicht anders anspreche und bezeichne, als andere Menschen in anderen Kulturen und Religionen es tun.

Was mich aber leider am meisten an dem Buch gestört hat ist das viele Blabla, anders kann ich es nicht bezeichnen. Für mich las sich das Buch an vielen Stellen nicht flüssig und ich musste mich sehr oft auf das lesen konzentrieren. Ich weiß nicht wie oft meine Gedanken abgeschweift sind, weil ich das Gefühl hatte, dass sich doch wieder alles wiederholt und Morgaine mal wieder über die gleichen Dinge philosophiert. Ich lese wirklich gerne dicke Bücher und habe auch erstmal kein Problem, wenn ein Buch über 1000 Seiten hat. Hier habe ich aber den Eindruck gewonnen, dass man das wesentlich kürzer hätte fassen können.

Ich bin ein wenig enttäuscht, dass mir das Buch so schlecht gefallen hat, hatte ich doch viel mehr erwartet. Ich habe nach der Lektüre nicht das Gefühl wirklich viel mehr über Artus und die Tafelrunde zu wissen, das ist schade.

Einzig die Widmung, die ich in dem Buch gefunden habe, fand ich sehr toll. Da fragt man sich gleich wer denn die beiden Personen sind, also derjenige dem das Buch geschenkt wurde und die schenkende Tante (Bild folgt).

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