Christoph Rehage – Neuschweinstein

img_5717Als ich die Leseprobe zu Neuschweinstein von Christoph Rehage begonnen hatte zu lesen, wurde mir sehr schnell klar, dass mich hier kein Buch wie Hummeldumm erwartet, sondern wirklich ein Tagebuch einer Reise mit zwölf Chinesen durch Europa. Christoph Rehage liebt China und seine Einwohner, im chinesischen YouTube ist er so etwas wie ein Star. Als ihm in München eine chinesische Reisegruppe begegnet beschließt er genau solch eine Reise zu machen, um zu erfahren, wie die Chinesen Europa erleben.

Natürlich ist es für ihn zuerst nicht ganz leicht eine Gruppe zu finden. Und auch als er diese gefunden hat muss er eine Art Bewerbungsgespräch mit dem Reiseleiter absolvieren. Der beschließt, dass Christoph Rehage mit darf und so macht er sich 10 Tage vor dem chinesischen Neujahr mit seinen Mitreisenden auf den Weg nach Europa. Das, was für ihn zuerst als ein Nachteil erscheint, die Gruppengröße, wird schnell zum Vorteil. Christoph Rehage lernt seine Mitreisenden, auch dank seiner sehr guten Chinesischkenntnisse, schnell kennen und schließt sie nach und nach in sein Herz.

In dem Buch berichtet er ungeschönt über den Alltag solch einer Reise. Über grauenhaftes Gruppenessen in chinesischen Restaurants, Verkaufsshows in Lederfabriken oder chinesischen Verkäuferinnen in den Kaufhäusern. Doch er erlebt auch viele besondere Momente mit seinen Mitreisenden, er sieht, wie sie Europa entdecken und in eine fremde Welt eintauchen. Er kauft mit seinen Mitreisenden ein und berät sie über gute deutsche Wertarbeit.

Doch das Buch endet nicht mit dem Heimflug, denn Christoph Rehage kehrt nach China zurück und besucht alle seine neugewonnenen Freunde in ihrer Heimat und lernt sie dort noch einmal auf eine ganz andere Art kennen.

Mir hat das Buch gut gefallen, es ist kurzweilig und lässt sich schnell in einem weg lesen. Christoph Rehage ist ehrlich und das gibt dem Buch einen besonderen Charakter. Er schönt nichts, beschreibt die Dinge wie sie sind und das ganz ohne sehr wertend zu sein.

Interessant auch die App, die der Verlag anzubieten scheint. PapeGo nennt sie sich. Ist diese auf dem Handy installiert kann man das Buch an der zuletzt gelesenen Stelle fotographieren und dann auf dem Handy weiterlesen. Ausprobiert habe ich es aber nicht, da es die App anscheinend nur für Android und iOS gibt.

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Ein Gedanke zu “Christoph Rehage – Neuschweinstein

  1. Pingback: Lesemonat Oktober – Culala liest

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