Sebastian Niedlich – Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

IMG_6140In Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens erzählt Sebastian Niedlich die Lebensgeschichte von Martin, der den Tod sehen kann und mit ihm eine sehr merkwürdige Freundschaft pflegt. Mit viel Humor wird hier ein sehr ernstes Thema angegangen, auf lustige Situationen folgen durchaus sehr ernste Passagen. Eine gelungene Mischung aus meiner Sicht.

Martin ist gerade mal sechs Jahre alt als er dem Tod das erste Mal begegnet. Der steht plötzlich am Sterbebett von Martins Oma und rechnet nicht damit, dass er wahrgenommen wird. Martin spricht ihn an und so entsteht eine Art Freundschaft zwischen den beiden. Tod kommt immer wieder und besucht Martin, da ihn aber niemand sonst sehen kann sorgt das für viele merkwürdige Begebenheiten und so hat Martin schnell den Ruf des merkwürdigen Kauzes weg.

Doch die Freundschaft bekommt schnell Risse, denn Martin ist nicht damit einverstanden, dass Tod ihm nahestehende Personen holen will. Er beginnt gegen Tod zu rebellieren und beweist schließlich, dass der Tod jedes einzelnen nicht auf einen Zeitpunkt festgelegt ist, sondern durchaus verhindert werden kann.

Nach und nach nimmt Martin immer mehr Eigenschaften von Tod an. So kann er plötzlich an mehreren Orten gleichzeitig sein (sehr praktisch während Prüfungen), von Ort zu Ort springen und, was für ihn sehr unangenehm ist, die Tode anderer Menchen in Visionen sehen.

Martin kämpft im ganzen Buch gegen den Tod, gegen einen Freund, den er eigentlich nicht haben will, der aber sein Leben sehr stark beeinflusst und prägt. Besonders beängstigend findet er die Vorstellung Tods Nachfolger zu werden, denn genau das kann er sich gar nicht vorstellen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Zuerst hatte ich ein durch und durch witziges Buch erwartet, jede Menge komischer Situationen, weil ja nur Martin den Tod sehen kann. Davon enthält das Buch einige, jedoch wird es zwischendrin immer wieder ernst. Martin ringt mit sich und dem Tod, er setzt sich damit auseinander und stellt immer wieder die Frage, was danach kommen mag. Antworten findet er nicht auf alle Fragen und genau das finde ich gut. Das Buch regt zum Nachdenken an und es zeigt, dass wir alle nicht unsterblich sind. Und es zeigt auch positive Fälle aus, denn manchmal ist es gut zu gehen.

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