Hannah Siebern – Barfuß durch Scherben

Schon vor dem Wochenende hatte ich Barfuß durch Scherben von Hannah Siebern zu Ende gelesen. Schon der erste Teil hatte mir sehr gut gefallen und auch diesen Teil habe ich extrem schnell durchgelesen. In diesem Teil geht es um Luisa, die kleine Schwester von Janna, die in Teil eins die Hauptrolle spielte. Luisa ist mit Tanju zusammen, einem jungen Chinesen, der für ein Austauschsemester in Deutschland ist. Nachdem Tanjus Zeit in Deutschland jedoch zu Ende ist, beschließt Luisa ihm zu einem Auslandsaufenthalt nach China zu folgen. Doch nach einem Streit mit ihm kommt alles anders, denn Luisa wacht nach einer wilden Party mit zu viel Alkohol neben einem jungen Mann auf, an den sie sich kaum erinnern kann. Lediglich sein Name ist ihr in Erinnerung geblieben, Kurt.

Doch Kurt ist schnell vergessen, denn bei Luisas Mutter wird Lungenkrebs diagnostiziert. Die Heilungschancen sind sehr gering und so bereitet sich die Mutter auf das Sterben vor. Für Luisa eine schwere Zeit und etwas, dass sie nicht schafft zu akzeptieren. Gerade der körperliche Verfall ihrer Mutter macht ihr zu schaffen, sie kann ihre Mutter so kaum noch anfassen und liebhaben.

Für etwas Ablenkung soll ein Wochenende bei Rock am Ring sorgen. Janna versucht zu verhindern, dass Luisa fährt, da die Mutter jederzeit sterben könnte. Diese möchte jedoch, dass Luisa auch weiterhin ihr Leben lebt und genießt. Und so macht sich Luisa gemeinsam mit ihrer Freundin Kiki, deren Bruder und dessen Kumpel zu Rock am Ring auf. Dort sind sie mit zwei weiteren Freunden von Kiki verabredet, die Luisa nicht kennt. Kaum angekommen muss sie feststellen, dass sie einen der beiden doch kennt, es ist Kurt. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten finden die beiden zueinander, zumindest vorerst.

Wie auch schon im ersten Band findet hier zusammen, was zusammen gehört. Für meinen Geschmack wird nur etwas zu ausgiebig über Luisas Zeit und Erlebnisse bei Rock am Ring berichtet. Entsetzt hat mich auch der Alkoholkonsum, der in diesem Buch beschrieben wird. Würde ich nur einen Tag so trinken, müsste man mich ins nächste Krankenhaus bringen. Anscheinend bin ich da aber etwas weltfremd, sehr viel Alkohl scheint mittlerweile dazu zu gehören.

Die Erzählungen von Rock am Ring konnte ich teilweise sehr gut nachvollziehen, war ich doch selbst vor vielen Jahren dort. Ich fand es grauenhaft und hab mir geschworen nie wieder zu so einem Festival zu gehen. Die vielen Menschen waren nichts für mich, dazu die Bedingungen auf den Zeltplätzen und die ständige Enge gepaart mit aggresiven, alkoholisierten Menschen. Wie man in so einer Umgebung Spaß haben kann ist mir bis heute ein Rätsel. Auch die Konzerte an sich waren damals eine pure Enttäuschung, da die Veranstalter es nicht geschafft hatten den Ton richtig zu übertragen.

Trotz dieser sehr ausführlichen Beschreibung des Festivals hat mir das Buch gut gefallen. Es war schön auch etwas über Luisa zu erfahren, die man bereits aus Band eins kannte. Und auch zu erfahren, wie die Geschichte von Janna und Josh weiterging.

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