Ki-Ela – Nellys Lächeln

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In Nellys Lächeln beschreibt Ki-Ela das Leben einer alleinerziehenden Mutter, die durch Zufall ihre große Liebe trifft. Vic zieht Nelly alleine groß, denn der Erzeuger des Mädchens möchte nichts von seiner Tochter wissen. Unterstützt wird sie von ihren Eltern, die Nelly so oft nehmen wie es geht. So kann Vic ihren Job in einem Café wahrnehmen, auch wenn das lange Gehen und Stehen gar nicht gut für ihre kaputte Hüfte sind. Und so kommt ihr das Jobangebot des griesgrämigen Schriftstellers Samuel Winter grade recht. Er sucht eine Haushälterin und Vic würde für seinen Geschmack gut passen. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten finden die beiden einen Umgang miteinander, der für beide Seiten in Ordnung ist. Als Vic dann auch noch mit ihrer Tochter Nelly in das kleine Verwalterhäuschen auf Samuels Grundstück zieht, lernen sich Nelly und Sam kennen. Nelly liebt Sam und der ist hin und weg von der Kleinen. Aber auch Vic findet Samuel immer sympathischer, doch der kann ihre Gefühle nicht erwiedern, da er nie mehr eine Frau lieben können wird, denkt zumindest er. Immer steht der Geist seiner verstorbenen Frau zwischen ihm und der Liebe.

Zuerst war ich von dem Buch gar nicht überzeugt, dabei hatte ich über Ki-Ela relativ viel gutes gelesen. Doch nach einiger Zeit kam ich in die Geschichte rein und wollte dann auch wissen, was noch passiert. Leider musste ich dafür recht viel Geduld aufbringen, denn das Buch ist irgendwie langatmig. Vieles wird bis ins kleinste Detail beschrieben, teilweise werden sinnlose Gespräche geführt. Es ist fast so, als würde man mit Vic mitleben. Ich glaube, dass es der Geschichte nicht geschadet hätte, wenn sie ein wenig zusammengefasst worden wäre.

Was mir aber gar nicht gefallen hat ist wie die Autorin Nelly beschreibt. Nelly soll ein Kind von drei Jahren sein, spricht aber wie ein kleineres Kind. Manchmal ist sie regelrecht dumm und muss alles erklärt bekommen. Dann sagt sie wieder Sätze, die so nur von einem Erwachsenen kommen könnten. Das gefällt mir überhaupt nicht und macht das ganze etwas unglaubwürdig.

Auch das Rollenverständnis finde ich etwas merkwürdig. Natürlich ist Vic die schwache Frau ohne Ausbildung, die einen starken Mann in ihrem Leben braucht. Sie bekommt es zwar alleine auch ganz gut hin, aber mit Samuel an ihrer Seite geht es ihr gleich viel besser. Der ermöglicht ihr natürlich auch ein Hausfrauenleben, scheint er doch Geld im Überfluss zu haben.

Um nun aber nicht nur zu meckern möchte ich auch noch eine positive Seite hervorheben. Mir hat es sehr gut gefallen, wie das Verhältnis von Vic und ihren Eltern beschrieben wurde. Es ist toll, wenn in einer Familie der Zusammenhalt so stark ist und Eltern und Kinder füreinander da sind. Mir ist es wichtig, dass meine Kinder später mit allen Problemen und Fragen zu mir kommen können, genauso wie ich es von meinen Eltern kenne.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich noch ein Buch von Ki-Ela lesen muss. Vielleicht eins, das eine ganz andere Thematik hat.

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Ein Gedanke zu “Ki-Ela – Nellys Lächeln

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