Leserunde: Julia Dibbern – Wenn ich dich nicht erfunden hätte

Lovelybooks veranstaltet eine Leserunde zu Julia Dibberns erstem Roman Wenn ich dich nicht erfunden hätte und da war es klar, dass ich teilnehme. Ich mag Julias Einstellung zum Leben mit Kindern und habe einen Teil ihrer Sachbücher bereits verschlungen. Deswegen war ich sehr gespannt auf den Roman und inwiefern ihre Einstellung dort zu finden ist.

Vielen Dank auch an dieser Stelle an das Team von inkRebels, die es ermöglicht haben, dass 6 Teilnehmer der Leserunde ein E-Book gewinnen konnten. Ich hatte Glück und wurde aus dem Lostopf gezogen.

In diesem Beitrag werde ich nach und nach meine Gedanken, so wie ich sie auch in der Leserunde mitteile, aufführen. Deswegen sollten alle, die dieses Buch noch lesen möchten, nicht weiterlesen. Eine Rezension werde ich noch erstellen, sobald ich das Buch ausgelesen habe.

 

Kapitel 1-4

Ich mag Leo und kann ihr Handeln sehr gut verstehen. Die Wohnung ist grauenhaft und eigentlich nichts für so ein junges Mädchen, dass sie das aber ihren Eltern nicht sagen mag ist verständlich, will sie doch beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen kann. Zum Glück hat sie ja eine Freundin, die ihr den Kopf wäscht und ihr hilft sich selbst zu helfen.

Ob ich Loris mag weiß ich nicht, er ist auf den ersten Blick nicht unbedingt sympathisch. Ich mag Raucher nicht, die keine Rücksicht nehmen und einfach überall rauchen. Ich bin gespannt, welche Geschichte er mit seinem Verhalten versteckt. Ich bin gespannt, was er alles hinter seiner harten Schale versteckt. Warum er seinen Kumpels so feindselig gegenüber tritt? Warum er mit seiner Mutter so auf Kriegsfuß steht, sich aber doch von ihr einspannen lässt. Und wer ist Theresa?

Ich bin auch gespannt, wie es mit Leo und Loris weitergeht. Die beiden sind so verschieden und sich doch sympathisch. Welche Ähnlichkeiten zu den Helden aus ihren Geschichten wird Leo noch entdecken?

 

Kapitel 5-8

Die Geschichte um Leo und Loris nimmt ja jetzt echt Fahrt auf und vieles bestätigt sich, was man bereits vermutet hat. Ich weiß mit Loris immer noch nichts anzufangen. Einerseits ist er mir extrem unsympathisch durch das Rauchen, den Drogenkonsum und die Frauengeschichten. Andererseits merkt man sehr deutlich, dass er versucht damit etwas zu kompensieren, so dass er einem fast leid tun kann. Hoffentlich erfährt man bald etwas mehr über ihn. In Leos Gegenwart lässt er ja schon ein wenig sein wahres Ich durchblitzen.

Leo möchte ich manchmal echt nur noch schütteln. Klar, viele Mädchen in dem Alter stehen auf die „bösen“ Jungs, aber Leo ist mir teilweise zu naiv. Warum vernachlässigt sie sowohl Uni wie auch ihr neuen Freunde, nur um Zeit mit Loris zu verbringen und Dinge zu tun, die so gar nicht zu ihr passen, wie das Rauchen und der Alkohol. Ich hoffe, dass Kimo sie ein wenig umwirbt und ihr zeigt wer die echte Leo ist.

Gut gefallen mir auch die Szenen bei Leo daheim. Ihre Eltern sind liebevoll und nehmen Leo so wie sie ist. Ihre Mutter freut sich mit ihr, als sie erzählt, dass sie jemanden kennengelernt hat und hinterfragt es nicht. Ich glaube hier lässt Julia ihre wundervolle Einstellung einfließen, die sie in ihren Sachbüchern den Menschen ans Herz legt.

