Pamela Druckermann – Warum französische Kinder keine Nervensägen sind

Meine Mutter hat mir in den letzten Monaten sehr oft von dem Buch Warum französische Kinder keine Nervensägen sind von Pamela Druckerman erzählt. Sie war total begeistert von dem Buch und meinte, dass sie meine Schwester und mich ja auch französisch erzogen hätte. Ich war etwas skeptisch und hatte eigentlich keine Lust einen Erziehungsratgeber zu lesen. Außerdem ist meine Mutter ein großer Frankreichfan und mag alles was mit Frankreich zu tun hat. Vor kurzem hat sie das Buch dann mitgebracht und ich hab es gelesen. Und ich muss meiner Mutter zustimmen, es ist gut.

Pamela Druckerman lernt ihren Mann Simon in Paris kennen. Er ist Brite, aufgewachsen in den Niederlanden, sie ist Amerikanerin. Als ihre Tochter, die sie nur Bean nennen, zur Welt kommt, stellen sie fest, dass französische Babys und Kinder ganz anders sind als ihr eigenes. Französische Kinder sind gute Esser, selbst im Restaurant benehmen sie sich und bestellen wie die Erwachsenen ein Gericht von der Karte. Sie schlafen mit drei Monaten durch, helfen beim backen und sind irgendwie selbstständiger. Pamela Druckerman begibt sich auf die Suche nach dem Erziehungsgeheimnis der Franzosen und beschreibt dies in ihrem Buch.

Was machen Franzosen nun anders als Amerikaner? Sie haben den cadre, einen festen Rahmen von Regeln in dem das Kind sich frei bewegen darf. Sie schreiben Kindern nicht vor was sie schon früh zu lernen haben, sondern lassen sie selbst die Welt entdecken. Der wichtigste Punkt aber ist vielleicht, dass sie Kinder wie Erwachsene behandeln. Ein Wesen, dass eine eigene Meinung hat, welche man auch hören möchte.

Nachdem ich das Buch gelesen habe muss ich meiner Mutter zustimmen. Es ist wirklich gut. Oft muss man schmunzeln und an einigen Stellen erkennt man sich wieder. Und meine Mutter hatte auch recht, dass wir sehr französisch erzogen wurden. Auch bei uns gab es einen Regelrahmen, meine Eltern haben uns immer mit einbezogen und unsere Meinung angehört. Und auch beim Essen gab es keine Extrawürste. Es wurde gegessen was auf den Tisch kam oder eben nicht. Dadurch essen meine Schwester und ich auch fast alles und probieren auch immer wieder das, was wir nicht so mögen.

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