Ellin Carsta – Die heimliche Heilerin und der Medicus

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Von Ellin Carsta habe ich bereits zwei Romane gelesen und sie schreibt ganz gute historische Romane. Der erste Band Die heimliche Heilerin hat mir sehr gut gefallen und so hatte ich mich gefreut, dass nun mit Die heimliche Heilerin und der Medicus ein zweiter Band über Madlen erschienen ist. Vorweg kann ich direkt sagen, er ist nicht so gut wie der erste, aber das hat man ja leider oft.

Dieser Band spielt sieben Jahre später. Madlen und Johannes sind verheiratet, haben zwei Kinder und leben in Köln. Dort arbeitet Johannes als Advocatus des Erzbischofs, Madlen hat ihre heilende Tätigkeit niedergelegt und kümmert sich um die Kinder. Die beiden wer

den jäh aus ihrem gewohnten Trott geworfen, als Agathe, Madlens Tante, bei den beiden vor der Tür steht und verkündet, dass Johannes Eltern in Schwierigkeiten sind. Der Vater droht das Augenlicht zu verlieren und darunter leidet das Geschäft. Sofort machen die beiden sich auf nach Worms um das Geschäft der Schwiegereltern zu retten.

Johannes wird kurz nach ihrer Ankunft nach Köln zurückbeordert, er soll dort den Mord am engsten Vertrauten des Erzbischofs aufklären. Madlen bleibt bei den Schwiegereltern zurück und lernt den Medicus Franz kennen. Dieser hat in Italien studiert und macht Madlen Mut es ebenfalls zu tun. Es ist dort nicht ungewöhnlich, dass Frauen gleich wie Männer studieren und Medicus werden. Er lädt sie ein ihm nach Heidelberg zu folgen und dort seinen Vorlesungen an der Universität beizuwohnen. Um sie zu überzeugen sticht er ihrem Schwiegervater den Star. Während also Johannes den Mord in Köln aufklärt und dabei in Gefahr gerät, reist Madlen nach Heidelberg und hört Vorlesungen an der Universität. Doch kann sie das alles unter einen Hut bringen? Hat sie nicht eine Verantwortung für ihre Kinder?

Leider ist dieser zweite Band nicht so gut geschrieben wie der erste. Schnell wird klar, dass der Schwiegervater kein guter Mensch ist. Auch die Geschichte um Madlen und die Vorlesungen an der Universität bleibt flach. Da hatte ich mir deutlich mehr erhofft. Eigentlich geht es immer nur um ihre Zerissenheit und ihr schlechtes Gewissen, das ihrer Leidenschaft gegenüber steht.

Auch die Geschichte um Johannes ist schnell langweilig. Das ganze Buch lang tappt er im Dunklen, nur um dann plötzlich ganz am Ende das Rätsel zu lösen. Das Motiv für die Morde ist dann auch eher recht flach und nicht so wirklich nachvollziehbar. Für mich löst es sich einfach zu schnell auf.

Ich hoffe nun, dass es noch einen dritten Band gibt, der mich wieder etwas versöhnt und der sich wieder etwas mehr Madlen und ihrer Leidenschaft fürs Heilen widmet.

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Ein Gedanke zu “Ellin Carsta – Die heimliche Heilerin und der Medicus

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