Petra Dalquen – Küssen Inder anders?

img_5848Ein Buch, an dem ich wirklich lange gelesen habe war Küssen Inder anders? von Petra Dalquen. Ich hatte etwas ganz anderes erwartet anhand des Klappentextes, mir war nicht klar, dass es um Frauen geht, die schon in Rente sind. Finde ich an sich nicht schlimm, gibt dem Buch aber eine ganz andere Richtung. Nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich sehr junge Frauen erwartet.

Doch ganz so schlecht war das Buch nicht, ich brauchte nur eine Weile um hereinzukommen und das hat gedauert. Anscheinend lese ich langsamer, wenn mir ein Buch nicht gefällt, oder es fühlt sich langsamer an. Der erste Teil des Buches, in dem der Leser die Frauen kennenlernt und einiges über sie erfährt war auch sehr hölzern geschrieben. Die Damen wollten mir auf den ersten Blick nicht sympathisch werden.

Die sechs Freundinnen Babette, Leo, Joe, Anna-Marie, Francine und Bernarda treffen sich regelmäßig zum Karten spielen. Anscheinend spielen sie um Geld, das in eine gemeinsame Kasse fließt und es scheint einiges an Geld zu sein. Am Ende der Spielrunde wird das Geld auf den Kopf gehauen. Die letzte muss eine Aufgabe erfüllen und darf dann bestimmen, was mit dem Geld passiert. Diesmal ist es Francine und sie beschließt sich und dem Großteil der Gruppe einen großen Wunsch zu erfüllen, eine Yogarundreise durch Indien. Alle sind begeistert, nur Bernarda nicht.

Bernarda ist eine sehr unsympathische Frau, bei der man sich fragt, warum sie sich eigentlich mit Menschen umgibt, die sie absolut nicht leiden kann. Im Laufe des Buchs erfährt man schließlich was Bernarda in ihrem Leben passiert ist und sie ändert sich schlagartig. Für mich nicht ganz glaubwürdig. Trotzdem entwickelt sich ihre Geschichte zu einer der schönsten des Buches.

Auch Francine hat ein Geheimnis, das sie lange vor ihren Freundinnen geheim hält. Das ist ein bisschen schade, denn ich bin der Meinung, dass sie ihre guten Freundinnen schon viel früher viel intensiver an ihrer Seite gebraucht hätte. Leider haben aber viele Menschen mittlerweile solch eine Einstellung. Sie wollen alles mit sich alleine ausmachen und ja niemanden mit ihren Sorgen belasten oder gar um Hilfe bitten.

Alles in allem ist es ein nettes Buch an dem sicherlich Menschen, die selbst Yoga machen und sich in diesem Bereich auch etwas besser auskennen, ihren Spaß haben. Leider ist der Schreibstil etwas hölzern und die Figuren sind sehr stereotyp und bleiben flach. Das ist schade, man hätte sicherlich mehr aus der Geschichte machen können.

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