Sejal Badani – Der Weg heim

img_5578Erst jetzt komme ich dazu etwas zu Der Weg heim von Sejal Badani zu schreiben, ausgelesen habe ich das Buch schon am Wochenende. Ich kann gar nicht sagen, ob ich froh darüber bin es endlich beendet zu haben, oder ob ich doch gerne noch weitergelesen hätte. Wie ich in den Dienstags-Fragen schon geschrieben habe hat das Buch eine gewisse „Schwere“, die es nicht immer leicht macht es zu lesen.

Als der Vater ins Koma fällt versammeln sich Sonya, Trisha, Marin und ihre Mutter Ranee und erzählen nach und nach ihre Geschichte. Sonya, die direkt nach ihrem Studienabschluss aufgebrochen ist und durch die Welt gereist ist, nur um vom Vater und der Familie wegzukommen, ist wieder da. Doch so richtig ankommen mag sie gar nicht, fürchtet sie doch viel zu sehr, dass die Vergangenheit sie einholen wird. Sonya, ebenso wie ihre Schwester Marin und ihre Mutter wurden vom Vater geschlagen und leiden noch heute darunter. Marin geht aber ganz anders damit um, sie ist erfolgreich und strebsam, immer bemüht es dem Vater recht zu machen, auch jetzt noch, da er doch gar nichts mehr ausrichten kann. Doch ihre Strebsamkeit überträgt sie auf ihre Tochter, denkt sie doch, dass sie ihr so ein gutes Leben ermöglichen kann. Leider ist das überhaupt nicht der Fall, denn die Vergangenheit holt sie ein. Und nicht nur sie, auch Trisha hat viel aufzuarbeiten, was ihr bis zu diesem Moment nicht klar war.

Wie schon geschrieben, fällt das Buch für mich unter schwere Kost. Es lässt sich nicht einfach so weglesen, manchmal musste ich es zur Seite legen und über das gelesene nachdenken. Ich finde es gut und richtig einen Roman zu schreiben, der ganz klar beleuchtet, wie Kinder und Erwachsene mit Gewalt innerhalb der Familie umgehen. Mir gefällt gut, dass Sejal Badani das Thema nicht in den Vordergrund stellt und auch kein Mitleid für die drei Töchter erzeugen möchte, sondern einfach beschreibt, wie Menschen mit solch einer Geschichte leben und wie es ihr Erwachsenenleben und auch das ihrer Kinder und Parner beeinflusst.

Leider ist mir das Lesen manchmal schwer gefallen, ich bin über Sätze gestolpert. Nicht, weil sie so verkehrt geschrieben waren, oder weil das Buch voller Fehler ist. Eher hatte ich manchmal das Gefühl keinen richtigen Lesefluss zu bekommen. Das mag aber vielleicht auch daran liegen, dass ich das Buch trotz allem nicht so besonders spannend fand und immer wieder in Gedanken abgeschweift bin.

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Ein Gedanke zu “Sejal Badani – Der Weg heim

  1. Pingback: Lesemonat September – Culala liest

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