Diana Gabaldon – Drums of autumn

Endlich, endlich, endlich habe ich Diana Gabaldons Drums of autumn zu Ende gelesen. Schon der dritte Teil der Outlander-Reihe war lang, dieser war gefühlt noch länger. Dabei hat er „nur“ gute 1100 Seiten, in den Folgeromanen werden es noch mehr. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es dann wieder spannender wird. Sehr schade, die Reihe fing stark an und hat leider stark nachgelassen.

In diesem Band beschreibt Diana Gabaldon die Ankunft von Jamie und Claire in Amerika. Die beiden schlagen sich bis zu Jamies Tante Jocasta durch, befreien auf dem Weg noch einen Gefangenen, der ihnen im Verlaufe des Buches immer wieder übel mitspielt und machen sich dann auf den Weg ins Hinterland um ihren Platz zum Leben zu finden. Den finden sie schließlich auch, ein abgeschiedener Ort an dem sie ein neues Leben beginnen können. Jamie schickt seinen Freund und Vertrauten Duncan los Weggefährten aus Ardsmuir zu suchen und für die Siedlung zu gewinnen. Während Duncan unterwegs ist beginnen Jamie, Claire und Ian sich am neuen Ort häuslich einzurichten.

Parallel wird die Geschichte von Brianna und Roger erzählt. Brianna ist immer noch verbissen auf der Suche nach Hinweisen, dass ihre Mutter ihren Vater gefunden hat und beide glücklich leben. Doch sie findet eine Zeitungsnotiz, die vom Tod der beiden berichtet und so macht sie sich auf den Weg zu den beiden, um sie zu warnen. Roger findet dies heraus und folgt ihr. Durch Irrungen und Wirrungen finden die beiden erst zusammen, nur um dann kurz darauf wieder getrennt zu sein. Brianna erlebt furchtbares aber auch viele schöne Momente mit ihrem Vater, während Roger bei den Indianern durch die Hölle geht.

Das alles hätte man sicherlich auch auf 500 Seiten erzählen können. Leider scheint Diana Gabaldon aber die Länge zu mögen und fügt so Seite um Seite der Geschichte hinzu. Ich blättere eigentlich nie einfach weiter, war hier aber verlockt es zu tun. Es macht es auch nicht unbedingt einfacher der Geschichte zu folgen, wenn immer irgendwelche unwichtigen Dinge erzählt werden. So erzählt sie zum Beispiel seitenweise von einer giftigen Schlange, die auf dem stillen Örtchen auftaucht. Das alles hat keinen Einfluss für die weitere Handlung und ist dafür auch gar nicht wichtig. Mich bringt das irgendwann raus, ich wusste am Ende nicht mehr wer am Anfang vielleicht irgendwo aufgetaucht war. Es werden immer wieder Personen eingeführt, die manchmal eine Rolle spielen, manchmal aber nicht. Da verliere zumindest ich schnell die Übersicht.

Des weiteren wird mir Jamie immer unsympathischer. Er ist ewig sturr und weiß alles besser. Er gibt den Ton an, alle haben ihm nachzufolgen. Auch Claire ist nur noch ein Schatten von der Person, die sie in den ersten beiden Bänden war. Im Prinzip ist sie die treu-doofe Ehefrau, die ihrem großen, starken Mann überall hin folgt. Romantisch ist zwischen den beiden schon lange nichts mehr.

Was mich aber fast am meisten an dieser Reihe stört ist die Bezeichnung als Highland-Saga. Denn bis auf den ersten Band haben die meisten Teile dieses Buches nicht in Schottland gespielt. Und nur die Tatsache, dass Jamie Schotte ist machen aus so einem Buch noch lange kein Highland-Buch. Das ist schade, lässt bei mir auch den Eindruck entstehen, dass Diana Gabaldon sich in Schottland nicht gut genug auskannte, um die Geschichte dort weiter zu erzählen und sie lieber in ihr Heimatland verlegte.

Ob ich die Folgebände lesen werde weiß ich nicht. In vielen Rezensionen zum Folgeband liest man, dass sie noch langatmiger werden. Hinzu kommt, das Lord John wohl extra Romane bekommt, die man auch gelesen haben müsste, um alles zu verstehen. Und das mag ich ja mal gar nicht. Wahrscheinlich werde ich die Bände dann doch lesen, zumindest die, die noch in meinem Sammelband enthalten sind. Aber das hat Zeit und braucht auch Zeit.

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