 

 

Kapitel 9-12

Puh, was für eine Entwicklung. Ich hatte so sehr gehoffe, dass Leo nicht mit Loris schläft. Das erste Mal ist so fast weggeworfen. Andererseits passt es einfach zu ihr und ihrer Naivität. Sie zieht einfach konsequent weiter ihr Ding durch, ist davon überzeugt Loris schon immer zu kennen und mit ihm die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Dass sie dann den nächsten Schritt geht ist eigentlich nur klar. Ihr Liebesgeständnis finde ich fast schon ein bisschen zu viel, wie kann man so schnell sicher sein jemanden zu lieben. Aber immerhin reagiert Loris ganz anders als ich es erwartet hatte, er nimmt es einfach hin, findet es vielleicht sogar gut.

Immerhin sieht Leo endlich, dass Freunde gut und wichtig sind und lässt eine Freundschaft mit Sina zu. Das tut ihr sicherlich gut, denn nur immer Miri als Freundin, die nicht da ist, kann auf Dauer nicht gut sein. So kommt sie ein wenig raus und nimmt am Studentenleben teil. Und sie hat endlich jemanden gefunden mit dem sie über Loris und die ganze verrückte Geschichte sprechen kann.

Manchmal frage ich mich, warum Leo so naiv ist. Dann muss ich mir aber auch wieder in Erinnerung rufen, dass sie erst 18 ist und in einer sehr heilen Welt aufgewachsen ist. Sie hat ein behütetes Elternhaus, gute Freunde, ein tolles soziales Umfeld mit ihrem Orchester und einen netten Schwarm. Da glaubt man vielleicht gerne, dass Liebe wirklich so schnell entstehen kann. Immerhin erkennt sie, dass sie die andere Frau ist und das Loris Theresa mit ihr betrügt.

Ich werde aus Loris immer noch nicht schlau und weiß nicht, was Leo für ihn ist. Ist sie nur eine gute Freundin, mit der man auch mal ins Bett kann. Oder ist sie doch etwas besonderes, etwas was aber nicht in sein Leben passt weil da Theresa ist? Außerdem frage ich mich immer noch, warum er so viel mit sich machen lässt. Warum tut er seiner Mutter den Gefallen und will eine Frau heiraten, die so gar nicht zu ihm passt und die er anscheinend auch gar nicht mag?

Ich hoffe, dass sich hier in den nächsten Kapiteln so einiges löst und Loris sich für einen Weg entscheidet, mit Leo und komplett für sie da zu sein oder ganz ohne sie.

 

Kapitel 17-20

Das Ende des Buches hat mich doch überrascht und glücklicherweise meine Erwartungen nicht getroffen. Ich hatte ja bei den vorherigen Kapiteln schon geschrieben, dass ich befürchte, dass Loris und Leo wie Sarah und John enden, zum Glück nicht.

Als es zuerst so weiterging wie in den vorherigen Kapiteln war ich etwas verunsichert, wird Leo nie erkennen, dass sie den völlig falschen Weg einschlägt und sie so Loris nicht überzeugen kann aufzuhören sondern ihm noch mehr einen Grund nennt. Miri bringt es ganz gut auf den Punkt, als sie Leo darauf aufmerksam macht sich über Co-Abhängigkeit zu informieren. Ein Thema das viele, viele Menschen leider betrifft. In einer gewissen Weise ist ja nicht nur Leo von Loris Drogenkomsum co-abhängig, sondern auch seine Eltern, die sich seine Liebe erkaufen und ihm somit dieses Leben ermöglichen.

Zum Glück hat die letzte Partynacht mit dem verunreinigten Koks Leo die Augen geöffnet. Dass sie so schnell dann ausgezogen ist und es auch wirklich durchgezogen hat, hat mich doch erstaunt, da sie vorher ja extrem an Loris hing und alles für ihn getan hätte. Aber ich finde es auch gut. Bestimmt war es hier auch wichtig, dass sie in Sina eine Freundin gefunden hatte, die alles akzeptiert und unterstützt hat und sich nicht durch Leos Verhalten hat vergraulen lassen. Solche Freunde sind viel wert.

Das Leo Loris von früher kennt und er der Cousin von Kimo ist fand ich dann doch erstaunlich. Mich hat es gewundert, dass sich Leos Eltern nicht an ihn erinnert haben, das sie Kimo und seine Familie doch schon so lange kennen. Auch das Kimo nichts gesagt hat, fande ich schade. Denn anscheinend ist ihm Leo wichtig, so zumindest kommt es am Ende rüber. Ich hoffe auf jeden Fall, dass Leo nicht wieder rückfällig wird und ihre Geschichte mit Loris abschließen kann.

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