Lesemonat November

„Nur“ sechs Bücher habe ich im November gelesen. Das liegt zum einen daran, dass mein Mann mich öfter mal nach der Arbeit auf halbem Weg abgeholt hat und ich somit auch nur die halbe Lesezeit hatte. Zum anderen lese ich an den aktuellen zwei Büchern grade ewig herum, weil sie beide nur so mittelmäßig sind und dann brauche ich leider immer länger.

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Begonnen habe ich diesen Monat mit Bill Bryson – Streifzüge durch das Abendland: Europa für Anfänger und Fortgeschrittene. Erwartet hatte ich einen lustigen Reisebericht, hatte vorher auch noch nie ein Buch von ihm gelesen, aber viel von ihm gehört. Leider war es das gar nicht. Viel mehr hatte man das Gefühl, dass ein gefrusteter Mann die Reise wiederholt, die er in seiner Jugend schon einmal gemacht hat. Nur diesmal findet er überall das Haar in der Suppe, außer in Rom vielleicht.

 

 

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In Ellin Carsta – Die heimliche Heilerin und der Medicus erfuhr man, wie das Leben von Madlen weiterging. Mir hatte der erste Band sehr gut gefallen, habe ich doch im Bereich historische Romane einen recht hohen Anspruch, als Fan von Rebecca Gablé. Jedoch war der zweite Teil sehr viel schwächer, die Geschichte blieb flach und die Figuren handelten alle sehr vorhersehbar. Gerade die Geschichte um Johannes hätte es nicht gebraucht. Viel spannender wäre es gewesen etwas mehr über die italienischen Medicus-Schulen zu erfahren, an welchen auch Frauen an Vorlesungen teilnehmen durften.

 

img_5805Mein Highlight diesen Monat, wenn nicht sogar diesen Jahres war Julia Dibbern und Nicola Schmidt – Slow Family. Es ist einfach ein wundervolles Buch, das nicht den Zeigefinger erhebt und uns vorschreibt wie wir mit unseren Kindern zu leben haben. Vielmehr ist es ein Buch, dass uns zeigt, dass es auch anders gehen kann und ganz viele Ideen für ein entschleunigtes und entspanntes Leben mit Kindern enthält. Ich nehme aus diesem Buch sehr viel mit, weiß auch, dass ich es bald noch einmal lesen muss, um alles aufzunehmen. Manchmal sind es einfach die kleinen Dinge, die das Leben besser machen. Dieses Buch schafft das auf jeden Fall.

 

img_5808-kopieVirginia Fox – Rocky Mountain Race erzählt die Geschichte von Becca und Adrian, aber auch die von Toby und Melissa. Man kehrt mal wieder nach Independence zurück, die liebenswerte Kleinstadt mitten in den Rocky Mountains. Die Geschichte von Becca und Adrian war vielleicht nicht die beste, aber Becca gefällt mir, Adrian weniger. Etwas schade fand ich, dass Melissa und Toby kein eigener Band gewidmet ist, man hätte aus ihrer Geschichte sicherlich noch so einiges machen können. Andererseits ist dies mal ein Paar, dass ohne viel Drama zusammengekommen ist und wahrscheinlich einfach nur glücklich sein darf.

 

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In Nele Neuhaus – Wer Wind sät ermittelt man endlich wieder zusammen mit Pia und Bodenstein. Diesmal verliert Bodenstein ein wenig den Boden unter den Füßen, aber das passt zu ihm und ist nur konsequent nach seiner unglücklichen Trennung. Ich mag die Bücher von Nele Neuhaus einfach nur gerne. Sie schreibt unheimlich gut, auch wenn mir diesmal etwas früher klar war, wer hier ein falsches Spiel spielt. Trotz allem könnte genau das so hier in der Nähe passieren. Ich bin schon sehr auf die nächsten Bände gespannt.

 

 

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Lea Streisand – Im Sommer wieder Fahrrad durfte ich vorablesen, obwohl ich festgestellt habe, dass es so spät zugesendet wurde, dass das vorab schon gar nicht mehr gestimmt hat. Lea Streisand schreibt in diesem Buch über ihre Krebserkrankung und das sehr offen und ehrlich. Und genau das ist auch gut so, denn es ist wichtig, dass die Betroffenen kein Blatt vor den Mund nehmen. Natürlich ist es für die Umwelt nicht leicht mit solch einer schlimmen Krankheit konfrontiert zu werden, es ist aber viel schlimmer für den Betroffenen. Gleichzeitig erzählt das Buch die Geschichte von Lea Streisands Großmutter, eine Frau, die sie sehr bewundert. Erstaunlicherweise passt das beides zusammen, so dass ein sehr rundes Buch entstand. Nur der Preis ist mir etwas zu hoch.

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